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Bildsynchronimpuls-Triggerung; Zeilensynchronimpuls-Triggerung; Netztriggerung - Hameg HM 1004-3 Handbuch

Inhaltsverzeichnis

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NR:
Diese Triggerkopplungsart weist keine Begrenzung
des unteren Durchlaß-Frequenzbereiches auf. Sehr
hochfrequente Triggersignalanteile werden unterdrückt
bzw. verringert. Damit werden aus derartigen Signal-
anteilen resultierende Störungen unterdrückt oder
vermindert.
LF:
Mit LF-Triggerkopplung liegt Tiefpaßverhalten vor. Die
LF-Triggerkopplung ist häufig für niederfrequente Si-
gnale besser geeignet als die DC-Triggerkopplung,
weil Rauschgrößen innerhalb der Triggerspannung
stark unterdrückt werden. Das vermeidet oder verrin-
gert im Grenzfall Jittern oder Doppelschreiben, insbe-
sondere bei sehr kleinen Eingangsspannungen. Ober-
halb des Durchlaß-Frequenzbereiches steigt die
Triggerschwelle zunehmend an.
TVL
(TV-Zeile): siehe folgenden Absatz, TV (Zeilensynchron-
impuls-Triggerung)
TVF
(TV-Bild): siehe folgenden Absatz, TV (Bildsynchron-
impuls-Triggerung)
~
(LINE - Netztriggerung) : siehe Absatz "Netztriggerung"
TV
(Videosignal-Triggerung)
Mit der Umschaltung auf TVL und TVF wird der TV-
Synchronimpuls-Separator wirksam. Er trennt die
Synchronimpulse vom Bildinhalt und ermöglicht eine
von Bildinhaltsänderungen unabhängige Triggerung
von Videosignalen.
Abhängig vom Meßpunkt sind Videosignale (FBAS- bzw. BAS-
Signale = Farb-Bild-Austast-Synchron-Signale) als positiv oder
negativ gerichtetes Signal zu messen. Nur bei richtiger Ein-
stellung der (Trigger-) Flankenrichtung werden die Synchron-
impulse vom Bildinhalt getrennt. Die Flankenrichtung der
Vorderflanke der Synchronimpulse ist für die Einstellung der
Flankenrichtung maßgebend; dabei darf die Signaldarstellung
nicht invertiert sein.
Ist die Spannung der Synchronimpulse am Meßpunkt positi-
ver als der Bildinhalt, muß steigende Flankenrichtung gewählt
werden. Befinden sich die Synchronimpulse unterhalb des
Bildinhalts, ist deren Vorderflanke fallend. Dann muß die
fallende Flankenrichtung gewählt werden. Bei falscher Flanken-
richtungswahl erfolgt die Darstellung unstabil bzw.
ungetriggert, da dann der Bildinhalt die Triggerung auslöst.
Die Videosignaltriggerung sollte mit automatischer Triggerung
erfolgen. Bei interner Triggerung muß die Signalhöhe der
Synchronimpulse mindestens 5mm betragen.
Das Synchronsignal besteht aus Zeilen- und Bildsynchron-
impulsen, die sich unter anderem auch durch ihre Pulsdauer
unterscheiden. Sie beträgt bei Zeilensynchronimpulsen ca.
5µs im zeitlichen Abstand von 64µs. Bildsynchronimpulse
bestehen aus mehreren Pulsen, die jeweils ca. 28µs lang sind
und mit jedem Halbbildwechsel im Abstand von 20ms vor-
kommen.
Beide Synchronimpulsarten unterscheiden sich somit durch
ihre Zeitdauer und durch ihre Wiederholfrequenz. Es kann
sowohl mit Zeilen- als auch mit Bildsynchronimpulsen
getriggert werden.

Bildsynchronimpuls-Triggerung

Achtung:
Bei Bildsynchronimpuls-Triggerung in Verbindung mit
geschaltetem (gechoppten) DUAL-Betrieb können in
Änderungen vorbehalten
Triggerung und Zeitablenkung
der Signaldarstellung Interferenzstörungen sichtbar
werden. Es sollte dann auf alternierenden DUAL-Be-
trieb umgeschaltet werden. Unter Umständen sollte
auch das Readout abgeschaltet werden.
Es ist ein dem Meßzweck entsprechender Zeit-Ablenk-
koeffizient im TIME / DIV.-Feld zu wählen. Bei der 2ms/div.-
Einstellung wird ein vollständiges Halbbild dargestellt. Am
linken Bildrand ist ein Teil der auslösenden Bildsynchron-
impulsfolge und am rechten Bildschirmrand der aus mehre-
ren Pulsen bestehende Bildsynchronimpuls für das nächste
Halbbild zu sehen. Das nächste Halbbild wird unter diesen
Bedingungen nicht dargestellt. Der diesem Halbbild folgende
Bildsynchronimpuls löst erneut die Triggerung und die Dar-
stellung aus. Ist die kleinste HOLDOFF-Zeit eingestellt, wird
unter diesen Bedingungen jedes 2. Halbbild angezeigt.
Auf welches Halbbild getriggert wird, unterliegt dem Zufall.
Durch kurzzeitiges Unterbrechen der Triggerung kann auch
zufällig auf das andere Halbbild getriggert werden.
Es können aber auch bei geeigneter Zeit-Ablenkkoeffizienten-
einstellung zwei Halbbilder dargestellt werden. Dann kann im
ALT-Zeitbasisbetrieb jede beliebige Zeile gewählt und mit der
B-Zeitbasis gedehnt dargestellt werden. Damit lassen sich
auch in den Zeilen vorkommende asynchrone Signalanteile
darstellen.

Zeilensynchronimpuls-Triggerung

Die Zeilensynchronimpuls-Triggerung kann durch jeden
Synchronimpuls erfolgen. Um einzelne Zeilen darstellen zu
können, ist die TIME/DIV.-Einstellung von 10µs/div. empfeh-
lenswert. Es werden dann ca. 1½ Zeilen sichtbar. Im allgemei-
nen hat das komplette Videosignal einen starken Gleich-
spannungsanteil. Bei konstantem Bildinhalt (z.B. Testbild
oder Farbbalkengenerator) kann der Gleichspannungsanteil
ohne weiteres durch AC-Eingangskopplung des Oszilloskop-
Verstärkers unterdrückt werden.
Bei wechselndem Bildinhalt (z.B. normales Programm) emp-
fiehlt sich aber DC-Eingangskopplung, weil das Signalbild
sonst mit jeder Bildinhaltsänderung die vertikale Lage auf
dem Bildschirm ändert. Mit dem Y-Positionseinsteller kann
der Gleichspannungsanteil immer so kompensiert werden,
daß das Signalbild in der Bildschirmrasterfläche liegt.
Die Sync-Separator-Schaltung wirkt ebenso bei externer
Triggerung. Selbstverständlich muß der Spannungsbereich
(siehe "Datenblatt") für die externe Triggerung eingehalten
werden. Ferner ist auf die richtige Flankenrichtung zu achten,
die bei externer Triggerung nicht unbedingt mit der Richtung
des (am Y-Eingang anliegenden) Signal-Synchronimpulses
übereinstimmen muß. Beides kann leicht kontrolliert werden,
wenn die externe Triggerspannung selbst erst einmal (bei
interner Triggerung) dargestellt wird.

Netztriggerung

Diese Triggerart liegt vor, wenn oben im Readout "TR:~"
angezeigt wird. Die Flankenrichtungstaste (11) bewirkt eine
~
Drehung des
-Symbols um 180°.
Zur Triggerung mit Netzfrequenz wird eine Spannung aus dem
Netzteil als netzfrequentes Triggersignal (50/60Hz) genutzt.
Diese Triggerart ist unabhängig von Amplitude und Frequenz
des Y-Signals und empfiehlt sich für alle Signale, die netz-
synchron sind. Dies gilt ebenfalls in gewissen Grenzen für
ganzzahlige Vielfache oder Teile der Netzfrequenz. Die
Netztriggerung erlaubt eine Signaldarstellung auch unterhalb
der Triggerschwelle. Sie ist deshalb u.a. besonders geeignet
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