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MRC Compact Benutzerhandbuch Seite 27

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Nach dem Einschalten der Strahlregelung befinden sich die Kippspiegel in ihrer Stellmitte. Da die
Stellmitte typischerweise von der Sollposition abweicht, erhält man unmittelbar nach der Aktivierung
der Regelung eine große Regelamplitude, die zu dem beschriebenen Ausschlag führt. Im Normalfall,
wenn ein Laser ein dauerhaftes Regelsignal liefert, ist dies auch kein Problem, da dann auch eine
kontinuierliche Stabilisierung erfolgt. Bei den in Kapitel 7 aufgeführten Systemtypen kommt es aber zu
Zeiten ohne Regelsignal. Hier greift die S&H-Zusatzschaltung: Nach der Phase ohne Laserintensität wird
die Regelungsaktivität für den nächsten Pulszug ohne größere Auslenkung wieder aufgenommen. Dies
wird in den folgenden Abschnitten „Automatische Steuerung" und "Steuerung durch externen Trigger"
demonstriert. Ohne die S&H-Erweiterung wäre die Regelung wieder vom oberen Positionswert gestartet
und hätte wieder zu einem Ausschlag geführt.
Lediglich beim ersten Pulszug greift die S&H-Erweiterung noch nicht, da es zu diesem Zeitpunkt noch
keinen gültigen Positionswert für die Sollposition in den S&H-Elementen gibt. Im Anschluss werden die
Ansteuersignale für die Kippspiegel aber ständig gespeichert und zu dem Zeitpunkt unbegrenzt
eingefroren, zu dem die Laserintensität fehlt oder der Trigger „low" geschaltet wird. Dies gilt, solange
die Regelung an und aktiviert ist.
Automatische Steuerung
Die Betriebsart der automatischen Steuerung eignet sich vor allem für längere Schaltperioden des
Laserlichts oder längere Pulszüge aus Einzelpulsen.
In den Abbildungen 31 und 32 ist ein Beispiel mit Pulszügen eines Lasers mit 1 kHz Repetitionsrate
dargestellt. Die grüne Kurve ist wieder das Signal der Laserpulse und die violette Kurve das
Positionssignal. In Abbildung 31 ist der Laser ungeregelt und in Abbildung 32 mit der Automatik
geregelt. Hierbei wird die Kippspiegelposition in den Zeiträumen, in denen der Laser aus ist,
eingefroren, und mit jedem Signal auf dem Detektor wird die Position wieder aktualisiert.
Abbildung 31: Pulszüge ungeregelt
Abbildung 32: Pulszüge geregelt mit Automatik
Die Laserintensität sollte während des Regelbetriebs nicht durch Einführen eines strahlblockenden
Elements geschaltet werden. Prinzipbedingt würden die Detektoren die Position für den Zeitraum des
teilweise abgedeckten Strahls falsch bestimmen und damit die letzte geregelte Position verfälschen.
Anmerkung: Die Laserintensität sollte nicht über eine Abschattung des Laserstrahls geschaltet werden.
Dies kann zu Verfälschungen für die Halteposition der Kippspiegelsysteme führen.
Handbuch Compact Strahlstabilisierung
Version 13 – 15.02.2021
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