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Systemarchitektur - Endress+Hauser OTMT85 Betriebsanleitung

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5.3.1

Systemarchitektur

Die nachfolgende Darstellung zeigt ein Beispiel eines FOUNDATION Fieldbus™-Netzwerkes mit
den zugehörigen Komponenten.
H1
31.25 kbit/s
Messstelle mit
eingebautem FF-Kopftransmitter
Abb. 12:
Systemintegration über FOUNDATION Fieldbus™
HSE = High Speed Ethernet, H1 = FOUNDATION Fieldbus-H1
Folgende Möglichkeiten der Systemanbindung sind realisierbar:
– Mit einem Linking Device wird die Verbindung zu übergeordneten Feldbusprotokollen (z.B. dem High Speed Ethernet, HSE) ermöglicht.
– Für die direkte Verbindung zu einem Leitsystem ist eine H1-Anschaltkarte erforderlich.
– Systemeingänge sind direkt für H1 (HSE) verfügbar.
Die Systemarchitektur des FOUNDATION Fieldbus™ gliedert sich in zwei Teilnetze:
H1-Bussystem:
In der prozessnahen Ebene erfolgt die Anbindung von Feldbusgeräten ausschließlich über das lang-
samere H1-Bussystem, das in Anlehnung an die IEC 61158-2 spezifiziert ist. Das H1-Bussystem
ermöglicht gleichzeitig die Speisung der Feldgeräte und die Datenübertragung auf der Zweidraht-
leitung.
Die folgenden Punkte beschreiben einige wichtige Merkmale des H1-Bussystems:
• Über den H1-Bus erfolgt die Speisung aller Feldbusgeräte. Das Speisegerät wird, wie die Feldbus-
geräte, parallel an die Busleitung angeschlossen. Fremdgespeiste Geräte müssen zusätzlich über
eine separate Hilfsenergie versorgt werden.
• Eine der häufigsten Netzwerkstrukturen ist die Linienstruktur. Unter Verwendung von Verbin-
dungskomponenten (Junction Boxes) sind auch Stern-, Baum- oder gemischte Netzstrukturen-
möglich.
• Die Busverbindung zu den einzelnen Feldbusgeräten wird mittels eines T-Verbindungssteckers
oder über eine Stichleitung realisiert. Dies hat den Vorteil, dass einzelne Feldbusgeräte auf- oder
abgeklemmt werden können, ohne das der Bus bzw. die Buskommunikation unterbrochen wird.
• Die Anzahl der angeschlossenen Feldbusgeräte ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren, wie
Einsatz im Ex-Bereich, Länge der Stichleitung, Kabeltypen, Stromaufnahme der Feldgeräte, usw.
(siehe → ä 15).
• Beim Einsatz von Feldbusgeräten im Ex-Bereich muss der H1-Bus vor dem Übergang in den Ex-
Bereich mit einer eigensicheren Barriere ausgerüstet werden.
• Anfang und Ende des Bussegments sind mit einem Busabschluss zu versehen.
High Speed Ethernet (HSE):
Die Realisierung des übergeordneten Bussystems erfolgt durch das High-Speed-Ethernet (HSE) mit
einer Übertragungsrate von max. 100 MBit/s. Dieses dient als "Backbone" (Basisnetzwerk) zwi-
schen verschiedenen, dezentralen Teilnetzwerken und/oder bei einer großen Anzahl von Netz-
werkteilnehmern.
Visualisierung und Überwachung
z. B. P View, FieldCare
und Diagnosesoftware
High speed Ethernet
(HSE) 100 Mbit/s
linking
linking
device
device
ENDRESS + HAUSER
H1 IEC 61158-2
0 - 10 bar
32 Geräte je Segment
Field controller
linking
device
ENDRESS + HAUSER
H1
FISCO
0 - 10 bar
Messstelle mit
eingebautem FF-Kopftransmitter
Bedienung
A0018785-DE
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