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Zyklische Stellgrößenüberwachung / Notbetrieb - Gira Basic Produktdokumentation

Heizungsaktor 6fach reg
Inhaltsverzeichnis
4.2.4.2.5 Zyklische Stellgrößenüberwachung / Notbetrieb
Bedarfsweise kann eine zyklische Überwachung der Stellgrößen durchgeführt werden. Bleiben
bei aktiver zyklischer Überwachung Stellgrößentelegramme innerhalb einer spezifizierten Zeit
aus, wird für den betroffenen Ventilausgang ein Notbetrieb aktiviert, wobei eine parametrierbare
stetige PWM-Stellgröße in der ETS vorgegeben werden kann.
Der Stellgrößenwert des Notbetriebs ist immer stetig und wird in der ETS individuell konfiguriert
(0...100 % in 10 %-Schritten). Die Stellgröße wird am Ausgang elektrisch durch eine
Pulsweitenmodulation (PWM) ausgeführt.
i Bei einem aktiven Notbetrieb werden Ventilausgänge stets per stetiger Stellgröße durch
eine Pulsweitenmodulation angesteuert.
i Bei der elektrischen Ansteuerung der Ausgänge durch einen Notbetrieb wird der
konfigurierte Ventil-Wirksinn (stromlos geschlossen / stromlos geöffnet) berücksichtigt. Bei
stromlos geschlossenen Ventilen leitet sich die Einschaltzeit direkt aus der konfigurierten
PWM und der Zykluszeit ab. Bei stromlos geöffneten Ventilen wird die Einschaltdauer
invertiert.
Der Aktor prüft bei freigegebener Stellgrößenüberwachung innerhalb eines einstellbaren
Zeitfensters das Eintreffen von Telegrammen auf das Stellgrößenobjekt. Das Zeitfenster wird
separat für jeden Ventilausgang durch den Parameter "Überwachungszeit" definiert. Die dort
eingestellte Zeit sollte mindestens doppelt so groß sein wie die Zeit für das zyklische Senden
der Stellgröße des Reglers, um sicherzustellen, dass mindestens ein Telegramm innerhalb der
Überwachungszeit empfangen wird. Die zyklische Stellgrößenüberwachung erfolgt fortlaufend.
Der Aktor stößt die Überwachungszeit bei jedem empfangenen Stellgrößentelegramm und nach
einem Gerätereset automatisch neu an. Bleiben Stellgrößentelegramme innerhalb der
Überwachungszeit aus, aktiviert der Aktor den Notbetrieb.
Gemäß Prioritätensteuerung kann eine aktive Stellgrößenüberwachung durch andere
Gerätefunktionen mit höherer Priorität (z. B. Ventilspülung) übersteuert werden. Am Ende einer
Funktion mit höherer Priorität führt der Aktor für die betroffenen Ventilausgänge erneut den
Notbetrieb aus, sofern dieser durch weiterhin fehlende Stellgrößentelegramme noch aktiviert ist.
Der Stellgrößenwert des Notbetriebs wird bei Busspannungsausfall und optional auch nach
Busspannungswiederkehr (parametrierbar) aktiviert. Hierbei handelt es sich lediglich um den
Abruf der parametrierten Stellgröße und nicht um das Aktivieren des Notbetriebs, wie sie im
Zuge einer Stellgrößenüberwachung erfolgt.
Am Ende eines Notbetriebs (neue Eingangsstellgröße empfangen) ist das Verhalten eines
Ventilausgangs fest definiert. Der Aktor führt für die betroffenen Ventilausgänge - sofern keine
Funktion mit einer höheren Priorität aktiv ist - immer den Zustand nach, der durch den normalen
Busbetrieb (Ansteuerung durch Stellgrößentelegramme) zuletzt vorgegeben wurde.
i Nach einem Gerätereset (Busspannungswiederkehr, ETS-Programmiervorgang) enthalten
die Stellgrößenobjekte zunächst den Wert "0".
i Der Zustand des Notbetriebs (aktiv oder inaktiv) wird geräteintern bei Busspannungsausfall
gespeichert und nach Busspannungswiederkehr automatisch wiederhergestellt. Der Aktor
aktiviert nach Busspannungswiederkehr den Notbetrieb, sofern dies der nachgeführte
Zustand vorsieht.
Der Aktor stellt das 1 Bit Status-Telegramm "Störung Stellgröße" bereit. Sobald bei einem
überwachten Ventilausgang ein Stellgrößentelegramm ausbleibt und folglich der Notbetrieb
aktiviert wird, sendet der Aktor über dieses Statusobjekt eine Störmeldung aus. Die
Telegrammpolarität ist parametrierbar. Erst, nachdem für den überwachten Ventilausgang
wieder mindestens ein Stellgrößentelegramm empfangen wurde, nimmt der Aktor die
Störmeldung zur zyklischen Überwachung zurück. Optional kann das Störtelegramm während
eines aktiven Notbetriebs auch zyklisch ausgesendet werden.
i Unmittelbar nach Busspannungswiederkehr oder nach einem ETS-Programmiervorgang
sendet das Objekt "Störung Stellgröße" nicht automatisch den Zustand aus. Es muss erst
erneut eine gestörte Stellgröße erkannt werden (Ablauf der Überwachungszeit ohne
Stellgrößentelegramm), so dass der Objektwert ausgesendet wird. Dies ist auch der Fall,
sofern nach einem Gerätereset ein gespeicherter Notbetrieb wiederhergestellt wurde.
Best.-Nr. 2114 00
Software "Heizungsaktor Basic 6fach 20D11x"
Funktionsbeschreibung
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