Service-Kurzanleitung
Allgemeines
Die foigenden
Hinweise
sollen
dem
Elektronik-Techniker
helfen,
am HM1005
auftretende
Abweichungen
von den
Solldaten zu
korrigieren.
Dabei
werden anhand
des
Testpla-
nes
erkannte
Mangel besonders
berucksichtigt.
Ohne
genu-
gende
Fachkenntnisse
sollte
man
jedoch
keine
Eingriffe
im
Gerat
vornehmen.
Es istdann
besser,
den
schneil
und
preis-
wert
arbeitenden
HAMEG-Service
in
Abspruch
zu
nehmen.
Er
ist
so nah
wie*
Ihr
Telefon.
Unter der
Direktwahl-Nummer
069/6780520
erhalten Sie
auch
technische Auskunfte.
Wir
empfehlen, Reparatureinsendungen an
HAMEG
nur
im
Ori-
ginaikarton
vorzuhehmen
und
eine
Fehlerbeschreibung
mit-
zuliefern.
(Siehe
auch
„Garantie", Seite
M
2).
dffnen des Gerates
Lost
man
die
zwei Schrauben
am
Gehause-Ruckdeckel, kann
dieser
nach
hinten
abgezogen werden.
Vorher
ist
die
Netzka-
bel-Steckdose aus
dem
eingebauten
Kaltgeratestecker
her-
auszuziehen.
Halt
man
den Gehausemantel
test,
Ial2.t
sich
das Chassis
mit Frontdeckel
nach
vorn hinausschieben.
Beim
spateren
SchlieR>en
des
Gerates
ist
darauf zu achten,
da(?>
sich
der
Gehausemantel
an
alien
Seiten
richtig
unter
den
Rand des
Frontdeckels
schiebt.
Das
gleiche
gilt
auch
fur
das
Aufsetzen des Ruckdeckels.
Warnung
Beim
Offnen oder SchiieBen des Gehauses,
bei einer
Instandsetzung oder
bei
einem Austausch von
Teilen
muB
das Gerat von
alien
Spannungsquellen
getrennt
sein.
Wenn
danach
eine
Messung,
eine
Fehiersuche oder
ein
Abgleich
am
geoffneten Gerat unter
Spannung
unvermeidlich
ist,
so
darf
das nur durch
eine Fachkraft
geschehen,
die
mit den damit verbundenen Gefahren
vertraut
ist.
Bei
Eingriffen
in
den
HM1005
ist
zu
beachten,
daB
die
Gesamt-Beschleunigungsspannung
der
Bildrobre
ca.
14kV und
die
Spannung
der Endstufen
etwa
110
V
betragt.
Solche
Potentiate
befinden
sich
an
der Rohren-
fassung
sowie auf
der oberen, der
unteren,
der
direkt
neben
dem
Rohrenhals
und
der
hinter
der
Rohre
befind-
lichen
Leiterplatte.
Solche
Potentiate
sind
ferner
an den
Check^Leisten
auf der unteren
und
der hinteren
Leiter-
platte
vorhanden.
Sie sind lebensgefahrlich.
Daher
ist
groBte
Vorsicht
geboten. Ferner wird darauf hingewie-
sen,
daB
Kurzschliisse
an
verschiedenen
Stellen
des
Bildrohren-Hochspannungskreises
den
gleichzeitigen
Defekt
diverser Halbleiter
bewirken.
Aus
dem
gleichen
Grund
ist
das Zuschalten von Kondensatoren an
diesen
Stellen bei
eingeschaltetem Gerat sehr
gefahriich.
Kondensatoren
im
Gerat
konnen noch
geladen
sein,
selbst
wenn
das Gerat von
alien
Spannungsquellen
getrennt wurde.
Normalerweise
sind
die
Kondensatoren
6
Sekunden
nach
dem
Abschalten
entladen.
Da
aber
bei
defektem Gerat
eine
Belastungsunterbrechung
nicht
auszuschlieBen
ist,
sollten
nach
dem
Abschalten der
Reihe
nach
alleAnschlussederCheck-Leisten
1
Sekunde
tang
uber
Ikil
mit
Masse
(Chassis)
verbunden werden.
GroBte
Vorsicht
ist
mit
dem Umgang
der
Strahlrohre
geboten.
Der
Glaskolben
darf unter keinen
Umstanden
mit geharteten
Werkzeugen
beruhrt
oder
drtlicb
uber-
hitzt
(Ldtkolben!)
oder
unterkuhit
(Kaltespray!)
werden.
Wir empfehlen das Tragen
einer Schutzbrille (Implosi-
onsgefahr).
Betriebsspannungen
Auf3>er
den
beiden
Wechselspannungen
fur
Strahlrbhrenhei-
zung
(6,3V)
und
Rasterbeleuchtung
(12V)
bzw.
Netztrigge-
rung
werden
im
HM1005
acht
Betriebsgleichspannungen
erzeugt. Sie sind
alle
elektronisch
stabilisiert
(+12V,
+5V,
-12V, -5V, +55V, +110V,
-2000V
und -Fl2kV Nachbe-
schleunigungsspannung).
Bis
auf
die
+12V
sind
dieanderen
Betriebsspannungen
nicht
einstellbar.
Im
Falle
einer
gr6(2»e-
ren
Abweichung
als
±2
%
vom
Sollwert
mu6
ein
Defekt
vor-
liegen.
Fur
die
Korrektur
der
+12V
Betriebsspannung
befin-
det
sich
auf der XY-Leiterplatte
ein
T
rimmpotentiometer. Der
Me(?.punkt
fur
+12V
befindet
sich
an der Check-Leiste
auf
der
XY-Leiterplatte.
Minimale
Helligkeit
Fur
die Einstellung befindt sich
auf
der ruckwartigen
Leiter-
platte ein
Trimmpotentiometer
(siehe Abgleichplan).
Es
darf
nur mit
einem
gut
isolierten
Schraubenzieher betMigt wer-
den
(Vorsicht
Hochspannung). Nach
dem
Abgleich
istzu
kon-
trollieren,
ob
der
Strahl
auch
bei
gedruckter X-Y-Taste
ver-
dunkelt
werden
kann.
Richtig eingestellt,
mussen
die
im
Testplan
beschriebenen Forderungen
erfullt
sein.
Astigmatismus
Auf
der
hinteren
Leiterplatte
befindet
sich ein
Trimmpotentio-
meter, mit
dem
der
Astigmatismus bzw. das
Verhaltnis zwi-
schen
vertikaler
und
horizontaler
Scharfe
korrigiert
werden
kann
(siehe Abgleichplan).
Die
richtige
Einstellung
ist
auch
abhangig von der Y-Plattenspannung
(ca.
-I-35V).
Man
sollte
diese
daher
vorsichtshalber
vorher
kontroilieren.
Die
Astigma-
tismuskorrekturerfolgtam besten
mit
einem
hochfrequenten
Rechtecksignal
(z.B.
1
MHz). Dabei
werden
mit
dem FOCUS-
Knopf
zuerst
die
waagerechten
Rechtecklinien scharf einge-
stellt.
Dann
wird
am
Astigm.-Pot.
die
Scharfe der
senkrech-
ten
Linien
korrigiert.
In
dieser
Reihenfolge wird
die
Korrektur
mehrmals
wiederholt.
Der
Abgleich
ist
beendet,
wenn
sich
mit
dem
FOCUS-Knopf
allein
keine
Verbesserung
der
Scharfe
in
beiden
Richtungen
mehr
erzielen
la(3>t.
Die
letzte
Einstellung
muft
immeram
FOCUS-Einsteller
erfolgen.
Abgleich
Gemafl
vielen
Hinweisen
in
der Bedienungsanleitung,
in
den
Schaltplanen,
im Testplan
und
auf
dem
Abgleichplan
lassen
sich kleine
Korrekturen
und
Abgleicharbeiten
zwar ohne
wei-
tefes durchfuhren;
es
ist
aber
nicht
gerade
einfach,
einen
vollstandigen
Neuabgleich des
Oszilloskops
selbst vorzu-
nehmen.
Hierzu sind
Sachverstand,
Erfahrung, Einhaltung
einer
bestimmten
Reihenfolge
und mehrere
PrazisionsmeR>-
gerMe
mit Kabein
und Adaptern
erforderlich.
Deshalb
sollten
Potentiometer
und
Trimmer
im
Innern
des
Gerates nur
dann
verstellt
werden,
wenn
die
dadurch verursachte
Anderung
an der
richtigen Stelle
genau
gemessen
bzw.
beurteilt
wer-
den
kann,
namlich
in
der
passenden
Betriebsart,
mit optima-
ler
Schalter-
und
Potentiometer-Einstellung, mit
oder
ohne
Sinus-
Oder
Rechtecksignal
entsprechender
Frequenz,
Amplitude, Anstiegszeit
und
Tastverhaltnis.
Anderungen
vorbehalten
SI
1005