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Temperaturgeregelte Lüftung - Window Master Nv Embedded Installation Und Inbetriebnahme

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5.1.6 Temperaturgeregelte Lüftung
Im Sommermodus arbeitet der NV-Controller im temperaturgeregelten Lüftungsmodus. In diesem Lüftungsmodus öffnet
der NV-Controller die Fenster so, dass die Ist-Temperatur in der Zone auf den festgelegten Temperatur-Sollwert
abgesenkt wird. Die Fenster werden schrittweise geöffnet, wenn die Ist-Temperatur über dem festgelegten Temperatur-
Sollwert liegt. Die Häufigkeit der Öffnungsschritte sowie das Ausmaß jedes einzelnen Schritts sind bedarfsorientiert. Dies
bedeutet, dass bei einem größeren Unterschied zwischen Ist-Temperatur und Sollwert die Fenster in häufigeren und
größeren Schritten geöffnet werden als bei einem geringen Unterschied.
Hohe CO
-Werte und eine hohe Luftfeuchtigkeit tragen zu einem niedrigeren aktuellen Temperatur-Sollwert bei und
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führen somit zu einem vermehrten Öffnen der Fenster und einem stärkeren Luftwechsel in der Zone. Das wiederum
senkt die CO2- und Luftfeuchtigkeitswerte in der Zone. Wie in der obigen Abbildung dargestellt, bestimmen 2 Parameter
den Einfluss des CO2- und Feuchtigkeitsniveaus auf den aktuellen Temperatursollwert.
„CO2-Niveau" und „RH-Schwelle" - legen Sie die Werte fest, bei deren Überschreitung der NV-Controller beginnt, den
Temperatursollwert durch den Einfluss von CO2 und RH zu reduzieren.
„CO2-Einfluss" und „RH-Einfluss" - definieren die Höhe der Sollwertreduzierung im Verhältnis zur Differenz zwischen
dem „CO2-Gehalt", dem „RH-Schwellenwert" und den tatsächlich gemessenen Werten von CO2 und Luftfeuchtigkeit.
Wenn der „CO2-Gehalt" = 1000 ppm und der „CO2-Einfluss" = 0,005 ist, führen 100 ppm Differenz über 1000 ppm zu
einer Verringerung des tatsächlichen Temperatursollwerts um 0,5° Celsius.
Beachten Sie, dass der Parameter "Min. Lüftungssollwert" die Reduzierung des tatsächlichen Temperatursollwerts
begrenzt, um sicherzustellen, dass die Temperatur in der Zone nie unangenehm niedrig ist.
Um unangenehme Spuren von kalter Luft, die durch geöffnete Fenster eindringt, zu begrenzen, berechnet der NV-
Controller die AER (Air Exchange Rate (Luftwechselrate)) in der Zone. AER drückt aus, wie oft pro Stunde die Luft in der
Zone ausgetauscht wird. Eine höhere AER bedeutet einen höheren Luftstrom durch die Fenster. Das Volumen der Zone
und die geometrische Fläche der Fenster in der Zone bestimmen zusammen mit der Windrichtung und der
Windgeschwindigkeit die tatsächliche Luftwechselrate für eine bestimmten Fensteröffnungsposition. Ein kleineres
Zonenvolumen mit einer größeren Öffnungsfläche führt zu einer geringeren Öffnung der Fenster, um die erforderliche
Luftfeuchtigkeit in der Zone zu erreichen. Die max. AER-Parameter begrenzen auf diese Weise die aktuell zulässige
Öffnungsposition der Fenster.
Der NV-Controller kann 4 verschiedenen Berechnungsalgorithmen für die Berechnung der aktuelle AER anwenden,
abhängig von der Platzierung der Fenster in der Zone.
Einseitige Lüftung – für Zonen mit Fenstern, die sich nur auf einer Seite der Zone befinden.
Querlüftung – für Zonen mit Fenster, die sich auf verschiedenen Seiten der Zone befinden.
Auftriebslüftung – für Zonen mit Fenster, die sich in verschiedenen Höhen über dem Boden befinden.
Quer- / Auftriebslüftung – für Zonen mit Fenster auf verschiedenen Seiten und in verschiedenen Höhen.
Der NV-Controller wählt automatisch den passenden Algorithmus aus, abhängig von den Parameterwerten „Orientation"
and „Height above ground" seiner Motorgruppen, aber der Algorithmus kann bei Bedarf auch manuelle eingestellt
werden.
Der Parameter „Orientation" der Motorgruppen muss daher bei der Inbetriebnahme eingestellt werden.
Parameter zur Festlegung der maximal zulässigen AER sowie der maximal zulässigen Fensteröffnung können die
Fensteröffnung auf einen Wert begrenzen, der unter der berechneten Öffnungsposition liegt. Letztere richtet sich allein
nach dem aktuellen Temperatur-Sollwert.
Einige der Motorgruppen-Parameter, die die maximale Öffnung des Fensters definieren:
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