4.2.4.2.2 Resetverhalten
Die Zustände der Ventilausgänge nach Busspannungsausfall und nach einem ETS-
Programmiervorgang sind fest vorgegeben. Das Verhalten nach Busspannungswiederkehr ist in
der ETS parametrierbar.
Verhalten bei Busspannungsausfall
Bei einem Busspannungsausfall schalten die Ventilausgänge, auch bei vorhandener
Ventilspannung, stets aus, da die Geräteelektronik nicht mehr mit Energie versorgt und der
Aktor folglich funktionsunfähig wird. In diesem Betriebszustand schließen stromlos
geschlossene Ventilantriebe vollständig und stromlos geöffnete Ventilantriebe öffnen. Der
konfigurierte Ventil-Wirksinn kann bei Ausfall der Busspannung nicht mehr ausgewertet werden.
i Der Aktor speichert die aktive Stellgröße bei Busspannungsausfall geräteintern ab, so dass
der Stellgrößenwert bei Wiederkehr der Geräteversorgung wiederhergestellt werden kann
(parametrierbar). Das Abspeichern erfolgt nach einem vorherigem Gerätereset (ETS-
Programmiervorgang, Busspannungswiederkehr) nur, wenn der Reset länger als 30
Sekunden zurück liegt. Andernfalls speichert der Aktor den aktuellen Stellgrößenwert nicht
ab! Es bleibt dann ein alter Wert gültig, der zuvor durch den Aktor bei Busspannungsausfall
abgespeichert wurde.
Verhalten nach Busspannungswiederkehr einstellen
Der Parameter "Verhalten nach Busspannungswiederkehr" ist separat für jeden Ventilausgang
auf der Parameterseite "Ax – Allgemein" verfügbar.
o
Parameter einstellen auf "Stellgröße 0 % (Ventil schließen)".
Der Aktor schließt den Ventilausgang vollständig.
o
Parameter einstellen auf "Stellgröße wie für Notbetrieb aktivieren".
Der Aktor ruft für den Ventilausgang den in der ETS konfigurierten Stellgrößenwert des
Notbetriebs ab. Es ist zu beachten, dass bei dieser Einstellung nicht der Notbetrieb (wie im
Fall einer gestörten Stellgröße im Zuge einer Stellgrößenüberwachung) ausgeführt wird!
Der Aktor ruft lediglich den für den Notbetrieb festgelegten Stellgrößenwert ab.
o
Parameter einstellen auf "Stellgröße wie vor Busspannungsausfall".
Nach Busspannungswiederkehr wird der Stellgrößenwert am Ventilausgang eingestellt, der
im Moment des letzten Busspannungsausfalls aktiv war. Der Aktor speichert die aktive
Stellgröße bei Busspannungsausfall geräteintern ab, so dass der Stellgrößenwert bei
Wiederkehr der Geräteversorgung wiederhergestellt werden kann. Das Abspeichern erfolgt
nach einem vorherigem Gerätereset (ETS-Programmiervorgang,
Busspannungswiederkehr) nur, wenn der Reset länger als 30 Sekunden zurück liegt.
Andernfalls speichert der Aktor den aktuellen Stellgrößenwert nicht ab! Es bleibt dann ein
alter Wert gültig, der zuvor durch den Aktor bei Busspannungsausfall abgespeichert wurde.
Verhalten nach ETS-Programmiervorgang
Nach einem ETS-Programmiervorgang schließt der Aktor die Ventilantriebe immer.
i Das Verhalten nach einem ETS-Programmiervorgang wird nur ausgeführt, sofern sich
Änderungen in der Konfiguration des Gerätes ergeben haben. Wird einfach nur ein
Applikationsdownload ausgeführt mit einer Projektierung, die sich bereits im Aktor befindet,
so führt der Aktor das parametrierte "Verhalten nach Busspannungswiederkehr" aus.
Best.-Nr. 2114 00
Software "Heizungsaktor Basic 6fach 20D11x"
Funktionsbeschreibung
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