5.16.2 Automatische Linearisierung
Bei der automatischen Linearisierung wird dreimal bei jeweils unterschiedlichen
Gurtbeladungen eine bestimmte Materialmenge (Schüttgut) über die Förderband-
waage transportiert. Diese Materialmenge wird entweder zuvor oder danach auf
einer statischen Waage (z.B. auf einer Fahrzeugwaage) gewogen. Die automati-
sche Linearisierung ist also eine Endwertkalibration mit Material (siehe auch
4.4.3.4 Endwertkalibration mit Material
unterschiedlichen Gurtbeladungen vorgenommen wird. Die drei zugehörigen
Linearisierungs-Wertepaare werden durch die Auswerteelektronik automatisch
ermittelt und abgespeichert.
Die Vergleichswaage muss eine Genauigkeitsklasse besser sein als die Förder-
bandwaage. Jede Materialmenge soll so bemessen sein, dass sie mindestens
einem kompletten Bandumlauf bei maximaler Förderleistung entspricht, minde-
stens 1 % der bei maximaler Förderleistung in einer Stunde geförderten Menge
ausmacht und dass die Auflösung der Vergleichswaage den Nachweis der Ge-
nauigkeitsklasse der Förderbandwaage ermöglicht. Jede Materialmenge muss in
einem Zug, ohne Unterbrechung, über die Förderbandwaage gefahren werden.
5.16.2.1 Ausführung der automatischen Linearisierung
Für die Ausführung der automatischen Linearisierung müssen zunächst folgende
Voraussetzungen erfüllt sein:
1.
Der Fördergurt ist „warmgelaufen", d.h. der Förderer ist seit mindestens
15 Minuten in Betrieb.
2.
Es ist bereits eine Nullpunktkalibration ausgeführt worden (siehe
4.4.2 Nullpunktkalibration
Stunden zurückliegen, andernfalls ist eine erneute Nullpunktkalibration
vorzunehmen.
Wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind, wird die automatische
Linearisierung folgendermaßen vorgenommen:
1.
Es ist so oft die Taste
auf Seite 137), welche bei drei
auf Seite 113). Diese sollte nicht länger als zwei
zu betätigen, bis folgende Anzeige erscheint:
-
HAUPTMENUE 6
Taste MENU = weitere
LINEAR
F
EHLERSUCHE
-
215