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Siemens SIMATIC RTU3010C Betriebsanleitung Seite 193

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gespeichert. Die einzelnen Operanden werden als Variablen für die Kommunikation als
Datenpunkte abgebildet und adressiert. Die Datenpunkte werden eins-zu-eins im Leitsystem
verarbeitet.
Der Datenpunkt entspricht beim IEC-Protokoll dem Informationsobjekt.
Unten finden Sie eine Tabelle mit den Datentypen der Operanden und den zugeordneten
Datenpunkttypen.
Es gibt zwei Klassen von Datenpunkten:
● Statische Datenpunkte
Die Werte dieser Datenpunkte werden im Abbildspeicher der RTU gespeichert.
Ein neu eingelesener Wert einer Variable überschreibt den zuletzt gespeicherten Wert.
Die Werte werden nur nach Aufruf durch den Kommunikationspartner übertragen.
● Ereignisse
Werden entweder in chronologischer Reihenfolge im Sendepuffer gespeichert und dann
übertragen oder direkt nach einer Wertänderung mit Zeitstempel übertragen.
Speichern und Übertragen der Ereignisse
Die Werte von Ereignissen werden im Sendepuffer (Telegrammspeicher) gespeichert.
Beachten Sie die Gesamtgröße des Sendepuffers, siehe Kapitel Leistungsdaten (Seite 36).
Der Sendepuffer arbeitet chronologisch: Die ältesten Daten werden zuerst gesendet (FIFO-
Prinzip) und aus dem Sendepuffer gelöscht, wenn die Übertragung erfolgreich war.
Wenn Daten für längere Zeit nicht übertragen werden können und der Sendepuffer droht
überzulaufen, gilt das folgende Protokoll-abhängige Verhalten:
● Telecontrol Basic, ST7
Das Zwangsabbildspeicherverfahren
Bei Erreichen von 80 % Füllgrad des Sendepuffers schaltet die RTU in das
Zwangsabbildspeicherverfahren um. Neue Werte von Datenpunkten werden nicht mehr
zusätzlich gespeichert, sondern überschreiben ältere, bereits vorhandene Werte.
Bei wiederkehrender Verbindung mit dem Kommunikationspartner schaltet das Modul
wieder in das Sendepufferverfahren, sobald 50 % Füllgrad des Sendepuffers
unterschritten werden.
● DNP3 / IEC
Bei Erreichen von 100% Füllgrad des Sendepuffers werden keine weiteren Werte mehr
gespeichert, bis der Füllgrad wieder unter 100% sinkt.
Das Speichern der Werte wird durch projektierbare Bedingungen ausgelöst, siehe Abschnitt
"Trigger" unten.
Die Übertragung der Ereignisse an den Kommunikationspartner kann sofort (spontan) oder
nach Zwischenpufferung ausgelöst werden. Dies wird über den "Übertragungsmodus"
gesteuert, siehe unten.
RTU3010C
Betriebsanleitung, 07/2018, C79000-G8900-C480-02
Projektierung (WBM)
4.21 Telecontrol
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