Installation
4.2.5
18
Hinweise zur EMV-gerechten Verdrahtung
• Schaltschrank oder Anlage funktions- und sachgerecht aufbauen
• Um Störungseinkopplung zu vermeiden, sind
a)
Netz-/Versorgungsleitungen,
b)
Motorleitungen von Frequenzumrichtern/Servostellern,
c)
Steuer und Datenleitungen (Niedervoltebene < 48 V), mit einem Ab-
stand von mindestens 15 cm zu verlegen.
• Um niederohmige HF-Verbindungen zu erhalten, müssen Erdungen und
Schirmungen sowie sonstige metallische Verbindungen (z. B. Montageplatte,
eingebaute Geräte) großflächig auf metallisch blanken Untergrund aufgelegt
werden. Erdungs- und Potentialausgleichsleitungen mit möglichst großem
Querschnitt (mind. 10 mm²) oder dicken Massebändern verwenden.
• Werden externe Funkentstörfilter eingesetzt, so sind diese mit max. 30 cm
Abstand zur Störquelle und mit sehr gutem, flächigem Kontakt zur Montage-
fläche einzubauen.
• Induktive Schaltglieder (Schütze, Relais usw.) immer mit Entstörgliedern wie
Varistoren, RC-Gliedern oder Schutzdioden versehen.
• Alle Verbindungen so kurz wie möglich halten und dicht am Bezugspotential
führen, denn frei schwebende Leitungen wirken wie Antennen.
• Sind die Verbindungsleitungen zwischen Funkentstörfilter und Kommutierungs-
drossel bzw. Kommutierungsdrossel und R4-S-Rückspeiseeinheit länger als
30 cm, sollten abgeschirmte Leitungen verwendet werden. Die maximale Länge
dieser Leitungen beträgt 1 m.
• Vermeiden Sie Reserveschleifen an allen Anschlußkabeln. Nicht belegte
Litzen beidseitig am Schutzleiter auflegen.
• Bei ungeschirmten Leitungen müssen Hin- und Rückleiter verdrillt werden,
um symetrische Störungen zu dämpfen.
Auf der nachfolgenden Seite finden Sie Beispiele zum Aufbau und zur Verdrahtung
eines EMV-gerechten Schaltschrankes.