Allgemeines
Indikationen
Kontraindikationen
Medizinische Grundlagen
Indikationen / Kontraindikationen
3. Medizinische Grundlagen
3.1. Indikationen / Kontraindikationen
Die reine Auswertung der Spirometrieergebnisse ohne Untersuchung des
Patienten ist für eine Interpretation des Gesundheitszustandes nicht ausrei-
chend. Es ist vielmehr notwendig, dass sowohl die Krankengeschichte des
Patienten, als auch andere, eventuell vom Arzt verordnete Untersuchungen,
berücksichtigt werden. Anmerkungen, Diagnosen und angemessene therapeu-
tische Behandlungen liegen in der Verantwortung des Arztes.
Eventuell vom Patienten beklagte Krankheitszeichen müssen vor der
Ausführung der Spirometrie in Betracht gezogen werden. Das medizinische
Personal, das den Test verordnet, ist angehalten, die physischen und
psychischen Fähigkeiten des Patienten einzuschätzen, um die Testtauglichkeit
zu beurteilen. Das medizinische Personal ist verpflichtet, bei der Auswertung
der gespeicherten Daten den Grad der Zusammenarbeit des Patienten für
jeden einzelnen Test einzuschätzen. Eine korrekte Ausführung der Spirometrie
setzt auch die bestmögliche Mitarbeit des Patienten voraus. Das Testergebnis
hängt sowohl von der Fähigkeit, das größtmögliche Luftvolumen einzuatmen,
als auch die Luft schnellstmöglich wieder komplett auszuatmen, ab. Sind diese
Bedingungen nicht erfüllt, sind die Spirometrieergebnisse nicht zuverlässig oder
nicht glaubwürdig. Die abschließende Bewertung des Tests liegt in der
Verantwortung des Arztes. Besondere Aufmerksamkeit ist im Fall von älteren
oder behinderten Menschen und Kindern erforderlich.
Die Spirometrie ist neben der Anamnese und der klinischen Untersuchung das
wichtigste Instrumentarium, um chronische Atemwegserkrankungen zu
erkennen und eine Differenzierung zwischen obstruktiven und restriktiven
Erkrankungen zu ermöglichen.
Indikationen:
Atemnot
Husten
Auswurf
Belastungsdyspnoe
Verdacht auf Erkrankungen der Bronchien, der Lunge, des Herzens, des
Thorax oder der Wirbelsäule.
Verlaufsbeobachtung bei bronchopulmonalen Erkrankungen.
Therapiekontrolle bei bronchopulmonalen Erkrankungen.
Präoperative Prüfung der Lungenfunktion zur Beurteilung des
Operationsrisikos.
Arbeitsmedizinische Überwachung bei bestimmten Berufen, z.B.
Staubexposition, Rettungswesen.
Das Gerät sollte nicht zum Einsatz kommen, wenn Anomalien oder Fehlfunk-
tionen vorliegen oder möglich erscheinen, durch welche die Testergebnisse
beeinflusst werden könnten.
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