Anhang. 8 Instabile Messwerte
Wenn der Messwert instabil ist, prüfen Sie Folgendes.
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Auswirkungen durch induzierte Störsignale
Von Netzkabeln, Leuchtstofflampen, elektromagnetischen Ventilen,
Computeranzeigen etc. werden starke Störsignale erzeugt. Folgende
Störsignalquellen beeinflussen Widerstandsmessungen:
1. Elektrostatische Kupplung durch eine Hochspannungsleitung
2. Elektromagnetische Kupplung durch eine Hochstromleitung
Bei diesen Störsignaltypen hilft das Abschirmen oder Wickeln von Kabeln beim
Reduzieren von Störsignalen.
Elektrostatische Kupplung durch eine Hochspannungsleitung
Von einer Hochspannungsleitung einfließender Strom wird durch die damit gekoppelte
elektrostatische Kapazität beeinflusst. Wenn beispielsweise eine gewerbliche
Stromversorgungsleitung mit 100 V und Widerstandsmessleitungen mit einer
Kapazität von 1 pF elektrostatisch gekoppelt werden, wird ein Strom von ca. 38 nA
induziert.
Ω
Wenn ein 1
-Widerstand bei 100 mA gemessen wird, liegen die Auswirkungen bei
nur 0,4 ppm und sind somit lediglich gering.
Ω
Wird jedoch 1M
bei 0,5 μA gemessen, liegt der Einfluss bei 8%. Dies zeigt, dass
elektrostatischer Kupplung durch eine Hochspannungsleitung bei der Ausführung von
Messungen hoher Widerstände mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Das
Schützen der Leitungen und des Messobjekts mit elektrostatischen Abschirmungen
schafft Abhilfe. (Abb. 1)
Abb. 1 Verwendung von elektrostatischen Abschirmungen
neben einer Hochspannungsleitung
V
I
π
=
=
2
⋅
60
⋅
1
pF
⋅
100
Z
R
X
A
V
=
38
nA
RMS
RMS
Leuchtstofflampe
Instabile Messwerte
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