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Taumelscheiben-Direktanteil (Drehregler 2); Heckdynamik (Drehregler 3); Heckkreiselempfindlichkeit (Über Fernsteuerung); Normal-Modus - Beastx Microbeast Bedienungsanleitung

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Inhaltsverzeichnis

7 .2 Taumelscheiben-Direktanteil (Drehregler 2)

Der Direktanteil, welchen Sie mit dem Drehregler 2 einstellen, ist der Anteil vom zyklischen Steuerknüppelsig-
nal (Roll / Nick), welcher direkt am Regelkreis vorbei auf die Servos ausgegeben wird. Dies sorgt dafür, dass bei
korrekter Einstellung der Regelkreis entlastet wird und damit besser und schneller arbeiten kann, da die Tau-
melscheibe hierdurch bereits nahe an den benötigten Ausschlag gesteuert wird und der Regelkreis nur noch
kleine Korrekturen machen muss.
Eine Erhöhung des Direktanteils sorgt dafür, dass mehr Steuersignal vom Knüppel direkt auf die zyklische
Funktion (Roll/Nick) der Taumelscheibe gegeben wird. Eine Reduzierung des Direktanteils verringert das Ganze.
Ist der Direktanteil zu hoch, so wird die jeweilige zyklische Funktion übersteuert. Der Regelkreis muss dann gegebe-
nenfalls wieder zurücksteuern. Man hat dabei zwar das Gefühl die Steuerung wird härter und direkter, es können
dadurch aber ungewollte Effekte auftreten, wie z.B. ein Zurückschwingen bei Stopps auf Nickbewegungen oder das
starke Aufbäumen bzw. Unterschneiden bei schon kleinen Steuerbewegungen im schnellen Vorwärtsflug.
Ist der Direktanteil zu niedrig eingestellt, so wird das Steuerverhalten weicher, langsamer und fühlt sich nicht
mehr so direkt an. Der optimale Direktanteil ist von vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Hauptrotorblätter, Ser-
vos, Drehzahl Masse und Größe des Helikopters.
Im Auslieferungszustand steht der Drehregler 2 in Mittelstellung, hiermit sollte für die Mehrzahl an Helikopter-
Konfigurationen ein brauchbarer Ausgangspunkt für die ersten Flüge gegeben sein.
Der Direktanteil beeinflusst nicht die maximale Drehrate! Sollte der Helikopter zu langsam drehen,
so überprüfen Sie die Einstellung des Taumelscheibenbegrenzers im Setupmenü unter Punkt L und
verändern Sie das Steuerverhalten im Parametermenü unter Punkt B oder in Ihrer Fernsteuerung.

7 .3 Heckdynamik (Drehregler 3)

Drehen Sie Drehregler 3 im Uhrzeigersinn um die Heckdynamik zu erhöhen. Drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Heckdynamik. Im Auslieferungszustand steht dieser in Mittenposition, wodurch für die meisten
Anwendungsfälle eine gute Abstimmung gewährleistet ist.
Bevor Sie die Heckdynamik anpassen stellen Sie bitte sicher, dass vorher die maximal mögliche Heckkreisel-
empfindlichekeit ermittelt und eingestellt wurde (siehe hierzu Abschnitt 7.4).
Eine Erhöhung der Heckdynamik sorgt für ein härteres Einrasten und aggressiveres Ansprechen des Hecks auf
Steuereingaben. Ist die Dynamik zu hoch, so zeigt sich dies durch ein kurzes Zurückpendeln des Hecks beim Ab-
stoppen. Ist die Heckdynamik zu niedrig, so wirkt das Heck etwas träge und auch das Stoppen wirkt zu weich.
Im Idealfall sollte das Heck sauber auf den Punkt stoppen, ohne dabei starke Geräusche zu machen.
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7 .4 Heckkreiselempfindlichkeit (über Fernsteuerung)
Wie bei einem herkömmlichen Heckkreisel lässt sich die Kreiselempfindlichkeit des Hecks über den Zusatzka-
nal an Ihrer Fernsteuerung einstellen. Dabei können Sie in eine Richtung den Normal-Modus auswählen und in
die andere Richtung den HeadingLock-Modus.
Die Farbe der Status LED zeigt Ihnen bei Betriebsbereitschaft des MICROBEAST an, welcher Modus gerade
aktiv ist .
Violett entspricht dem Normal-Modus. Im HeadingLock-Modus ist die Status LED blau, in Sonderfällen blau
blinkend. Zusätzlich zeigt das MICROBEAST nach einer Empfindlichkeitsverstellung sowie direkt nach der Initi-
alisierung anhand der Menü LEDs für ca. 10 Sekunden die momentane Höhe der Empfindlichkeit an. Hierdurch
bekommen Sie einen Anhaltswert wie hoch die eingestellte Empfindlichkeit tatsächlich ist, da die Prozentwer-
te je nach verwendeter Fernsteuerung variieren können. Ist die Empfindlichkeit in einem der beiden Modi
ausgeschaltet, wird dies durch die Menü LED neben A angezeigt. 100% Empfindlichkeit werden durch LED N
signalisiert. Dieser Wert kann je nach Sender variieren.
Für den Erstflug empfehlen wir mit einer Kreiselempfindlichkeit nicht höher als F oder G im HeadingLock-Modus
zu beginnen. Zum Erfliegen der optimalen Heckkreiselempfindlichkeit empfiehlt es sich, mit geringer Empfindlich-
keit zu beginnen und diese Schrittweise zu erhöhen: Anfangs wird sich das Steuergefühl des Hecks sehr schwammig
anfühlen und das Heck nicht sauber auf den Punkt abstoppen. Je höher die Empfindlichkeit ist, umso präziser wird
das Abstoppen und das Festhalten bei Drehmomentschwankungen. Ist die Empfindlichkeit zu hoch, wird das Heck
beim Abstoppen schnell nachpendeln oder sich im schnellen Vorwärts- oder Rückwärtsflug aufschwingen.
Ein Betrieb ohne den Empfindlichkeitskanal ist nicht möglich!

Normal-Modus

(Status LED: violett)
Kreiselempfindlichkeit
100%
Menü LED:
A
HeadingLock-Modus
(Status LED: blau)
0%
Abb. 32
100%
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