Für fäkalienhaltiges und fäkalienfreies abwasser zur freien aufstellung in frostgeschützten räumen (24 Seiten)
Inhaltszusammenfassung für Kessel Aqualift F
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ANLEITUNG FÜR EINBAU, BEDIENUNG UND WARTUNG KESSEL-Hebeanlage Aqualift F (230V) für fäkalienhaltiges und fäkalienfreies Abwasser zur freien Aufstellung in frostgeschützten Räumen Hebeanlage Aqualift (230 V) Produktvorteile Einfacher Anschluß über angeformte Stutzen Anbohrflächen für weitere Anschlüsse Vollautomatischer Betrieb Wartungsfreundlicher PE-Behälter...
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Sehr geehrter Kunde, wir freuen uns, daß Sie sich für ein Produkt von KESSEL entschieden haben. Die gesamte Anlage wurde vor Verlassen des Werkes einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Prüfen Sie bitte den- noch sofort, ob die Anlage vollständig und unbeschädigt bei Ihnen angeliefert wurde. Im Falle eines Transportschadens beachten Sie bitte die Anweisungen in Kapitel „Gewährleistungen“...
1. Sicherheitshinweise Allgemeine Sicherheitsvorkehrungen Bei Installation, Betrieb, Wartung oder Reparatur der Anlage sind die Unfallverhütungsvorschriften, die in Frage kommenden DIN- und VDE-Normen und Richtlinien sowie die Vorschriften der örtlichen Ener- gie- und Versorgungsunternehmen zu beachten. Die Anlagen dürfen nicht in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben werden. Gefahr durch elektrische Spannung Diese Anlage enthält elektrische Spannungen und steuert drehende, mechanische Anlagenteile.
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Sofern Anforderungen an die maximal zulässige Lautstärke gestellt wer- den, sind hierfür gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen bauseits vorzusehen. Eventuell kann auch das KESSEL-Set zur Schalldämmung ausreichend Abhilfe schaffen. Explosionsgefahr Das Innere des Behälters gilt nach EN 12050 als explosionsgefährdeter Raum, da durch biologische Faulprozesse brennbare Gase (Schwefelwasserstoff, Methangas) entstehen können.
2. Allgemeines 2.1 Einsatzbereich Die Hebeanlagen fördern die unterhalb der Kanal- und Rück- Die KESSEL-Hebeanlage Aqualift ® F ist zur freien Aufstel- stauebene anfallenden fäkalienhaltigen und fäkalienfreien lung in frostgeschützten Räumen vorgesehen. Das zugehö- Abwässer entsprechend den Vorschriften der DIN 1986 voll- rige Schaltgerät ist in einem überflutungssicheren, trockenen...
3. Technische Daten 3.2 Pumpe 230 V - 1,1 kW Nennleistung (P2) 1,1 kW Aufnahmeleistung (P1) 1,7 kW Betriebsspannung 230 V Nennfrequenz 50 Hz Nennstrom 7,3 A Anlaufstrom 18,5 A Betriebskondensator 40 µF; 400 V AC DB Absicherung 10 A träge Anschlußleitung 5 m Länge, 7 x 1,5 mm Förderguttemperatur...
3. Technische Daten 3.3 Schaltvolumen 3.4.3 Eingänge Das Schaltvolumen beträgt ca. 20 l bei der serienmäßigen Niveaueingänge „Ein“ und „Niveau“ Einstellung der Druckniveauschalter und der voreingestell- Versorgungsspannung jeweils 6 V DC, Schaltstrom jeweils ten Konfiguration des Schaltgerätes. 10 mA Temperaturschalter des Motors 3.4 Elektrisches Schaltgerät Versorgungsspannung 12 V DC, Schaltstrom ON = 9 mA,...
Die Anlage ist an entprechender Stelle im Raum waagrecht auszurichten und zweckmäßig auf schalldämmendem Mate- rial (als Zubehör bei KESSEL erhältlich) aufzustellen. Die Hebeanlage ist mit den mitgelieferten Winkeln, Schrauben und Dübeln fest mit dem Boden zu verbinden, um sie gegen Verschieben oder Verdrehen zu sichern.
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Zulauf-Anschluß II. Anschlüsse an den seitlich angeordneten Anbohrflächen (für Zulaufleitung oder Handmembran- pumpe) mittels Bohrung mit Sägeglocke*, Einfügen der passenden, eingefetteten Dichtung* sowie Einschieben eines passenden Kunststoffrohres (siehe Abb. E) Behälter-Hebeanlage Rohrdurchführungs-Dichtung Abb. C: Rohranschluß Behälter-Hebeanlage Abb. E * KESSEL-Zubehörteil...
ALARM-Niveau bei ca. 200 mm über der Unterkante des Behälters. Die Zulaufleitung ist mit einem Gefälle entsprechend DIN 1986 zur KESSEL-Hebeanlage zu verlegen und möglichst Wird für besondere Fälle ein anderes Schaltniveau benötigt, gerade zu führen. ist der Druckniveauschalter dementsprechend einzustellen.
5. Elektroanschluß Der Anschluß von Pumpe und Druckniveauschalter am 5.2 Montage des Schaltgeräts Schaltgerät wurde bereits werkseitig durchgeführt. Installieren Sie das mitgelieferte Schaltgerät in einem frost- Unabhängig davon sind die nachfolgenden Ausführungen in freien, trockenen, überflutungssicheren und gut belüfteten diesem Kapitel detailliert zu befolgen. Sofern Arbeiten be- Raum.
Hierfür ist folgendes unbedingt zu beachten: – Das Kabel darf an beliebiger Stelle abgeschnitten je- doch keinesfalls verlängert werden. Sonderlängen hierfür sind direkt bei KESSEL zu bestellen. – Das Kabel muß mit gleichmäßigem Gefälle vom Schaltgerät zur Hebeanlage verlegt werden.
5. Elektroanschluß Die einzelnen Anschlußarbeiten sind in der nachfolgenden Tabelle sowie im Anschlußplan auf der Seite 28 aufgeführt. Zu beachten sind dabei auch die jeweiligen Erläuterungen in Kapitel9, Elektrisches Schaltgerät (Lage der Bedienelemente, In- nenansicht des Schaltgerätes). EINZELANLAGE - Sicherheitshinweise beachten ! Auszuführende Arbeit Beschreibung Netzanschluß...
6. Inbetriebnahme 6.1 Allgemeine Hinweise 6.2 Druckabgangsstutzen Für die Inbetriebnahme von Hebeanlagen ist die DIN 1986, Die Druckabgangsstutzen der Hebeanlagen sind für jede Teil 31, zu beachten. Pumpe standardmäßig mit einer Rückschlagklappe mit An- lüftevorrichtung versehen. Die Anlüftevorrichtung muß ACHTUNG: immer in Betriebsstellung sein (siehe Abb.
6. Inbetriebnahme Wenn der Probelauf erfolglos war, wird Temperaturfehler an- 6.5 Handbetrieb gezeigt. Wenn ein anderer Fehler vorliegt, wird dieser eben- falls angezeigt. Die Anlage ist in beiden Fällen nicht be- Wenn die Anlage im Normalbetrieb ist, kann durch Drücken triebsbereit.
6. Inbetriebnahme • Die Pumpe wird wieder eingeschaltet (erster Wiederein- wäre nichts vorgefallen. Beim nächsten Überstrom sind schaltversuch). dann wieder bis zu drei Wiedereinschaltversuche möglich. • Das Schaltgerät überprüft, ob der Pumpenmotor einen Überstrom aufnimmt. • Erst nach dem dritten erfolglosen Wiedereinschaltversuch •...
6. Inbetriebnahme Um in die 1. bis 4. Einstellung zu gelangen: Für die 2. bis 4. Einstellung den Vorgang entsprechend oft • Die Tasten „Alarm“ und „Pumpe“ gemeinsam drücken. wiederholen. Es ertönt ein akustisches Signal. Es leuchtet die LED „Netz“ (1. Einstellung). Um die Einstellungen wieder zu verlassen: •...
7. Inspektion und Wartung Die Anlage ist monatlich vom Betreiber durch Beobachtung 7.2 Hinweise zur Anlüftevorrichtung eines Schaltspiels auf Betriebsfähigkeit und Dichtheit zu überprüfen. Mit der Anlüftevorrichtung kann die Druckleitung durch ma- nuelles Anheben der Rückschlagklappe der Hebeanlage ACHTUNG: komplett entleert werden. Dazu ist der Klappenöffner mit Bei allen Wartungsarbeiten Anlage vom Netz trennen ! einem Imbusschlüssel Größe 8 oder Gabelschlüssel Weite Sicherheitshinweise beachten !
7. Inspektion und Wartung 7.3 Hinweise zum elektrischen Schaltgerät Hinweis: Durch Lösen der Verschraubungen am unteren und obe- • Nach Wartungsarbeiten muß der Gehäusedeckel wieder ren Flansch des Klappengehäuses kann für Reinigungs- fachgerecht verschlossen werden. und Wartungszwecke das gesamte Klappengehäuse ab- •...
8. Warnungen, Fehler und Abstellmaßnahmen 8.2 Anzeige von Warnungen und Fehlern Anzeige Störungsursache Folge für den Prozeß Ursache nicht mehr Verschlüsselung für beim Auftreten vorhanden die Anzeige letzte Warnung / Fehler Warnung LED „Alarm“ blinkt Grenzlaufzeit über- LED „Alarm“ blinket LED’s „Netz“...
8. Warnungen, Fehler und Abstellmaßnahmen 8.3 Behebung von Warnungen und Fehlern Beschreibung, Auswirkungen auf Auswirkungen Abhilfemaßnahme/ Entstehungsursache den akustischen auf den poten- Störungsbeseitigung Alarm tialfreien Kontakt Warnungen Grenzlaufzeit (bei Die eingestellte Laufzeit wird eingeschaltet Relais bleibt • Zulauf überprüfen Niveausteuerung wurde überschritten (zu angezogen •...
• Fremdkörper in der Druckarmatur oder in der Druckleitung entfernen • Pumpen sind abgenutzt, Austausch vorneh- men lassen • Falsche Auslegung der Hebeanlage, Klärung über KESSEL-Kundendienst Falsche Motordrehrichtung Drehrichtung prüfen, bei falscher Drehrichtung Pumpe läuft rauh oder laut elektrischen Anschluß überprüfen Minderleistung durch Beschädi-...
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Beißender Geruch Anlage auf Schaltstörungen prüfen (vor allem Motorschutzschalter) Zu häufiges Ein- und Ausschalten der Anlage durch zu hohe Zulaufmengen, Klärung mit KESSEL-Kundendienst Schütze zu heiß durch Schalt- Anlage auf Schaltstörungen prüfen. störungen Anlage läuft zu oft, schaltet Zulaufmenge zu hoch durch...
8. Warnungen, Fehler und Abstellmaßnahmen 8.5 Unlogische Schalterstellungen der Niveauschalter Folgende Schaltfehler kann das Schaltgerät nicht erkennen: • Der Alarm-Niveau-Schalter schließt nicht: Das Schaltgerät überwacht bei den beiden Niveauschaltern Das Schaltgerät erliegt der Täuschung, daß das Alarm- Ein und Alarm Niveau nie überschritten wird.
Anschweißmutter 206-052 Gewinde-Einbettmutter 11. Gewährleistung 1. Ist eine Lieferung oder Leistung mangelhaft, so hat KESSEL Es wird nur für neu hergestellte Sachen eine Gewährleistung nach Ihrer Wahl den Mangel durch Nachbesserung zu beseiti- übernommen. gen oder eine mangelfreie Sache zu liefern. Schlägt die Nach- Die Gewährleistungsfrist beträgt 24 Monate ab Auslieferung an...
Maschinenrichtlinie 89/392/EWG vom 14.06.1989 und den Änderungsrichtlinien 91/368/EWG vom 20.06.1991, 93/44/EWG vom 19.07.1993 und 93/68/EWG vom 22.07.1993 , der Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG und der Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit 93/97/EWG vom 29.10.1993 Der Hersteller KESSEL GmbH, D-85101 Lenting erklärt, daß das Produkt KESSEL-Hebeanlage Aqualift ®...
Alles für die Entwässerung Unser Gesamtprogramm - Kompetente Systemlösungen aus einer Hand Rückstauverschlüsse, Reinigungsrohre Abscheideranlagen Abläufe aus Kunststoff und Gusseisen Schachtsysteme Leichtflüssigkeitssperren Anlagenbau, Sonderanfertigungen Hebeanlagen, Pumpen, Warn-/ Schaltgeräte Formstücke aus Kunststoff Regenwassernutzanlagen Edelstahlabläufe, Edelstahlrinnen KESSEL Alles für die Entwässerung...