D-KAT Tonometer von KEELER
9. ALLGEMEINE INFORMATIONEN UND VORSCHLÄGE
BEZÜGLICH DER MESSUNG
WICHTIGER HINWEIS
Die Messung muss so schnell wie möglich an jedem Auge durchgeführt werden. Sollte eine Austrocknung
des Epithels beobachtet werden, empfehlen wir, die Sehschärfe und die Gesichtsfelder des Patienten zu
untersuchen.
Der Vorgang der Druckmessung kann mehrmals wiederholt werden. Nervöse oder ängstliche Patienten
haben während des ersten Messvorgangs oft einen höheren Augeninnendruck.
Es hat sich gezeigt, dass der Druck in den ersten Minuten der Prozedur abnimmt, wenn der Patient merkt,
dass die tonometrische Untersuchung nicht unangenehm ist. Korrekt anästhesiert und mit vollständig
geöffneten Augen wird die Patienten/der Patient überhaupt nichts spüren. Wir empfehlen daher, an jedem
Auge eine Vormessung durchzuführen, deren Ergebnisse nicht berücksichtigt werden müssen. Führen Sie
nach Abschluss des Vorverfahrens drei Messverfahren an jedem Auge durch. Diese Messungen werden
korrekt sein, wenn sich der Druck stabilisiert hat. Wenn die Messverfahren korrekt durchgeführt werden,
variieren die Ergebnisse der nachfolgenden Messungen nur um etwa 0,5 mmHg.
Wenn der Messvorgang für ein Auge übermäßig verlängert wird, kommt es zu
Austrocknungserscheinungen am Hornhautepithel beider Augen.
Es bildet sich ein Ring aus fluoreszierenden Ablagerungen um die Kontaktfläche der Hornhaut und um das
Messprisma am untersuchten Auge. Das andere Auge zeigt fluoreszierende trockene Bereiche, die einer
Landkarte ähneln, was die Messung behindert und unzuverlässig macht.
Das Auge erholt sich schnell von der Hornhauttrockenheit, ohne dass eine Behandlung erforderlich ist, die
Sehschärfe kann durch feine Epitheldefekte vorübergehend beeinträchtigt sein.
10. ASTIGMATISMUS
Wenn die Hornhaut kugelförmig ist, kann die Messung entlang eines beliebigen Meridians erfolgen, es ist
jedoch üblich, entlang des horizontalen 0°-Meridians zu messen. Dies ist nicht der Fall, wenn Messungen
an Augen mit einem Hornhautastigmatismus von mehr als 3 Dioptrien durchgeführt werden, da die
abgeflachten Bereiche nicht kreisförmig, sondern elliptisch sein werden.
Es wurde berechnet, dass bei stärkerem Hornhautastigmatismus eine Fläche von 7,354 mm
abgeflacht werden muss; in diesem Fall bildet das Messprisma einen Winkel von 43° zum Meridian des
maximalen Radius.
Beispielsweise:
Bei einem Hornhautastigmatismus von
6,5 mm/30°= 52,0 Dioptrien/30° und
8,5 mm/120° = 40,0 Dioptrien/
120° wird der 120°-Prismenwert
mit der 43°-Markierung „A" auf der
Prismahalterung ausgerichtet.
Bei einem Hornhautastigmatismus von
8,5 mm/30°= 40,0 Dioptrien/30° und
6,5 mm/120° = 52,0 Dioptrien/
DE
40
(ø 3,06 mm)
2
43°-Markierung
0°-Markierung