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Datenformate Für Stellgrößen - Gira Basic Produktdokumentation

Heizungsaktor 6fach reg
Inhaltsverzeichnis
4.2.4.2.3 Datenformate für Stellgrößen
Der Heizungsaktor empfängt 1 Bit oder 1 Byte Stellgrößentelegramme, die beispielsweise von
KNX-Raumtemperaturreglern ausgesendet werden. In der Regel ermittelt der Regler die
Raumtemperatur und generiert anhand eines Regelalgorithmus die Stellgrößentelegramme. Der
Aktor steuert seine Ventilausgänge, abhängig vom Datenformat der Stellgrößen und der
Konfiguration in der ETS, entweder schaltend oder mit einem PWM-Signal an. Die Zykluszeit für
stetige PWM-Ausgangssignale ist separat für jeden Ventilausgang des Heizungsaktors
parametrierbar. Hierdurch kann individuell eine Anpassung auf unterschiedliche
Stellantriebstypen erfolgen.
i Es ist zu beachten, dass der Heizungsaktor selbst keine Temperaturregelung durchführt.
Der Aktor setzt empfangene Stellgrößentelegramme oder Stellgrößenvorgaben durch
Gerätefunktionen in stetige oder schaltende Ausgangssignale um.
Der Parameter "Datenformat des Stellgrößeneingangs", der ausschließlich beim
Applikationsprogramm "Heizungsaktor Basic 6fach 20D112" (Version 1.2) separat für jeden
Ventilausgang auf den Parameterseiten "Ax - Stellgrößen/Status/Betriebsart" vorhanden ist, legt
das Eingangsformat der Stellgrößenobjekte fest.
i Beim Applikationsprogramm "Heizungsaktor Basic 6fach 20D111" (Version 1.1) ist das
Datenformat der KNX-Stellgrößeneingänge fest auf "schalten (1 Bit)" eingestellt.
Datenformat des Stellgrößeneingangs "Schaltend (1 Bit)"
Bei einer 1 Bit großen Stellgröße wird das über das Stellgrößenobjekt empfangene Telegramm
direkt an den entsprechenden Ausgang des Aktors unter Berücksichtigung des parametrierten
Ventil-Wirksinns weitergeleitet. Somit wird bei einem empfangenen "EIN"-Telegramm das Ventil
vollständig geöffnet. Der Ausgang wird dann bestromt bei stromlos geschlossenen Ventilen und
nicht bestromt bei stromlos geöffneten Ventilantrieben. Das Ventil wird vollständig geschlossen,
wenn ein "AUS"-Telegramm empfangen wird. Bei stromlos geschlossenen Ventilen wird der
Ventilausgang dann nicht bestromt und bei stromlos geöffneten Ventilantrieben bestromt.
Bei den im Folgenden aufgelisteten Funktionen und Ereignissen werden Ventilausgänge, die
auf die Stellgrößen-Datenformate "schaltend (1 Bit)" konfiguriert sind, stets per stetiger
Stellgröße durch eine Pulsweitenmodulation (PWM) angesteuert, sofern hierdurch Stellgrößen
ungleich 0 % oder 100 % einzustellen sind...
-
aktiver Notbetrieb,
-
bei Busspannungsausfall,
-
nach Busspannungswiederkehr (bei Einstellung "Stellgröße wie für Notbetrieb aktivieren").
Die PWM wird solange ausgeführt, bis die genannten Funktionen beendet worden sind oder
nach genannten Ereignissen keine untergeordneten Funktionen mehr aktiv sind und über den
Bus ein neues Stellgrößentelegramm empfangen wird, welches die stetige Stellgröße am
Ventilausgang übersteuert.
i In den genannten Fällen geht die stetige Stellgröße auch in die Pumpensteuerung
(optionale Funktion) mit ein.
i Ventilausgänge, die Stellgrößen per Datenformat "schaltend (1 Bit)" vorgegeben
bekommen, beeinflussen die Pumpensteuerung. Dabei wird eine Stellgröße "AUS" als "0
%" und eine Stellgröße "EIN" als "100 %" interpretiert.
Datenformat des Stellgrößeneingangs "Stetig (1 Byte) mit Pulsweitenmodulation (PWM)"
(nur beim Applikationsprogramm "Heizungsaktor Basic 6fach 20D112")
Stellgrößen, die dem Datenformat "Stetig 1 Byte" entsprechen, werden durch den Aktor in ein
äquivalentes pulsweitenmoduliertes Schaltsignal an den Ventilausgängen umgesetzt. Der aus
dieser Modulation resultierende Mittelwert des Ausgangssignals ist unter Berücksichtigung der
Best.-Nr. 2114 00
Software "Heizungsaktor Basic 6fach 20D11x"
Funktionsbeschreibung
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