EMV-Hinweise
2.4
EMV-Hinweise
Der COMBIVERT R6-S ist ein elektrisches Betriebsmittel zum Einsatz in industriellen und
gewerblichen Anlagen. Gemäß EMV-Richtlinie 2006/108/EG sind diese Geräte nicht kenn-
zeichnungspflichtig, da sie im Sinne der EMV-Richtlinie, Komponenten zur Weiterverarbei-
tung durch den kompetenten Maschinen- und Anlagenhersteller und nicht selbständig be-
treibbar sind. Der Nachweis zur Einhaltung der in der EMV-Richtlinie geforderten Schutzziele
muß vom Errichter / Betreiber einer Maschine / Anlage erbracht werden. Unter Verwendung
der von KEB ausgemessenen Funkstörspannungsfilter, sowie bei Beachtung der folgenden
Maßnahmen und Installationsrichtlinien, ist in der Regel die Einhaltung der vorgegebenen
Grenzwerte gegeben.
2.5
EMV-gerechte Verdrahtung
Der COMBIVERT R6 ist für einen Einsatz in der, nach EN 61800-3 definierten, zweiten Um-
gebung (Anlage mit einem eigenen Versorgungstransformator) vorgesehen. Bei dem Einsatz
in der ersten Umgebung (Wohn- und Gewerbebereich am öffentlichen Niederspannungs-
netz) sind weitere Filtermaßnahmen vorzusehen!
• Schaltschrank oder Anlage funktions- und sachgerecht aufbauen (siehe Kapitel „EMV-ge-
recher Schaltschrankeinbau")
• Um Störungseinkopplungen zu vermeiden, sind Versorgungsleitungen, Motorleitungen und
Steuer-/Datenleitungen (Niedervoltebene < 48 V) zu trennen und mit einem Abstand von
mindestens 15 cm zueinander zu verlegen.
• Um niederohmige HF-Verbindungen zu erhalten, müssen Erdungen und Schirmungen, so-
wie sonstige metallische Verbindungen (z.B. Montageplatte, eingebaute Geräte) großflä-
chig auf metallisch blanken Untergrund aufgelegt werden. Masseverbindungen mit mög-
lichst großer Oberfläche (Massebändern) herstellen.
• Abgeschirmtes Kabel nur mit Kupfer- oder verzinntem Kupfergeflecht verwenden, da Stahl-
geflecht im HF-Bereich ungeeignet ist. Der Schirm ist immer mit Schellen auf die Aus-
gleichsschienen zu verlegen oder mit Metallverschraubungen durch Gehäusewände zu
führen. Das Schirmende (Pigtails) nicht mit Einzeladern verlängern!
• Werden externe Funkentstörfilter eingesetzt, so sind diese mit max. 30 cm Abstand zur
Störquelle und mit sehr gutem, flächigem Kontakt zur Montagefläche einzubauen.
• Induktive Schaltglieder (Schütze, Relais usw.) immer mit Entstörgliedern wie Varistoren,
RC-Gliedern oder Schutzdioden versehen.
• Alle Verbindungen so kurz wie möglich halten und dicht am Bezugspotential führen, denn
frei schwebende Leitungen wirken wie Antennen.
• Vermeiden Sie Reserveschleifen an allen Anschlusskabeln. Nicht belegte Litzen einseitig
am Schutzleiter auflegen.
• Bei ungeschirmten Leitungen müssen Hin- und Rückleiter verdrillt werden, um symetrische
Störungen zu dämpfen.
• Das Kabel zur Phasensynchronisation zwischen Netzdrossel und COMBIVERT R6-S darf
eine Leitungslänge von 1 m nicht nicht überschreiten.
• Weitere Informationen finden Sie im Internet unter „www.keb.de".
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