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Art Der Signalspannung - Hameg Instruments Hm1005 Handbuch

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Inhaltsverzeichnis
Art der
Signalspannung
Mit
dem HM1005
konnen
praktisch
alle
sich
periodisch
wiederholende
Signalarten
oszilloskopiert
werden, deren
Frequenzspektrum
unter
100MHz
liegt.
Die Darstellung
einfacher
elektrischer
Vorgange, wie sinusfdrmige HF-
und
NF-Signale
oder netzfrequente
Brummspannungen,
ist in
jeder Hinsicht problemlos. Bei der
Aufzeichnung
rechteck-
Oder
impulsartiger
Signalspannungen
ist
zu beachten,
daB
auch deren Oberwellenanteile
ubertragen
werden mus-
sen. Die
Folgefrequenz
des
Signals
nnufS
deshalb
wesent-
lich
kleiner
sein
ais
die
obere Grenzfrequenz des
Vertikal-
verstarkers.
Eine
genauere Auswertung
solcher Signale mit
dem
HM
1
005
ist
deshalb nur
bis ca.
1
0
MHz
Folgefrequenz
mbglich. Schwieriger
ist
das
Oszilloskopieren
von
Signalge-
mischen, besonders dann,
wenn
darin
keine mit der Folge-
frequenz
standig
wiederkehrende hbheren Pegelwerte
ent-
halten
sind,
auf
die getriggert
werden
kann.
Dies
ist
z.B.
bei
Burst-Signalen der
Fall.
Um
auch dann
ein
gut
getriggertes
Bild
zu
erhalten,
ist
u.U.
dieZuhilfenahmedesZeit-Feinstel-
lers
und/oder der HOLD-OFF-Zeit-Einstellung
erforderlich.
Video-Signafe
sind mit
Hilfe
des
aktiven
TV-Sync.-Separa-
tors
(TV
SEP.-Schalter)
leicht
triggerbar.
Fur
den wahlweisen
Betrieb
als
Gleich-
oder
Wechselspan-
nungsverstarker
hat
der
Vertikaiverstarker-Eingang
einen
DC/AC-Schalter (DC
=
direct current;
AC =
alternating cur-
rent).
Mit
Gleichstromkopplung
DC
sollte
nur
bei
vorge-
schaltetem
Tastteiler
oder
bei
sehr
niedrigen
Frequenzen
gearbeitet
werden, oder
wenn
die
Erfassung
des
Gleich-
spannungsanteils der Signalspannung unbedingt
erforder-
lich
ist.
Bei
der
Aufzeichnung
sehr niederfrequenter Impulse kon-
nen
bei
AC-WechselstromkopplungdesVertikalverstarkers
storende
Dachschragen
auftreten
(AC-Grenzfrequenz
ca.
3,5
Hz
fur
-3dB).
In
diesem
Falle
ist,
wenn
die
Signalspan-
nung
nicht
mit
einem hohen
Gieichspannungspegel
uberla-
gert
ist,
die
DC-Kopplung
vorzuziehen. Andernfalls
muft
vor
den
Eingang
des
auf
DC-Kopplung
geschalteten
MeBver-
starkers
ein
entsprechend
grof^er
Kondensator
geschaltet
werden.
Dieser mufl eine
genugend
grofJe
Spannungsfe-
stigkeit
besitzen.
DC-Kopplung
ist
auch
fur die
Darstellung
von
Logik-
und
Impuls-Signalen zu
empfehlen, besonders
dann,
wenn
sich
dabei
das
Tastverhaltnis standig andert.
Andernfalls wird
sich
das
Bild
bei
jeder
Anderung
auf-
oder
abwarts
bewegen.
Reine Gleichspannungen
konnen
nur
mit
DC-Kopplung
gemessen
werden.
Gro^e
der
Signalspannung
In
der allgemeinen
Elektrotechnik bezieht
man
sich bei
Wechselspannungsangaben
in
der Regel
auf
den
Effektiv-
wert. Fur Signalgrofien
und Spannungsbezeichnungen
in
der
Oszilloskopie
wird jedoch der Vgs-Wert
(Volt-Spitze-
Spitze)
verwendet.
Letzterer entspricht
den
wirklichen
Potentialverhaltnissen
zwischen
dem
positivsten
und
nega-
tivsten
Punkt
einer
Spannung.
Will
man
eine auf
dem
Oszilloskopschirm aufgezeichnete
sinusformige
Grdf^e auf
ihren
Effektivwert
umrechnen,
mufJ der
sich
in
Vgs
ergebende Wert
durch
2 x
/~2
=
2,83
dividiert
werden.
Umgekehrt
ist
zu
beachten,
da(2>
in
Vgff
angegebene
sinusformige
Spannungen den
2,83fachen
Potentialunterschied
in
Vgs haben. Die
Beziehungen
der
verschiedenen
SpannungsgroBen
sind
aus
der nachfolgen-
den
Abbildung
ersichtlich.
Spannungswerte
an
einer
Sinuskurve
Veff
=
Effektivwert;
Vs
=
einfacher Spitzenwert;
Vss
=
Spitze-Spitze-Wert;
ymom =
Momentanwert
Die minimal
erforderliche
Signalspannungen
an
den
Y-Ein-
gangen von
CH
I
und
CH
II
fur ein
1
cm
hohes
Bild
betragt
ca.
1
mVss.
wenn
der
FeinstefhKnopf
am
auf
5
mV/cm
einge-
stellten
Eingangsteilerschalter
bis
zum
Anschlag nach
rechts
gedreht
und gezogen
ist.
Es
konnen
jedoch auch
noch
kleinere
Signale
dargestellt
werden.
Die Ablenkkoeffi-
zienten
am
Eingangsteiler sind
in
mVss/cm
oder Vss/cm
angegeben. Die Grofie der angeiegten
Spannung
ermit-
telt
man
durch
Multiplikation
des
eingesteUten Ablenk-
koeffizienten
mit der abgeiesenen
vertikalen
Biidhohe
in
cm. Wird
mit
Tastteiler 10:1 gearbeitet.
ist
nochmals
mit
10
zu
multipilizieren.
Fur
Ampiitudenmessungen
mufi
der
Feinsteiier
am
Eingangsteilerschalter
in
seiner
cali-
brierten
Stellung
CAL. stehen
(Pfeil
waagerecht nach
rechts zeigend).
Wird
der
Feinstellknopf
nach
links
gedreht,
verringert sich die
Empfindlichkeit
in
jeder
Teilerschalter-
stellung
mindestens
um
den
Faktor2,5.
So
kann
jeder Zwi-
schenwert
innerhalb
der
1-2-5
Abstufung
eingestellt
wer-
den. Bei
direktem Anschluft an
die
Eingange
CH
l/CH
II
sind
Signale
bis
lOOVgs
darstellbar (Teiierschalter
auf
5V/cm,
Feinsteiier
auf Linksanschlag).
Wird
der
Feinstellknopf
gezogen
(MAG
x5).
erhoht
sich die
Empfindlichkeit
in
jeder Teilerschalterstellung
um
den
Fak-
tor
5. In
derTeilerschalterstellung
5mV/cm
und
bei
Rechts-
anschlag
des
Feinstellknopfes
erhalt
man
dann
einen
Ablenkkoeffizienten
von
1
mV/cm.
Diese
Y-Dehnung
mit-
tels
des gezogenen
Feinstellknopfes
ist
nur
in
der
Stellung
5
mV/cm
sinnvoll
(vermehrtes Verstarkerrauschen,
redu-
zierte
Bandbreite,
erschwerte
Triggerung).
Der
Ablenkkoeffizient
von
CH
III
betragt
bei
Rechtsanschlag
des
Feinstellknopfes
VAR.
CH
III
(kalibriert)
50mVss/cm.
bei
Linksanschlag
(unkalibriert)
mindestens 250mVss/cm.
Anderungen
vorbehalten
M3
1005
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