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Pumpensteuerung - Gira Basic Produktdokumentation

Heizungsaktor 6fach reg
Inhaltsverzeichnis

4.2.4.1.2 Pumpensteuerung

Der Heizungsaktor ermöglicht es, die Umwälzpumpe des Heiz- oder Kühlkreislaufes über ein
1 Bit KNX-Telegramm schaltend anzusteuern. Bei Verwendung der Pumpensteuerung wird die
Pumpe durch den Aktor über das Objekt "Pumpe schalten" nur dann eingeschaltet, sofern
mindestens eine Stellgröße der zugeordneten Ausgänge ungleich "0 - AUS" ist. Hierdurch wird
elektrische Energie eingespart, da die Pumpe nur dann läuft, wenn Ventilausgänge geöffnet
sind.
i Bei aktivem Notbetrieb werden betroffene Ventilausgänge stets per stetiger Stellgröße
durch eine Pulsweitenmodulation (PWM) angesteuert, sofern hierbei Stellgrößen ungleich
0 % oder 100 % einzustellen sind. Die PWM wird solange ausgeführt, bis der Notbetrieb
beendet wird. Die durch die PWM eingestellte stetige Stellgröße geht in diesem Fall auch
in die Pumpensteuerung mit ein. Die Pumpe wird bei Stellgrößen 1...100 % eingeschaltet.
i Nach Busspannungswiederkehr und nach einem ETS-Programmiervorgang sendet der
Aktor zunächst immer den Zustand "Pumpe AUS" verzögerungsfrei aus. Der Aktor
aktualisiert im Anschluss den Zustand auf "Pumpe EIN", sofern die Bedingung dazu erfüllt
ist und eine optional konfigurierte "Verzögerung Pumpe AKTIV" abgelaufen ist.
i Ein durch Kurzschluss / Überlast betroffener Ventilausgang (Ventil vollständig geschlossen
bei stromlos geschlossen oder vollständig geöffnet bei stromlos geöffnet) beeinflusst die
Pumpensteuerung nicht.
Der Aktor gibt das EIN-Telegramm zur Pumpe nach Feststellung erst dann aus, wenn die
definierte Verzögerungszeit abgelaufen ist. Die Pumpe wird nicht eingeschaltet, wenn der Aktor
innerhalb der festgelegten Zeit feststellt, dass die Pumpe aufgrund wieder inaktiver Stellgrößen
weiterhin ausgeschaltet bleiben muss.
Der Aktor gibt das AUS-Telegramm zur Pumpe nach Feststellung inaktiver Stellgrößen erst
stets nach einer festgelegten Verzögerungszeit von 10 Minuten aus.
Die AKTIV-Verzögerungszeit der Pumpensteuerung kann als Beispiel verwendet werden, um
die Laufzeit der Pumpe auf die Reaktionszeit der angesteuerten Stellantriebe abzustimmen. So
sollte eine Pumpe erst dann einschalten, wenn die Stellantriebe nach der elektrischen
Ansteuerung durch den Aktor tatsächlich öffnen (Verzögerung Pumpe AKTIV abzustimmen auf
die Totzeit der Stellantriebe).
Funktion Pumpensteuerung freigeben und konfigurieren
Die Pumpensteuerung muss auf der Parameterseite "Pumpe" freigegeben sein, damit sie im
Betrieb des Aktors verwendet werden kann.
o
Den Parameter "Funktion 'Pumpensteuerung' aktivieren ?" auf "ja" einstellen. Den
Parameter "Polarität Objekt 'Pumpensteuerung'" auf die erforderliche Telegrammpolarität
konfigurieren.
Die Pumpensteuerung ist aktiviert. Die Pumpe wird gemäß eingestellter
Telegrammpolarität eingeschaltet, sofern mindestens eine Stellgröße der zugeordneten
Ventilausgänge aktiv wird ("1 - EIN" oder Notbetrieb "1...100 %"). Die Pumpe wird
ausgeschaltet, sobald alle zugeordneten Ventilausgänge eine Stellgröße "0 - AUS" haben.
Auf den Parameterseiten "Ax - Zuordnungen" müssen die Ventilausgänge einzeln der
Pumpensteuerung zugeordnet werden, so dass diese in die Stellgrößenauswertung
eingehen.
o
Den Parameter "Funktion 'Pumpensteuerung' aktivieren ?" auf "nein" einstellen.
Die Pumpensteuerung ist nicht verfügbar.
Verzögerung zur Pumpensteuerung konfigurieren
Bedarfsweise kann das Einschalten der Pumpe verzögert werden. Das Ausschalten wird stets
um 10 Minuten verzögert.
Best.-Nr. 2114 00
Software "Heizungsaktor Basic 6fach 20D11x"
Funktionsbeschreibung
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