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07 Verfüllen der Baugrube
DE
Der Arbeitsraum neben der Rigole bzw. dem Regenwasserspeicher ist mit nichtbin-
digem, steinfreiem und verdichtungsfähigem Bodenmaterial (Sand oder Kies, Boden-
gruppe G1 gemäß DWA-Arbeitsblatt A127) in Lagen von 0,3 m Dicke zu verfüllen.
Die max. Korngröße darf 32 mm nicht übersteigen. Das für die Verfüllung verwendete
Material darf nicht gefroren sein.
Der Verfüllboden ist mit einer leichten bis mittelschweren Vibrationsplatte mit einer
maximalen Verdichtungskraft von 3 t lagenweise zu verdichten. Die Proctordichte und
die Durchlässigkeit der Verfüllung müssen mindestens der des anstehenden Bodens
entsprechen. Vor Aufbringen des Bodens für die Überdeckung ist auf den Boxen zum
Schutz eine ca. 10 cm dicke Sandschicht aufzubringen.
Der Boden auf den Boxen wird lagenweise mittels Vorkopfschüttung mit einem
leichten Bagger oder Radlader bis zu 15 t Gesamtgewicht aufgebracht.
Ein Befahren mit diesen Geräten darf erst auf einer ausreichend verdichteten Boden-
schicht aus G1-Material mit einer Dicke von mindestens 50 cm erfolgen.
Für die Bodenverdichtung der ersten Schüttlagen darf nur die oben beschriebene
Vibrationsplatte (kein Vibrationsstampfer!) verwendet werden.
Ab einer verdichteten Überschüttungshöhe von 0,3 m darf die Verdichtung auch mit
schwereren Vibrationsplatten (maximale Verdichtungskraft 6 t) erfolgen.
Das Befahren mit schweren Baufahrzeugen mit maximal 50 kN Radlast (SLW 30) ist
nur bei einer verdichteten Überschüttung mit mindestens 0,8 m Höhe zulässig.
Bei Mulden-Box-Rigolen mit einer Versickermulde und einer darunterliegenden
Boxen-Rigole wird nach dem Zurückschlagen des Filtervlieses der Muldenüberlauf
auf die Boxen gestellt. Auf die Rigole werden anschließend eine 0,10 m dicke Sand-
schicht und darauf die 0,30 m dicke Mutterbodenschicht aufgebracht. Dann wird
die Mulde mit der vorgesehenen Randneigung profiliert und ggfs. mit einer Mulden-
begrünungsmatte abgedeckt.