Die Sample & Hold (S&H) Zusatzschaltung hat Vorteile in den folgenden Anwendungsbereichen:
In allen Systemen, in denen der Laser während eines Prozesses mehrmals an- und ausgeschaltet
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werden muss, z.B. in Bearbeitungsmaschinen. Auch wenn das System aus seiner Grundjustage
herausgelaufen ist, wird die Strahlposition bei Wiederaufnahme des Regelbetriebs von der
letzten geregelten Position aus starten. Das Pendeln aus der Stellmitte zur Sollposition wird so
vermieden und eine potentielle Fehlbearbeitung des Werkstücks verhindert.
In Systemen mit sehr großem Abstand zwischen Kippspiegelsystemen und Detektoren. Hier
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besteht die Gefahr, dass sich die Justage durch Drifts so weit ändert, dass der Laserstrahl den
Detektor im ungeregelten Zustand nicht mehr trifft. Bei Deaktivierung der Strahlregelung, z.B.
durch zeitweises Ausschalten des Lasers, besteht dann die Gefahr, dass bei erneuter Aktivierung
der Regelung der Laserstrahl nicht mehr auf dem Detektor eingefangen werden kann.
In Systemen mit sehr niedriger Repetitionsrate der Laserpulse oder unregelmäßig auftretenden
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Einzelpulsen. Wenn die S&H-Schaltung der Strahlregelung für jeden einzelnen Puls getriggert
wird, nähert sich die Position des Laserstrahls mit jedem einzelnen Puls der Sollposition an.
Die Bezeichnung „ADDA" leitet sich von dem Aspekt ab, dass die Steuersignale der Aktuatoren
zunächst AD gewandelt werden, bevor sie digital gespeichert werden. Anschließend werden diese wieder
DA gewandelt und an die Verstärker der Aktuatoren ausgegeben.
7.1. Technische Eigenschaften
Sample & Hold Erweiterung
Speicherprinzip
Sampling-Frequenz
Haltezeit
Bedingung für automatische Triggerung Mindestzeitdauer für „Laser an" bzw. Pulszuglänge: > 100 ms
Trigger
Logik-Pegel
Steckertyp
Kabel (optional)
Minimale Trigger-Signallänge „high"
7.2. Betriebsarten
Automatische Steuerung der Sample & Hold Elemente
Die Strahlregelung mit S&H-Erweiterung besitzt eine automatische Erkennung für die Zustände „Laser-
An" oder „Laser-Aus". Dies erfolgt durch Abfrage der Intensität auf den Positionsdetektoren. Die
Automatik steuert die S&H-Elemente, um die Strahlposition bei vorhandener Laserintensität zu
speichern und bei fehlender Intensität die Position der Kippspiegelsysteme festzuhalten.
Für die automatische Steuerung ist es erforderlich, dass die Intervalle, in denen der Laser an ist, bzw. die
Länge der Pulszüge > 100 ms sind. Bei Benutzung der Automatik braucht der Anwender keine weiteren
Signale bereitstellen.
Externe Triggerung der Sample & Hold Elemente
Für einzelne Laserpulse oder Laser mit sehr kleiner Repetitionsrate, geschaltete cw-Laser oder Pulszüge
Handbuch Compact Strahlstabilisierung
Digitale Speicherung der Positionswerte
25 kHz
unbegrenzt
TTL, „high" für Laser an, „low" für Laser aus
2x LEMO 00, getrennt für Stage 1 und Stage 2
LEMO 00 → BNC für jede Regelstufe, Länge: 2m, 2 Stück
t
≥ 10 µs
min
Version 13 – 15.02.2021
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