Funktionen
4.7.1
Feste Auswahl eines Feldtriples
Ist Feste Auswahl eines Feldtriples als Modus der Feldtripleaktivierung festgelegt, wird das Feldtrip-
le F1.1 überwacht, unabhängig von der Beschaltung der Steuereingänge.
4.8
Überwachung der Feldtripleumschaltung
Die Funktion Umschaltreihenfolge legt die zulässigen Feldtripleumschaltungen fest, z. B. wenn von Feldtri-
ple F2 zwingend auf Feldtriple F5 umgeschaltet werden muss. Wenn die Funktion Überwachung der Feldt-
ripleumschaltung aktiviert ist, schalten die Sicherheits-Schaltausgänge (OSSDs) in den folgenden Fällen
ab:
• Die Steuerung initiiert eine nicht zugelassene Feldtripleumschaltung.
• Das Feldtriple, zu dem umgeschaltet wird, wurde deaktiviert.
Aktivieren der Funktion
Ä Legen Sie die Umschaltreihenfolge mit der Konfigurations- und Diagnosesoftware fest (Zulässige Feldt-
ripleumschaltungen festlegen).
4.9
Referenzkonturüberwachung
Die Funktion Referenzkonturüberwachung verhindert versehentliche Dejustage und vorsätzliche Manipula-
tion des Sicherheits-Sensors: Wenn ein Schutzfeld einen Bereich mit Referenzkontur enthält, überwacht
der Sicherheits-Sensor nicht nur eine Verletzung des Schutzfeldes, sondern auch die Übereinstimmung der
gemessenen Umgebungskontur mit der eingestellten Referenzkontur. Der Abstand zwischen Schutzfeld
und Referenz darf maximal 100 mm betragen. Wenn die Messwerte der Umgebungskontur von der defi-
nierten Referenzkontur abweichen, d. h. im Bereich mit Referenzkontur (200 mm ab Schutzfeld) kein Ob-
jekt detektiert wird, schaltet der Sicherheits-Sensor ab und die Sicherheits-Schaltausgänge (OSSDs) ge-
hen auf Aus.
Aktivierung der Funktion
Ä Aktivieren Sie die Funktion Referenzkonturüberwachung zusammen mit der Definition der Schutzfeld-
grenzen mit der Konfigurations- und Diagnosesoftware (siehe Kapitel 8.2.4 "Schutzfunktion konfigurie-
ren").
4.10
Feldtripleüberwachung
Mit der Funktion Feldtripleüberwachung können Sie den Überwachungsmodus für das gewählte Feldtriple
festlegen.
Mit dem Überwachungsmodus Standby-Anforderung können Sie die Feldtripleüberwachung und die Si-
cherheits-Schaltausgänge (OSSDs) ausschalten. Dies ist z. B. beim Parken von Fahrzeugen sinnvoll.
Aktivierung der Funktion
Ä Aktivieren Sie die Feldtripleüberwachung in der Konfigurations- und Diagnosesoftware (siehe Kapitel
8.2.4 "Schutzfunktion konfigurieren").
4.11
Schützkontrolle EDM
Die Funktion Schützkontrolle EDM überwacht dynamisch die dem Sicherheits-Sensor nachgeschalteten
Schütze, Relais oder Ventile. Voraussetzung dazu sind Schaltelemente mit zwangsgeführten Rückführkon-
takten (Öffner).
Aktivierung der Funktion
Ä Aktivieren Sie die Schützkontroll-Funktion über die Konfigurations- und Diagnosesoftware (siehe Kapi-
tel 8.2.4 "Schutzfunktion konfigurieren").
Die aktivierte Schützkontrolle wirkt dynamisch, d. h. zusätzlich zur Überprüfung des geschlossenen Rück-
führkreises vor jedem Einschalten der OSSDs wird überprüft, ob nach der Freigabe der Rückführkreis in-
nerhalb von 500 ms geöffnet hat, und nach dem Abschalten der OSSDs innerhalb von 500 ms wieder ge-
schlossen ist. Ist das nicht der Fall, nehmen die OSSDs nach kurzzeitigem Einschalten den AUS-Zustand
wieder an.
Der Sicherheits-Sensor geht in den Störungs-Verriegelungszustand:
• Bei ausgeschalteten OSSDs muss am EDM-Eingang +24 V anliegen.
• Bei eingeschalteten OSSDs muss der Rückführkreis geöffnet (hochohmig) sein.
Leuze electronic GmbH + Co. KG
RSL210
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