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Inbetriebnahme; Einleitende Massnahmen; Füllen Und Entleeren Der Anlage - Aermec Nrl R410A Handbuch

Kaltwassersätze, wärmepumpen mit scroll-verdichter
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Inhaltsverzeichnis
25. 1 .

EINLEITENDE MASSNAHMEN

ACHTUNG
Vor der Durchführung der nachstehend be-
schriebenen Kontrollen sicherstellen, dass
die Einheit vom Stromnetz getrennt ist .
Prüfen Sie, ob sich der Hauptschalter in der
Position OFF befindet, in dieser Position ar-
retiert ist und ob daran ein entsprechendes
Hinweisschild angebracht wurde. Vor der
Durchführung der Maßnahmen mit einem
Voltmeter oder einem Phasenanzeiger si-
cherstellen, dass keine Spannung vorhan-
den ist.
25. 1 . 1 . Kontrollen an der Elektrik
− Prüfen Sie, ob die Hauptstromver-
sorgungskabeln einen ausreichenden
Querschnitt haben, und somit in der
Lage sind die Leistungsaufnahme des
Gerätes insgesamt (siehe Elektrische
Daten) auszuhalten, und ob das Gerät
ordnungsgemäß geerdet wurde.
− Prüfen Sie, ob alle elektrischen Ver-
bindungen korrekt befestigt sind und
alle Kabelenden entsprechend festge-
macht wurden. Folgende Schritte sind
durchzuführen, wenn die Einheit nicht
mit Spannung versorgt ist.
− Die Einheit mit Spannung versorgen,
dazu den Hauptschalter auf ON dre-
hen. Das Display schaltet sich einige
Sekunden nach der Spannungszufuhr
ein; sicherstellen, dass der Betriebs-
status auf OFF steht (OFF BY KEYB im
unteren Displaybereich).
− Mit einem Testgerät prüfen, ob die Ver-
sorgungsspannung zu den Phasen RST
400V ±10% beträgt; außerdem sicher-
stellen, dass die Unsymmetrie zwischen
den Phasen nicht über 3% liegt.
− Prüfen Sie, ob die durch den Installa-
teur ausgeführten Anschlüsse den hier
angeführten Daten entsprechen.
− Sicherstellen, dass der Widerstand
bzw. die Widerstände des Verdichterge-
häuses funktionieren, dazu die Tempe-
raturerhöhung im Ölbehälter messen.
Der/Die Widerstand/Widerstände
müssen mindesten 24 Stunden vor dem
Verdichterstart eingeschaltet werden,
wobei die Temperatur des Ölbehälters
mindestens um 10- 15°C höher als die
Raumtemperatur sein muss.
ACHTUNG
− Die Einheit muss mindestens 24 Stun-
den vor ihrer Inbetriebnahme (oder
nach einem langen Betriebsstillstand)
mit Spannung versorgt werden, damit
die Kurbelwannenheizung der Verdich-
ter das eventuell im Öl vorhandene
Kältemittel verdampfen lassen können.
Die mangelnde Beachtung dieser Vor-
sichtsmaßnahme kann zu schweren
Schäden am Verdichter führen und
lässt die Garantie verfallen.

25. INBETRIEBNAHME

25. 1 .2. Kontrollen am Wasserkreis
− Prüfen Sie, ob alle Wasseranschlüsse
richtig ausgeführt und die Angaben auf
den Schildern eingehalten wurden.
− Prüfen Sie, ob die Hydraulikanlage
gefüllt wurde und unter Druck steht.
Prüfen Sie außerdem, dass keine Luft
darin vorhanden ist und lassen Sie sie
gegebenenfalls ab.
− Prüfen Sie, ob eventuelle Absperrventi-
le an der Anlage richtig geöffnet sind.
− Prüfen Sie, ob die Umwälzpumpe/n in Be-
trieb ist/sind und ob die Wasserförder-
menge ausreichend ist, um den Kontakt
des Strömungswächters zu schließen.
− Prüfen Sie die richtige Funktionsweise
des Strömungswächters. schließen Sie
dazu das Absperrventil am Ausgang
des Austauschers, am Display muss
die Störabschaltung erscheinen; da-
nach das Ventil wieder öffnen und die
Sperre aufheben.
25.2.
INBETRIEBNAHME
ACHTUNG
Es wird darauf hingewiesen, dass bei den
Geräten dieser Serie, wenn vom Aermec-
Kunden oder vom rechtmäßigen Eigentü-
mer gewünscht, die kostenlose Inbetrieb-
nahme durch den AERMEC-Kundendienst
des Gebiets vorgesehen ist (GILT NUR FÜR
ITALIENISCHES STAATSGEBIET).
Die Inbetriebnahme ist je nach Installati-
onszeiten der Anlage vorab zu vereinba-
ren. Vor dem Eingriff der Kundendienst-
stelle AERMEC müssen alle Arbeiten
(Strom- und Wasseranschlüsse, Befül-
lung und Entlüftung der Anlage) fertig-
gestellt sein.
Vor dem Ausführen der nachfolgend aufge-
führten Kontrollen ist mit den entsprechen-
den Instrumenten zu prüfen, ob das Gerät
vom Stromnetz getrennt ist.
25.2. 1 . Kontrollen am
Kältekreis
− Prüfen, ob irgendwo Kältemittel aus-
läuft; dies ist insbesondere an den
Druckanschlüssen der Manometer,
Druckgeber und Druckwächter zu
prüfen; (die Verbindungen können sich
während des Transports durch die
Schwingungen lockern).
− Nach einer kurzen Betriebszeit den
Ölstand im Verdichter prüfen und si-
cherstellen, dass im Schauglas der
Flüssigkeitsanzeige keine Luftblasen
vorhanden sind. Das Auftreten fortlau-
fender Bläschen bei Kältebetrieb kann
bedeuten, dass zu wenig Kältemittel
eingefüllt wurde oder dass das Ther-
mostatventil nicht korrekt geregelt ist.
Ein vorübergehendes Auftreten von
Dampf ist jedoch möglich.
25.2.2. Überhitzung
Prüfen Sie die Überhitzung und vergleichen
Sie die mit einem Thermostat an der Ver-
dichteransaugung abgelesene Temperatur
mit der am ND-Manometer angezeigten
Temperatur (dem Verdampfungsdruck ent-
sprechende Sättigungstemperatur).
Der Unterschied zwischen diesen beiden
Temperaturwerten gibt den Wert der Über-
hitzung an. Die optimalen Werte liegen zwi-
schen 4 und 8°C.
25.2.3. Unterkühlung
Prüfen Sie die Unterkühlung und vergleichen
Sie die mit einem Thermostat am Abfluss-
rohr vom Verdichter abgelesene Tempera-
tur mit der am HD-Manometer angezeigten
Temperatur (dem Verflüssigungsdruck ent-
sprechende Sättigungstemperatur).
Der Unterschied zwischen diesen beiden
Temperaturwerten gibt den Wert der Un-
terkühlung an. Die optimalen Werte liegen
zwischen 4 und 5°C bei Kältebetrieb und
zwischen 1°C und 3°C bei Heizbetrieb.
25.2.4. Vorlauftemperatur
Wenn die Werte für Unterkühlung und
Überhitzung richtig sind, muss die in der
druckseitigen Leitung gemessene Tempera-
tur am Ausgang des Verdichters 30/40°C
über der Kondensationstemperatur liegen.
25.3.
FÜLLEN / ENTLEEREN DER
ANLAGE
Während der Winterzeit kann das im Wär-
metauscher vorhandene Wasser bei einer
Abschaltung der Anlage gefrieren
was zu unwiderruflichen Schäden am Aus-
tauscher selbst, zur kompletten Entleerung
der Kältekreise und teils auch zur Beschädi-
gung der Verdichter führen kann.
Um das Gefrieren des Wassers zu vermei-
den, sind drei Lösungen möglich:
− Vollständiges Ablassen des Wassers
aus dem Wärmetauscher am Ende
der Saison und Füllen am Anfang der
darauf folgenden Saison über das Ent-
lüftungsventil am Pufferspeicher bei
den Ausführungen mit Pufferspeicher
und Pumpe.(Kapitel 23)
− Betrieb mit Wasser-Glykol-Mischung,
wobei der Glykol-Prozentanteil je nach
vorgesehener Mindest-Außentempera-
tur zu wählen ist. In diesem Fall sind die
verschiedenen Leistungen und Aufnah-
men der Kältevorrichtung, die Dimensio-
nierung der Pumpen und die Leistungen
der einzelnen Einheiten zu beachten.
− Verwendung der Heizwiderstände des
Austauschers (serienmäßig bei allen
Geräten). In diesem Fall müssen die Wi-
derstände die ganzen Winter über mit
Strom versorgt werden (Maschine auf
Stand-By).
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