5.3.10 Warnungen
»
Ableitströme im Stromkreis nach dem Fehlerstromschutzschalter (RCD) können die Messungen
beeinflussen.
»
Besondere Bedingungen in Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD) einer bestimmten Bauart, z. B. des
Typs S (selektiv und stoßstromfest), sind zu berücksichtigen.
»
Geräte im Stromkreis nach der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) können eine erhebliche
Verlängerung der Betriebszeit verursachen. Beispiele für solche Geräte sind angeschlossene
Kondensatoren oder laufende Motoren.
5.4 Impedanz der Fehlerschleife und prospektiver Fehlerstrom
Die Funktion Schleifenimpedanz verfügt über drei Unterfunktionen:
Die Unterfunktion LOOP IMPEDANCE führt eine schnelle Messung der Fehlerschleifenimpedanz in Ver-
sorgungssystemen durch, die keinen RCD-Schutz enthalten.
Die Unterfunktion LOOP IMPEDANCE RCD trip-lock führt eine Messung der Impedanz der Fehlerschleife in
Versorgungssystemen durch, die durch RCDs geschützt sind.
Die Unterfunktion LOOP IMPEDANCE Rs mit konfigurierbarem RCD-Wert führt die Messung der Fehler-
schleifenimpedanz in Versorgungssystemen durch, die durch RCDs geschützt sind.
5.4.1 Impedanz der Fehlerschleife
Die Fehlerschleifenimpedanz misst die Impedanz der Fehlerschleife für den Fall, dass ein Kurzschluss
zu einem freiliegenden leitenden Teil auftritt (d. h. eine leitende Verbindung zwischen Phasenleiter und
Schutzleiter). Um die Schleifenimpedanz zu messen, verwendet das Gerät einen hohen Prüfstrom.
Der prospektive Fehlerstrom (IPFC) wird auf der Grundlage des gemessenen Widerstands wie folgt
berechnet:
Wo:
Nominale Eingangsspannung U
230V
22
×
=
N
115V
Spannungsbereich
(93 V ≤ U
≤ 134 V)
L-PE
(185 V ≤ U
≤ 266 V)
L-PE