Zerlegen/Inspektion und Wartung
Inspizieren Sie die Keilnuten der Kurbelwelle. Falls sie
verschlissen oder gekerbt sind, muss die Kurbelwelle
ersetzt werden. Inspizieren Sie den Kurbelzapfen auf Riefen
und Abblättern des Metalls. Leichte Riefen können Sie
mit einer ölgetränkten Polierleinwand glätten. Falls die in
den technischen Daten angegebenen Verschleißgrenzen
überschritten sind, muss die Kurbelwelle ersetzt werden.
Ausbau des Oil Sentry
-Schalters
™
1.
Entfernen Sie die Befestigungsmutter von Kabel und
Kabeltülle des Oil Sentry
2.
Ziehen Sie Kabel und Kabeltülle aus dem Kurbelgehäuse.
3.
Entfernen Sie die Befestigungsschrauben des Oil Sentry
Schwimmerschalters am Kurbelgehäuse. Entfernen Sie
den Schwimmerschalter.
Ausbau des Drehzahlreglers (nur mechanischer
Drehzahlregler)
CH260, CH270
HINWEIS: Markieren Sie beim Ausbau des Drehzahlreglers
die Ausrichtung aller Teile.
1.
Nehmen Sie die Freilaufnabe und Unterlegscheibe vom
Reglerrad ab.
2.
Treiben Sie die Reglerradwelle mit einem geeigneten
Durchschläger aus dem Kurbelgehäuse.
3.
Entfernen Sie den Federstift und die Unterlegscheibe von
der Reglerwelle.
4.
Nehmen Sie die Reglerwelle aus dem Kurbelgehäuse.
CH395
HINWEIS: Die Reglerradwelle ist in die Kurbelgehäusewand
eingepresst und sollte möglichst nicht ausgebaut
werden.
HINWEIS: Notieren Sie die Ausrichtung der Reglerrad-
Komponenten.
1.
Der Drehzahlregler ist in die Kurbelgehäusewand eingesetzt.
Ziehen Sie das Reglerrad zum Ausbau von der Welle ab.
2.
Entfernen Sie den Federstift und die Unterlegscheibe von
der Reglerwelle.
3.
Nehmen Sie die Reglerwelle aus dem Kurbelgehäuse.
CH440
HINWEIS: Hebeln Sie nicht an der Dichtfl äche der
Kurbelgehäusewand unter, das kann zu Schäden
und Undichtigkeit führen.
HINWEIS: Notieren Sie die Ausrichtung der Reglerrad-
Komponenten.
HINWEIS: Die Reglerradwelle ist in die Kurbelgehäusewand
eingepresst und sollte nur ausgebaut werden,
wenn sie beschädigt ist.
1.
Der Drehzahlregler ist in die Kurbelgehäusewand
eingesetzt. Um das Reglerrad auszubauen, hebeln Sie am
Zahnrad unter und nehmen es von der Welle ab.
2.
Falls die Reglerradwelle verbogen oder schadhaft ist,
ziehen Sie sie ohne Verkanten heraus.
3.
Entfernen Sie den Federstift und die Unterlegscheibe von
der Reglerwelle.
4.
Nehmen Sie die Reglerwelle aus dem Kurbelgehäuse.
Inspektion
Inspizieren Sie die Zähne des Reglerrads. Ersetzen Sie das
Reglerrad, falls es verschlissen oder eingekerbt ist oder Zähne
ausgebrochen sind. Inspizieren Sie die Fliehgewichte des
80
-Schalters im Kurbelgehäuse.
™
KohlerEngines.com
Drehzahlreglers. Sie müssen sich ungehindert im Reglerrad
bewegen.
Ausbau der Dichtungen und Lager von Kurbelgehäuse
und Kurbelgehäusewand
HINWEIS: Inspizieren Sie die Lager auf Verschleiß, indem Sie
den inneren Lagerlaufring durchdrehen und auf
Schadstellen und Risse prüfen. Vergewissern Sie
sich, dass sich der Lagerlaufring leichtgängig drehen
lässt und kein Spiel hat. Falls das Lager spielfrei und
leichtgängig läuft, muss es nicht ausgebaut werden.
Wenn Sie Schwergängigkeit, Klappern oder Spiel
feststellen, muss das Lager ersetzt werden.
™
1.
Nehmen Sie den Öldichtung aus dem Kurbelgehäuse.
2.
Drücken Sie das Kurbelwellenlager unter einer geeigneten
Werkstattpresse aus dem Kurbelgehäuse.
3.
Nehmen Sie die Öldichtung aus der Kurbelgehäusewand.
4.
Drücken Sie das Kurbelwellenlager unter einer geeigneten
Werkstattpresse aus der Kurbelgehäusewand.
Inspektion und Wartung des Kurbelgehäuses
Detailbild der Zylinderbohrung
HINWEIS: Für nachgearbeitete Zylinder sind 0,25 mm
(0.010 in.) Übermaßkolben erhältlich. Bohren Sie
den Zylinder zuerst auf einem Bohrwerk auf ein
geeignetes Übermaß auf und glätten Sie die
Zylinderwandung dann wie folgt durch Honen.
Prüfen Sie alle Dichtfl ächen und stellen Sie sicher, dass keine
Dichtungsreste vorhanden sind. Die Dichtfl ächen dürfen auch
keine tiefen Riefen oder Kerben aufweisen.
Untersuchen Sie die Zylinderbohrung auf Riefen. In schweren
Fällen kann unverbrannter Kraftstoff Reibverschleiß und
Riefen an der Zylinderwand verursachen. Er spült dabei das
zur Schmierung erforderliche Öl von Kolben und Zylinderwand
ab. Da der unverbrannte Kraftstoff an der Zylinderwand nach
unten sickert, haben die Kolbenringe direkten metallischen
Kontakt zur Zylinderwand. Riefen in der Zylinderwand
können auch durch heiße Stellen entstehen, die durch
zugesetzte Kühlrippen, eine ungenügende Schmierung oder
verschmutztes Schmieröl verursacht werden.
17 690 08 Rev. C