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2. a
Wird innerhalb der Einschaltzeit keine Überlast oder kein Kurzschluss erkannt, weil die
Überlast / der Kurzschluss an einem anderen Ausgang ansteht oder zu gering ist
(schwache Überlast), wird der Ausgang wieder abgeschaltet. Weiter mit Schritt 3.
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2. b
Wird bei dem geprüften Ventilausgang eine Überlast oder ein Kurzschluss erkannt, erfolgt
bei diesem Ausgang sofort eine Zwangsabschaltung. Der Ausgang wird deaktiviert. Im
Anschluss wird eine Abschaltruhephase von 6 Minuten gestartet, in der sich die
Fehlererkennungsschaltung thermisch zurücksetzt. In dieser Zeit bleibt die betroffene
Ausgangsgruppe vollständig ausgeschaltet.
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3.
Die unter Schritt 2 gestartete Ausgangsprüfung wird mit dem nächsten nicht bereits
deaktivierten Ausgang der betroffenen Gruppe in derselben Weise in einem Zeitabstand
von ca. 4 Sekunden von Ausgangsprüfung zu Ausgangsprüfung fortgesetzt, bis der letzte
Ventilausgang der Gruppe oder beider Gruppen bearbeitet wurde.
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4.
Der Prüfzyklus wird erst dann endgültig beendet, wenn am Ende alle Ventilausgänge einer
Gruppe oder beider Gruppen bearbeitet wurden.
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4. a
Die im Prüfzyklus der Gruppe(n) als überlastet oder kurzgeschlossen erkannten
Ventilausgänge bleiben von nun an deaktiviert und können bis zum Rücksetzen nicht mehr
eingeschaltet werden. Der Prüfzyklenzähler wird gelöscht. Alle nicht betroffenen
Ventilausgänge werden wieder normal angesteuert.
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4. b
Wurde im Prüfzyklus kein Ausgang als überlastet oder kurzgeschlossen erkannt
(wahrscheinlich schwächere Überlast), wird der Prüfzyklenzähler für diese Gruppe(n)
hochgezählt, so dass im nächsten Zyklus alle betroffenen Ventilausgänge mit einer
verlängerten Einschaltzeit getestet werden, um auch schwächere Überlasten erkennen zu
können.
Ausnahme: War der zuvor durchgelaufene Prüfvorgang bereits der 4. Zyklus ohne
erkannten Fehler in Folge, geht der Aktor davon aus, dass es sich um eine
Summenüberlast an mehreren Ausgängen handelt. In diesem Fall deaktiviert der Aktor
prioritätsmäßig automatisch einen Ausgang der betroffenen Gruppe (Ausgang 3 oder
Ausgang 6). Dabei wird wie bei einer regulären Identifikation eines Fehlers der
Prüfzyklenzähler gelöscht und im nächsten Zyklus somit wieder mit 1 s Einschaltzeit
getestet. Laufen im Folgenden wieder 4 Zyklen ab, ohne dass Ausgänge während der
Einzelprüfung als überlastet oder kurzgeschlossen erkannt wurden, geht der Aktor erneut
von einer Summenüberlast aus und deaktiviert automatisch die nächsten Ausgänge der
Gruppe(n) dauerhaft (zunächst Ausgang 2 und/oder Ausgang 5, nach vier weiteren Zyklen
Ausgang 1 und/oder Ausgang 4).
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5.
Alle in den Prüfzyklen nicht deaktivierten Ventilausgänge arbeiten im Anschluss normal
weiter.
i Stellantriebe für Umgebungen mit höheren Anforderungen an die Ausfallsicherheit
vorzugsweise an die Ausgänge 1 und 4 anschließen. Diese werden im Zuge einer
Überlasterkennung wie beschrieben zuletzt abgeschaltet.
Best.-Nr. 2114 00
Software "Heizungsaktor Basic 6fach 20D11x"
Funktionsbeschreibung
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