R&S FSQ
4.6 Grundeinstellungen
In diesem Abschnitt werden alle allgemeinen Einstellungen sowie die Druck- und
Geräteeinstellungen detailliert beschrieben.
4.6.1
Einstellen von Grenzwert- und Anzeigelinien – Taste LINES
Grenzwertlinien (LIMIT LINES
oder spektrale Verteilungen zu markieren, die nicht unter- oder überschritten
werden dürfen. Sie kennzeichnen z. B. die Obergrenzen von Störaussendungen
oder
Nachrichtenübertragung im TDMA-Verfahren (z.B. GSM) müssen die Bursts eines
Zeitschlitzes einen vorgeschriebenen Pegelverlauf einhalten. Dieser ist durch einen
Toleranzschlauch vorgegeben. Der untere und der obere Grenzwert kann durch je
eine Grenzwertlinie vorgegeben werden. Der Pegelverlauf kann damit entweder
visuell oder durch automatische Prüfung auf Unter- bzw. Überschreitung (Go-/Nogo-
Test) kontrolliert werden.
Im R&S FSQ können Grenzwertlinien mit maximal 50 Stützpunkten definiert
werden. Von den im Gerät abgespeicherten Grenzwertlinien können 8 gleichzeitig
verwendet werden, wobei diese bei Split Screen Darstellung wahlweise in Screen A,
Screen B oder beiden Messfenstern eingeschaltet werden können. Die Anzahl der
im Gerät speicherbaren Grenzwertlinien ist lediglich durch die Kapazität der
verwendeten Harddisk begrenzt.
Für eine Grenzwertlinie sind folgende Eigenschaften anzugeben:
•
Der Name der Grenzwertlinie. Unter dem Namen wird die Grenzwertlinie
abgespeichert und ist in der Tabelle LIMIT LINES wieder auffindbar.
•
Der Bereich (Domain), in dem die Grenzwertlinie verwendet werden soll. Dabei
wird zwischen Zeitbereich (Span = 0 Hz) und Frequenzbereich (Span > 0 Hz)
unterschieden.
•
Der Bezug der Stützwerte zur X-Achse. Die Grenzwertlinie kann entweder für
absolute Frequenzen oder Zeiten spezifiziert werden oder für Frequenzen relativ
zur eingestellten Mittenfrequenz und Zeiten relativ zur Zeit an der linken
Diagrammgrenze.
•
Der Bezug der Stützwerte zur Y-Achse. Die Grenzwertlinie kann entweder für
absolute Pegel bzw. Spannungen, oder aber relativ zum eingestellten
Maximalpegel (Ref Lvl) gewählt werden. Die Position auf dem Bildschirm ist dabei
abhängig von der REF LEVEL POSITION.
•
Bei relativen Stützwerten bezüglich der Y-Achse kann zusätzlich eine absolute
Schwelle (THRESHOLD) eingegeben werden, die die relativen Grenzwerte nach
unten begrenzt.
•
Die Art der Grenzwertlinie, oberer oder unterer Grenzwert. Mit dieser Definition
und eingeschalteter Grenzwertüberprüfung (Tabelle LIMIT LINES, Spalte LIMIT
CHECK auf ON) überprüft der R&S FSQ die Einhaltung des Grenzwerts.
•
Die Einheit, bei der der Grenzwert verwendet werden soll. Bei Verwendung des
Grenzwerts muss diese Einheit mit der Einheit der Pegelachse des aktiven
Messfensters kompatibel sein (s.u.).
•
Die Messkurve (Trace), der die Grenzwertlinie zugeordnet ist. Damit weiß der
R&S FSQ bei gleichzeitiger Darstellung mehrerer Messkurven, mit welcher der
Grenzwert zu vergleichen ist.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
)
Nebenwellen,
die
für
werden verwendet, um am Bildschirm Pegelverläufe
ein
Messobjekt
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
zulässig
sind.
Bei
4.170
der