7.3
Abb. 7.5: Steuerplatine von Sole/Wasser-Wärmepumpen
1)
ein = Verdichter läuft
7.3 Aktive Kühlung mit reversiblen Wärmepumpen
Die Kälteerzeugung erfolgt aktiv durch Prozessumkehr der Wär-
mepumpe. Über ein Vier-Wege-Umschaltventil erfolgt die Um-
schaltung des Kältekreislaufs vom Heiz- in den Kühlbetrieb.
HINWEIS
Bei der Umschaltung vom Heiz- in den Kühlbetrieb ist die Wärmepumpe
für 10 Minuten gesperrt, damit sich die unterschiedlichen Drücke des Käl-
temittelkreislaufs ausgleichen können.
7.4 Funktionsbeschreibungen
Die Wärmepumpen mit vereinfachter Regelung sind für einen
Heiz- und Kühlbetrieb mit Gebläsekonvektoren konzipiert wor-
den. Im Heizbetrieb ist eine Wärmeverteilung über Flächenhei-
zungen dann möglich, wenn die Temperaturspreizung des Fuß-
bodenheizungssystems
bekannt
Rücklaufsolltemperatur errechnet sich dann aus maximaler Vor-
lauftemperatur abzüglich der Temperaturspreizung der Fußbo-
denheizung.
Eine stille Kühlung über die Fußbodenheizung ist nicht möglich,
da hier zu geringe Vorlauftemperaturen zu einem Kondensataus-
fall führen können. Die vereinfachte Regelung der Wärmepum-
pen bietet keine Möglichkeit die Vorlauftemperaturen zu erfas-
sen bzw. zu begrenzen. Eine stille Kühlung ist nur unter
7.4.1
Betriebsart Heizen
Mit den Schalter (1) auf Stellung Ein (I) wird die Wärmepumpe in
Betrieb genommen. Durch den Schalter (3) wird die Betriebsart
Heizen (Zeichen) vorgewählt. Über den Drehknopf (4) wird die
gewünschte Rücklauftemperatur eingestellt. Die Skala um das
Drehrad beschreibt einen wählbaren Temperaturbereich zwi-
schen min. 10°C und max. 55°C. Die Wärmepumpe heizt so
lange bis die eingestellte Rücklauftemperatur erreicht ist und
schaltet sich dann selbständig aus. Fällt die Rücklauftemperatur
um 4 Kelvin unter die eingestellte Rücklauftemperatur, schaltet
sich die Wärmepumpe wieder selbständig ein.
Die Wärmepumpe schaltet sich ebenfalls ab, wenn das Hei-
zungswasser eine Vorlauftemperatur von ca. 58±2°C erreicht
oder die Lufteintrittstemperatur die untere Einsatzgrenze von -
20°C unterschreitet.
Nach einem Abschalten der Wärmepumpe ist eine Wiederauf-
nahme des Heizbetriebes erst nach einer Standzeit von 5 Minu-
ten möglich. Die Einhaltung dieses Zeitintervall wird durch die
Regelung der Wärmepumpe sichergestellt.
Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ist zusätzlich ein 2. Wärmeer-
zeuger in Form eines elektrischen Heizstabes integriert. Mit die-
48
ist.
Die
einzustellende
2)
ein = Soleumwälzpumpe läuft
3)
aus = Wärmepumpe im Betrieb "Heizen"
ein = Wärmepumpe im Betrieb "Kühlen"
4)
ein = Heizungsumwälzpumpe läuft
5)
nicht belegt
6)
ein = Anforderung Frostschutz, Wärmepumpe heizt
7)
ein = Wärmequelle ohne Störung
aus = Störung Wärmequelle, Niederdruckpressostat aktiv
8)
nicht belegt
9)
ein = Anforderung Warmwasser
10) nicht belegt
11) blinkt bei Betrieb
12) blinkt bei Störung
Die Anforderungen werden wie folgt bearbeitet:
Warmwasser vor
Kühlung
Während einer Warmwasserbereitung arbeitet die Wärmepumpe
wie im Heizbetrieb.
Bereitstellung von externen Regelungseinrichtungen zur Be-
grenzung der Vorlauftemperaturen im Kuhlbetrieb möglich.
Eine getrennte Wärmeverteilung im Heizbetrieb über die Flä-
chenheizung und im Kühlbetrieb über Gebläsekonvektoren ist
möglich. Ein Umschaltung der Wärmeverteilanlage zwischen
Fußbodenheizung und Gebläsekonvektoren je nach Betriebsart
muss durch eine externe Regelungseinrichtung realisiert wer-
den, da die vereinfachte Steuerung der Wärmepumpe hier keine
Möglichkeit bereit hält.
Die einzelnen Betriebsarten der Wärmepumpen und deren ver-
einfachter Regelung verhalten sich wie im Folgenden beschrie-
ben:
sem Heizstab lassen sich, je nach Beschaltung, Leistungen von
2, 4 oder 6 kW zur Heizungsunterstützung zuschalten. Der Heiz-
stab wird von der Steuerung der Wärmepumpe selbsttätig akti-
viert, wenn nach ca. 1 Stunde die eingestellte Rücklaufsolltem-
peratur
nicht
erreicht
Rücklauftemperatur mit der Wärmepumpe gemeinsam abge-
schaltet.
Ausnahme Raumtemperaturregelung
(nur LAK 10MR)
Abweichend von der Regelung der Rücklaufsolltemperatur der
Wärmepumpe, wird bei der Raumtemperaturregelung über den
Drehknopf (4) die gewünschte Raumtemperatur vorgewählt wer-
den. Die Anforderung erfolgt über ein Potentiometer und liegt im
Bereich zwischen min. 15°C und max. 25°C. Aus der Abwei-
chung der Raumtemperatur wird das benötigte Niveau für das
Heizwasser ermittelt. Bei Erreichen der eingestellten Raumtem-
peratur, wird die Wärmepumpe ausgeschaltet. Sinkt die Raum-
temperatur um 2 Kelvin unter den eingestellten Sollwert, wird die
Wärmepumpe wieder zugeschaltet.
wird
und
nach
Erreichen
der