In Betrieb nehmen – RS 485 Modbus-Schnittstelle
Beim Betrieb des CML 700i am RS 485 Modbus sind alle Konfigurationsparameter mit Einstell-
werten ab Werk belegt (siehe Default-Einstellwerte in den nachfolgenden Modulbeschreibun-
gen). Solange diese Konfigurationsparameter nicht geändert werden, arbeitet der CML 700i mit
diesen Default-Parameterwerten.
RS 485 Modbus-Protokoll
Der CML 700i mit RS 485 Modbus-Schnittstelle kommuniziert mit dem Modbus-Protokoll RTU (Remote
Terminal Unit).
Für die RS 485 Modbus-Protokoll-Konfigurationen gilt: 1 Modul = 2 Byte.
Allgemeine Struktur eines seriellen RS 485 Modbus-Protokoll-Telegramms:
Adressfeld
Je nach Art des RS 485 Modbus-Telegramms (Lesezugriff/Schreibzugriff bzw. Anforderung/Antwort)
können alle Komponenten dieser allgemeinen Telegrammstruktur enthalten sein, oder nur ein Teil.
Zugriff über RS 485 Modbus-Telegramme:
• Lesezugriff (siehe Kapitel 14.2.1)
Der Master (SPS) sendet dem Slave (CML 700i) eine 16-Bit Lesezugriff-Anforderung, die den Slave
veranlasst, Nutzdaten (z. B. Messdaten und Parameterwerte) als Antwort-Telegramm an den Master
zu senden.
• Schreibzugriff (siehe Kapitel 14.2.2)
Der Master (SPS) sendet zur Ansteuerung des Slave (CML 700i) ein Schreibzugriff-Kommando-
Telegramm (z. B. Teach oder Reset) oder Schreibzugriff-Konfigurationstelegramm (z. B. für eine
Kaskadierung). Die Antwort des Slave spiegelt den Bit Schreibzugriff an den Master, jedoch ohne
Angabe der Anzahl der Nutzdaten und der Nutzdaten.
• Fehlerprüfung (CRC-Berechnung) (siehe Kapitel 14.2.3)
Die CRC-Berechnung ist eine Rahmenprüfung und erfolgt über alle Bytes des zu übertragenden
Telegramms, einschließlich der Slave-Adresse. Die CRC-Bytes werden am Ende des Telegramms
angehängt.
14.2.1 Modbus-Lesezugriff
16-Bit Lesezugriff
Telegramm-Rahmen:
01
(Byte 1)
Beschreibung der Bytes:
• Byte 1: 8-Bit-Adresse, entspricht der im Empfänger-Bedienfeld eingestellen Slave Adresse
• Byte 2: Lesezugriff-Kommando = 0x03
• Byte 3: Modul-ID = 0x00
• Byte 4: Index (hier z. B. 0x10 liefert den Hersteller Namen, siehe Kapitel 14.3)
• Bytes 5 ... 6: maximale akzeptierte Anzahl/Länge der Antwortdaten in Words (16 Bit)
• Bytes 7 ... 8: 16-Bit Fehlerprüfung (Cyclic Redundancy Check, CRC) (siehe Kapitel 14.2.3)
Antwort auf 16-Bit Lesezugriff (Beispiel)
Telegramm-Rahmen:
01
03
(Byte 1) (Byte 2) (Byte 3) (Byte 4 ... 35)
Leuze electronic GmbH + Co. KG
Funktionscode
03
00 10
(Byte 2)
(Byte 3 ... 4)
20
4C 65 75 7A 65 20 65 6C 65 63 74 72 6F 6E 69
63 20 47 6D 62 48 20 2B 20 43 6F 2E 20 4B 47
00 00
Nutz-Daten
00 10
(Byte 5 ... 6)
CML 720i
Fehlerprüfung
72 03
(Byte 7 ... 8)
40 E6
(Byte 36 ... 37)
148