Funktionsprinzip, Optionen, Technische Daten
2.1.2
Wirbelstrom Messverfahren
Das Wirbelstrom-Messverfahren wird für Messungen an Objekten aus elektrisch leitenden Werkstoffen verwendet, die ferromagneti-
sche und nichtferromagnetische Eigenschaften haben können.
Hochfrequenter Wechselstrom durchfließt eine in ein Sensorgehäuse eingegossene Spule. Das elektromagnetische Spulenfeld indu-
ziert im leitfähigen Messobjekt Wirbelströme, dadurch ändert sich der Wechselstromwiderstand der Spule.
Diese Impedanzänderung liefert ein elektrisches Signal, proportional zum Abstand des Messobjekts vom Sensor.
Ein Kompensationsverfahren reduziert temperaturabhängige Messfehler auf ein Minimum.
i
Wird das Material der Gegenelektrode gewechselt, muss das Messsystem neu abgeglichen werden.
2.1.3
Dickenbestimmung
Haupteinsatzgebiet des combiSENSORs ist die traversierende Dickenmessung von
- Kunststoff-Folien,
- die Dicke von Kunststoff-Beschichtungen auf Metallplatten oder
- Batterie-Folien.
Wird auf eine leitfähige Folie z. B. Batteriefolie gemessen, so ist bei der Dickenmessfunktion der Wert der Dielektrizitätskonstante auf
einen sehr hohen Wert (>100000) zu setzen.
Durch eine arithmetische Verknüpfung der beiden Sensorsignale werden mechanische Veränderungen, zum Beispiel thermische
Ausdehnungen, Durchbiegungen, Unrundheit der Messvorrichtung, kompensiert. Durch die Redundanz dieses kombinierten Sensor-
prinzips bleibt der gemessene Dickenwert unbeeinflusst von eventuellen Änderungen der Messmimik. Die Messobjektdicke D wird
aus den zwei Sensorsignalen berechnet.
combiSENSOR KSB6430 PROFINET
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