i Meldetelegramme werden, sofern in der ETS für einen Ventilausgang konfiguriert, nur für
die Ventilausgänge erzeugt, die nach Erkennung eines Fehlers oder nach Summenüberlast
prioritätsmäßig im Prüfzyklus zwangsgeführt deaktiviert wurden.
i Das Rücksetzen einer Überlast oder eines Kurzschlusses während eines ablaufenden
Prüfzyklus wird ignoriert.
i Um erkannte Überlasten, die durch seltene extreme Störeinflüsse wie z. B. durch starke
elektromagnetische Einkopplungen in das Niederspannungsnetz (Blitzeinschlag in naher
Umgebung) aufgetreten sind, schwächer zu bewerten, wird der Zykluszähler nach einer
Zeitspanne von 28 Tagen ohne Erkennen einer weiteren Überlast oder eines neuen
Kurzschlusses um 1 vermindert. Somit wird verhindert, dass nach langen Zeitspannen
Ventilausgänge nach dem 4. Zyklus ohne Identifikation einer eindeutigen Überlast oder
eines Kurzschlusses einfach abgeschaltet werden.
i Auch ein über den Bus ausgeschalteter Ventilausgang (Ausgang nicht bestromt) kann
während der Überlast- oder Kurzschlusserkennungsphase für die im Prüfzyklus definierte
Dauer bestromt werden!
i Ein durch Kurzschluss / Überlast betroffener Ventilausgang (Ventil vollständig geschlossen
bei stromlos geschlossen oder vollständig geöffnet bei stromlos geöffnet) beeinflusst die
Pumpensteuerung nicht.
Beispiele zur Überlast- / Kurzschlusserkennung...
Beispiel 1
Fehlerfall = Kurzschluss an Ventilausgang 4.
Ein Kurzschluss wird in Ausgangsgruppe A4...A6 ein Kurzschluss-/Überlastsignal erzeugen. So
ergibt sich folgender Ablauf...
"0" Ausgang nicht bestromt
"1" Ausgang bestromt
"N" Normalbetrieb des Ventilausgangs
"T" Kurzschluss / Überlast identifiziert (Meldetelegramm wird abgesetzt, falls parametriert)
Bei der nächsten Fehlererkennung in Gruppe 4-6: Prüfeinschaltzeit: 10 s
Beispiel 2
Fehlerfall = schwache Überlast an Ventilausgang 2.
Die Überlast ist so schwach, dass eine Einschaltzeit von 1 Sekunde nicht zur Fehlererkennung
führt. Bei einer schwachen Überlast ist zu erwarten, dass das Überlast- /Kurzschlusssignal nur
auf die unmittelbar betroffene Ausgangsgruppe (hier: Ausgänge 1 bis 3) wirkt. So ergibt sich
folgender Ablauf...
Best.-Nr. 2114 00
Software "Heizungsaktor Basic 6fach 20D11x"
Bild 13: Kurzschluss an Ventilausgang 4
Funktionsbeschreibung
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