Einbindung der Wärmepumpe in das Heizsystem
Abb. 8.13:Abmessungen 200l und 500l Pufferspeicher (siehe auch Tab. 8.4 auf S. 209)
8.6.4
Ausdehnungsgefäß / Sicherheitsventil im Wärmepumpenkreislauf
Im Wärmepumpenkreislauf kommt es durch die Aufheizung
(Ausdehnung des Heizwassers) zu einer Druckerhöhung, die
durch ein Ausdehnungsgefäß ausgeglichen werden muss. Die
Auslegung erfolgt in Abhängigkeit des Heizwasservolumens und
der maximalen Systemtemperaturen.
Beim Füllen oder durch Aufheizen kann an der Heizungsanlage
ein unzulässig hoher Druck auftreten, der über ein Sicherheits-
ventil nach EN 12828 abgeführt werden muss.
8.6.5
Rückschlagventil
Wenn in einem Wasserkreislauf mehr als eine Umwälzpumpe
vorhanden ist, muss jede Pumpenbaugruppe mit einem Rück-
schlagventil ausgerüstet werden um Beimischungen aus ande-
ren Heizkreisen zu verhindern. Es ist darauf zu achten, dass die
Rückschlagventile dicht schließen und beim Durchströmen ge-
räuschlos sind.
8.7 Fußboden-Vorlauftemperatur-Begrenzung
Viele Fußbodenheizungsrohre und Estriche dürfen nicht über
55 °C erhitzt werden. Um dies sicherzustellen, ist bei bivalentem
Anlagenbetrieb bzw. bei einer externen Beladung des Puffer-
speichers eine Begrenzung der maximalen Vorlauftemperatur
vozusehen.
8.7.1
Vorlauftemperaturbegrenzung über Mischerendlagenschaltung
Bei voller Kesselleistung und maximaler Kesseltemperatur wird
der Mischer nur so weit geöffnet, dass die maximale Vorlauftem-
peratur von ca. 55 °C nicht überschritten wird. Ein weiterer
Mischer-Auf-Befehl wird durch Arretieren des freien Mischerend-
lagenschalters auf diese Stellung verhindert.
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Bivalente Anlagen
Das im Kesselkreislauf eingebundene Ausdehnungsgefäß / Si-
cherheitsventil ist bei dichtschließendem Mischer wirkungslos.
Aus diesem Grund ist pro Wärmeerzeuger je ein Sicherheitsven-
til und Ausdehnungsgefäß erforderlich. Dieses wird auf das ge-
samte Anlagenvolumen (Wärmepumpe, Speicher, Heizkörper,
Rohrleitungen, Kessel) ausgelegt.
HINWEIS
Schmutzteilchen können ein vollständiges Schließen verhindern. Dies
kann z.B. bei der Warmwasser- und Schwimmbadbeheizung durch Zumi-
schen von kaltem Heizwasser zu nicht ausreichenden Warmwasser- und
Schwimmbadtemperaturen führen.
HINWEIS
Bei Einsatz eines Mischers im Fußboden-Heizkreis oder bei bivalent rege-
nerativem Betrieb wird bei zu hohen Temperaturen der Mischer geschlos-
sen. Ein Sicherheitstemperaturwächter verhindert erhöhte Systemtempe-
raturen aufgrund der Mischerträgheit oder bei Ausfall des Mischers.
Wir empfehlen den Einbau eines Mischermotors mit Endlagen-
schalter, damit der Antrieb elektrisch ausgeschaltet wird.
07.2009 | PHB Wärmepumpen für Heizung und Warmwasserbereitung |
8.7.1
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