Handbuch MRU3-2
3.1.1 Analogeingänge
Dem Schutzgerät werden die analogen Eingangssignale der Spannungen jeweils über galvanisch
getrennte Eingangswandler zugeführt, analog gefiltert und schließlich dem Analog/Digitalumsetzer
zugeführt. Je nach den Erfordernissen kann die Ankopplung an das Netz direkt oder über externe
Spannungswandler in Stern oder Dreieckschaltung ausgeführt werden. Wegen der
Nullsystemerkennung sollte jedoch der Sternschaltung der Vorzug gegeben werden.
3.1.2 Blockier Eingang
Liegt eine Spannung, die im zulässigen Bereich der Hilfsspannung liegen muss, an den Klemmen
D8/E8 so können folgende Auslösefunktionen unverzögert blockiert werden.
Unterspannung U</U<<
Überspannung U>/U>>
Mittsystem-Unterspannung U1<
Mittsystem-Überspannung U1>
Gegensystem-Überspannung U2>
Nullsystem-Überspannung U0>
Die Blockade kann über den Zuordnungsmodus frei gewählt werden (siehe Kapitel 5.9).
Der Eingang D8 ist der gemeinsame Rückleiter (L bzw. N) für die Blockierung und den externen
Reset. Die blockierten Funktionen werden unverzögert wieder freigegeben, wenn die
Hilfsspannung nicht mehr an den Klemmen D8/E8 anliegt.
Die oben genannten Funktionen sind nach dem Einschalten der Versorgungsspannung für 2 s
gesperrt.
3.1.3 Externer Reseteingang
Siehe Kapitel 5.9.2
3.1.4 Ausgangsrelais
Das MRU3-2 besitzt 5 Ausgangsrelais.
Ausgangsrelais 1; C1, D1, E1 und C2, D2, E2
Ausgangsrelais 2; C3, D3, E3 und C4, D4, E4
Ausgangsrelais 3; C5, D5, E5
Ausgangsrelais 4; C6, D6, E6
Ausgangsrelais 5; Meldung Selbstüberwachung (interner Fehler des Gerätes) C7, D7, E7
Alle Relais arbeiten nach dem Arbeitsstromprinzip, nur das Selbstüberwachungsrelais ist ein
Ruhestromrelais.
DOK-TD-MRU3-2, Rev. B
SEG Electronics GmbH
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