Auswirkungen von thermischer elektromotorischer Kraft (Thermische EMK)
Wenn beispielsweise ein Messobjekt mit einem tatsächlichen Widerstand von 1m
mit einem Messstrom von 100 mA in einer Umgebung mit einer thermischen EMK
von 10 μV gemessen wird, zeigt das Instrument den folgenden Messwert an. Dieser
ist 10% höher als der tatsächliche Widerstand und stellt einen erheblichen Fehler dar.
1
m
Ω
×
100
mA
+
10
100mA
Die Nullspannung des Voltmeters ist außerdem sehr hoch und reicht von 1 µV bis
10 mV. Dadurch entsteht ein erheblicher Messfehler bei der Messung niedriger
Widerstände.
Zur Reduzierung der Auswirkungen thermischer EMK können die folgenden
Maßnahmen ergriffen werden:
1. Erhöhung der Erkennungsspannung durch Erhöhen des Messstroms
2. Verwendung des Nullabgleichs zum Aufheben der thermischen EMK
3. Ändern des Erkennungssignals auf AC
1
Erhöhung der Erkennungsspannung durch Erhöhen des Messstroms
Angenommen, im oben genannten Beispiel für thermische EMK wird der
Messstrom von 100 mA auf 1 A erhöht. Der Fehler wird auf 1% reduziert.
1
m
Ω
×
1
A
1A
Es muss jedoch unbedingt beachtet werden, dass die Leistung RI
wird.
2
Verwendung des Nullabgleichs zum Aufheben der thermischen EMK
Wenn Strom daran gehindert wird, am
Messobjekt R
X
wird das Voltmeter lediglich mit der
thermischen EMK V
jedoch die SOURCE-Anschlüsse geöffnet
werden, wird ein Stromfehler erkannt und
ein Messwert nicht angezeigt.
Daher kann die thermische EMK durch Kurzschließen der SOURCE-Leitungen
zum Blockieren des Stromflusses zu R
aufgehoben werden. (Abb. 3)
„3.3 Ablesen des Messwerts" (S. 39)
„Anhang. 7 Nullabgleich" (S. Anhang11)
µ
V
1,1m
=
Ω
+
10
µ
V
=
1,01m
Ω
angelegt zu werden,
versorgt. Wenn
EMK
I
R
M
X
Abb. 3 Verwendung des Nullabgleichs
zum Blockieren eines Stromflusses zu R
und Ausführen des Nullabgleichs
X
Ω
2
angewendet
V
EMK
V
EMK
V
X
Anhang9
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7
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9
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