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Invacare® Action 1 R Manueller Rollstuhl Gebrauchsanweisung Dieses Handbuch MUSS dem Bediener des Produkts ausgehändigt werden. VOR der Verwendung dieses Produkts MUSS das Handbuch sorgfältig durchgelesen werden. Bewahren Sie es für den Fall auf, dass Sie später noch einmal darin nachschlagen möchten. ...
Alle Rechte vorbehalten. Die Weiterveröffentlichung, Vervielfältigung oder Änderung im Ganzen oder in Teilen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Invacare ist untersagt. Markenzeichen sind durch ™ und ® gekennzeichnet. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Marken Eigentum der Invacare International GmbH bzw. derer Tochtergesellschaften oder werden von diesen in Lizenz genutzt.
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7 Transport 7.1 Sicherheitsinformationen 7.2 Zusammenklappen und Auseinanderfalten des Rollstuhls 7.3 Anheben des Rollstuhls 7.4 Abbauen und Anbauen der Hinterräder 7.5 Transport eines besetzten Rollstuhls in einem Fahrzeug 7.5.1 Sichern des Rollstuhls und seines Benutzers 7.5.2 Sichern des Rollstuhls mit einem 4-Punkt- Rückhaltesystem 8 Instandhaltung 8.1 Sicherheitsinformationen 8.2 Instandhaltung 8.3 Reinigung und Desinfektion 8.3.1 Allgemeine Sicherheitsinformationen 8.3.2 Reinigungsintervalle 8.3.3 Reinigen 8.3.4 Desinfektion 9 Störungen beheben 9.1 Sicherheitsinformationen 9.2 Erkennen und Beheben von Mängeln 10 Nach der Verwendung 10.1 Lagerung 10.2 Wiederaufbereitung 10.3 Entsorgung 11 Technische Daten 11.1 Abmessungen und Gewicht 11.2 Reifen 11.3 Materialien 11.4 Umgebungsbedingungen...
Invacare®Action1 R Vergewissern Sie sich vor dem Lesen dieses Dokuments, dass Sie 1 Allgemeines die aktuelle Fassung haben. Die jeweils aktuelle Fassung können Sie als PDF-Datei von der Invacare-Website herunterladen. 1.1 Einführung Wenn die gedruckte Ausführung des Dokuments für Sie aufgrund der Schriftgröße schwer zu lesen ist, können Sie die entsprechende Dieses Benutzerhandbuch enthält wichtige Informationen zur PDF-Version von der Invacare-Website herunterladen. Sie können Handhabung des Produkts. Lesen Sie das Benutzerhandbuch das PDF-Dokument dann auf dem Bildschirm so anzeigen, dass die sorgfältig durch und befolgen Sie die Sicherheitsanweisungen, Schriftgröße für Sie angenehmer ist. damit eine sichere Verwendung des Produkts gewährleistet ist. Weitere Informationen zum Produkt, z. B. Informationen zu Verwenden Sie dieses Produkt erst, nachdem Sie dieses Handbuch Produktsicherheitshinweisen oder zu einem Produktrückruf, gelesen und verstanden haben. Wenden Sie sich außerdem an erhalten Sie von Ihrem Invacare-Vertriebshändler. Die qualifiziertes Pflegepersonal, das mit Ihrem gesundheitlichen entsprechenden Adressen finden Sie am Ende dieses Dokuments. Zustand vertraut ist, und klären Sie mit dem Pflegepersonal alle Fragen rund um die korrekte Verwendung und die erforderliche Bei einem ernsthaften Vorfall mit dem Produkt informieren Sie Anpassung. bitte den Hersteller und die zuständige Behörde in Ihrem Land. Beachten Sie, dass dieses Dokument Abschnitte enthalten kann, 1.2 Symbole in diesem Dokument die für Ihr Produkt nicht von Bedeutung sind, da dieses Dokument sämtliche zum Zeitpunkt der Drucklegung verfügbaren Modelle In diesem Dokument werden Symbole und Signalwörter abdeckt. Sofern nicht anders angegeben, bezieht sich jeder ...
1 Allgemeines WARNUNG 1.3 Garantieinformationen Weist auf eine gefährliche Situation hin, die bei Nichtbeachtung zu schweren Verletzungen oder zum Wir gewähren für das Produkt eine Herstellergarantie gemäß Tod führen kann. unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das entsprechende Land. VORSICHT Weist auf eine gefährliche Situation hin, die bei Garantieansprüche können nur über den Händler geltend gemacht Nichtbeachtung zu leichten Verletzungen führen kann. werden, von dem das Produkt bezogen wurde. HINWEIS 1.4 Konformität Weist auf eine gefährliche Situation hin, die bei Nichtbeachtung zu Sachschäden führen kann. Qualität ist für das Unternehmen entscheidend. Alle Abläufe sind Tipps und Empfehlungen nach den Anforderungen von ISO 13485 ausgerichtet. Dieses Nützliche Tipps, Empfehlungen und Informationen für Produkt trägt die CE-Kennzeichnung in Übereinstimmung mit der eine effiziente und reibungslose Verwendung. Richtlinie 2017/745 über Medizinprodukte, Klasse I. 1.2.1 Sonstige Symbole Dieses Produkt trägt die UKCA-Kennzeichnung in Übereinstimmung mit Part II UK MDR 2002 (in der geänderten (Gilt nicht für Handbücher) Fassung), Klasse I. Zuständige Person für das Vereinigte Königreich Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, die Umwelt durch unsere Weist darauf hin, wenn ein Produkt nicht im Unternehmenstätigkeit sowohl direkt vor Ort als auch weltweit Vereinigten Königreich hergestellt wurde. möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Invacare®Action1 R 1.4.1 Produktspezifische Normen Der Rollstuhl wurde gemäss EN 12183 geprüft. Dies beinhaltet auch die Prüfung bezüglich Entflammbarkeit. Weitere Informationen zu lokalen Normen und Vorschriften erhalten Sie bei Ihrem Invacare-Vertreter vor Ort. Die entsprechenden Adressen finden Sie am Ende dieses Dokuments. 1.5 Nutzungsdauer Die Nutzungsdauer dieses Produkts beträgt fünf Jahre, vorausgesetzt, es wird täglich und in Übereinstimmung mit den in dieser Gebrauchsanweisung aufgeführten Sicherheitshinweisen, Wartungsintervallen und korrekten Verfahrensweisen verwendet. Die tatsächliche Nutzungsdauer kann abhängig von Häufigkeit und Intensität der Verwendung variieren. 1.6 Haftungsbeschränkung Invacare übernimmt keine Haftung für Schäden aufgrund von: Nichteinhaltung der Gebrauchsanweisung falscher Verwendung normalem Verschleiß falscher Montage oder Einrichtung durch den Käufer oder einen Dritten technischen Änderungen unbefugten Änderungen bzw. Einsatz nicht geeigneter Ersatzteile 1642999-E...
— Eine weiter vorne angeordnete Hinterradachse Schutz des Rollstuhlinsassen und dessen Begleitperson sowie für geht mit einer verringerten Stabilität des Rollstuhls den sicheren und störungsfreien Umgang mit dem Rollstuhl. und einer erhöhten Gefahr des Kippens nach hinten einher, verbessert jedoch durch eine WARNUNG! bessere Greifposition des Greifrings und einen Gefahr von Unfällen und schweren Verletzungen Wenn der Rollstuhl nicht ordnungsgemäß eingestellt kleinen Wenderadius seine Manövrierbarkeit. — Umgekehrt ist der Rollstuhl stabiler und kippt ist, kann dies zu Unfällen mit schweren Verletzungen weniger leicht, wenn die Hinterradachse weiter führen. — Wenden Sie sich an Ihren Rollstuhlanbieter, damit nach hinten verlagert wird, was jedoch zu Lasten ein qualifizierter Techniker die erforderlichen der Manövrierbarkeit geht. — Je nach Vermögen des Insassen und seinem Anpassungen vornehmen kann. individuellen Sicherheitsempfinden kann die Verringerung der Stabilität durch den Anbau einer Invacare erwartet, dass der qualifizierte Techniker mit Anti-Kipp-Vorrichtung kompensiert werden. dem Produkt vertraut ist, über gute technische Kenntnisse verfügt, um die in diesem Handbuch beschriebenen Schritte der Anweisungen zu verstehen und zu befolgen, und dass er über die richtigen Werkzeuge verfügt. 1642999-E...
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Invacare®Action1 R WARNUNG! WARNUNG! Kippgefahr Gefahr aufgrund eines nicht an die Die Position der Hinterradachse und der Winkel der Umweltbedingungen angepassten Fahrstils Rückenlehne sind zwei zentrale Einstellmöglichkeiten, — Auf feuchtem oder nassem Untergrund, auf Kies die Ihre Stabilität beeinträchtigen können. und auf unebenem Terrain besteht Rutschgefahr. — Die Änderung der Position der Hinter-/Vorderräder — Passen Sie die Geschwindigkeit und den Fahrstil und/oder die Einstellung des Gabelwinkels darf nur stets den Gegebenheiten (Wetter, Untergrund, dann von einem qualifizierten Techniker individuelle Fertigkeiten usw.) an. vorgenommen werden, wenn dies von Ihrem Arzt angeraten wurde. WARNUNG! Verletzungsgefahr Eine Kollision kann zu Verletzungen an Körperteilen WARNUNG! führen, die über den Rollstuhl hinausragen (z. B. Füße Kippgefahr Wird eine zusätzliche Last (Rucksack o. Ä.) an die oder Hände). — Vermeiden Sie ungebremste Kollisionen.
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2 Sicherheit VORSICHT! VORSICHT! Gefahr von Verbrennungen Gefahr des Einklemmens von Körperteilen Die Bauteile des Rollstuhls können sich aufheizen, Es besteht immer die Gefahr, dass sich Körperteile, z. B. wenn sie externen Wärmequellen ausgesetzt werden. Finger oder Arme, in den beweglichen Teilen des — Setzen Sie den Rollstuhl vor Gebrauch keiner Rollstuhls einklemmen. starken Sonneneinstrahlung aus. — Seien Sie vorsichtig beim Aktivieren und — Prüfen Sie vor der Verwendung die Temperatur Deaktivieren der Mechanismen beweglicher Teile, aller Komponenten, die mit der Haut in Berührung wie z. B. der Steckachse des Hinterrads, der kommen. klappbaren Rückenlehne oder der Anti-Kipp- Vorrichtung. WARNUNG! Gefahr von Tod oder schweren Verletzungen VORSICHT! Im Falle von Bränden oder Rauchentwicklung sind Verletzungsgefahr Benutzer von Rollstühlen besonders der Gefahr von ...
Invacare®Action1 R VORSICHT! VORSICHT! Verletzungsgefahr Verletzungsgefahr Wird der Standard-Rollstuhl mit einem anderen Teile, die nicht in Original-Qualität vorliegen, oder Produkt kombiniert, so treffen die einzelnen falsche Teile können die Funktion und Sicherheit des Einschränkungen der beiden Produkte auf diese Produkts beeinträchtigen. — Für das verwendete Produkt ausschließlich Kombination zu. Z. B. das maximale Insassengewicht Originalteile verwenden. des Gerätes kann geringer sein. — Aufgrund regionaler Unterschiede finden Sie den — Verwenden Sie nur Kombinationen mit anderen Invacare-Katalog oder die Invacare-Website für Ihr Produkten, die von Invacare genehmigt sind. Land zurate, um sich über verfügbare Optionen zu Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem informieren, oder wenden Sie sich an Ihren autorisiertem Anbieter. — Lesen Sie vor Verwendung die Invacare-Anbieter. Die entsprechenden Adressen Gebrauchsanweisung jedes einzelnen Produkts, finden Sie am Ende dieses Dokuments. und machen Sie sich mit den Einschränkungen vertraut. 2.2 Sicherheitsvorrichtungen WARNUNG! Unfallgefahr Falsch eingestellte oder nicht mehr funktionierende Sicherheitsvorrichtungen (Bremsen, Anti-Kipp- Vorrichtung) können zu Unfällen führen.
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2 Sicherheit HINWEIS! — Bei Anzeichen für eine Ermüdung der Gefahren bei Verwendung eines Zuggeräts zur Rahmenstruktur des Rollstuhls müssen Sie die Unterstützung oder zum alleinigen Antrieb des Verwendung des Rollstuhls sofort einstellen und Rollstuhls einen qualifizierten Techniker kontaktieren. Aus Sicherheitsgründen ist die Bedienung nur durch solche Personen zulässig, die körperlich und geistig in Die Funktionen der Sicherheitsvorrichtungen sind in 3.1 Produktbeschreibung, seite 14 beschrieben. der Lage sind, den Rollstuhl mit dem am Rollstuhl angebrachten Zuggerät in allen möglichen Situationen (z. B. im Straßenverkehr) sicher zu bedienen und den Rollstuhl bei einem Ausfall oder dem Abschalten des Zuggeräts sicher abzubremsen und zum Halt zu bringen. Jede nicht dem Verwendungszweck entsprechende Verwendung birgt eine Verletzungsgefahr. Bei hoher Geschwindigkeit können Sie die Kontrolle über den Rollstuhl verlieren und umkippen. — Fahren Sie vorsichtig. — Passen Sie die Geschwindigkeit und den Fahrstil stets den Gegebenheiten (Wetter, Untergrund, ...
Invacare®Action1 R Konsultieren Sie die Gebrauchsanweisung 2.3 Schilder und Symbole auf dem Produkt Weist auf eine gefährliche Situation hin, die bei Typenschild Nichtbeachtung zu schweren Verletzungen oder zum Das Typenschild ist am Rahmen des Rollstuhls angebracht und Tod führen kann. enthält die folgenden Informationen: Warnetikett an nicht verriegelbaren Seitenteilen Den Rollstuhl nicht an den nicht verriegelbaren Seitenteilen anheben. Informationsetikett des Haltegurts Der Haltegurt hat die richtige Länge, wenn gerade noch eine flache Hand zwischen den Körper und den A Name und Adresse des Herstellers angelegten Gurt passt. B Maximale Belastung des Rollstuhls C Europäisches Konformitätszeichen Typenschild der mechanischen neigbaren Rückenlehne D Konformitätszeichen des Vereinigten Königreichs Drücken Sie vor dem Betätigen der Hebel (2) auf die E Konsultieren Sie die Gebrauchsanweisung Rückenlehnenrohre (1), um das automatisch ...
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2 Sicherheit Kennzeichnet die Sicherungspunkte, an denen beim Transport des besetzten Rollstuhls in einem Kraftfahrzeug die Gurte des Rückhaltesystems befestigt werden müssen. Dieses Symbol ist nur dann am Rollstuhl angebracht, wenn er mit der Transport-Kit- Option bestellt wurde. Symbol für einen Rollstuhl, der nicht als Sitz in einem Kraftfahrzeug vorgesehen ist. Dieser Rollstuhl ist nicht für den Personentransport in einem Kraftfahrzeug konfiguriert. Dieses Symbol ist am Rahmen in unmittelbarer Nähe des Typenschilds angebracht. WARNUNG! Gefahr schwerer, möglicherweise zum Tode führender Verletzungen Abhängig von der Konfiguration können manche Rollstühle als Sitz in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, während dies bei anderen nicht möglich ist. — Benutzen Sie den Rollstuhl nicht als Sitz in einem Kraftfahrzeug. 1642999-E...
Invacare®Action1 R Vorgesehener Benutzerkreis 3 Produktübersicht Der Rollstuhl ist für Personen ab 12 Jahren (Jugendliche und Erwachsene) bestimmt. Das Gewicht des Rollstuhlfahrers darf das 3.1 Produktbeschreibung im Abschnitt „Technische Daten“ und auf dem Typenschild angegebene maximale Benutzergewicht nicht überschreiten. Dies ist ein leichter Aktiv-Rollstuhl mit Querstreben- Faltmechanismus und wegschwenkbaren Beinstützen. Der vorgesehene Benutzer ist der Rollstuhlfahrer und/oder eine Begleitperson. Der Benutzer muss körperlich und geistig in der HINWEIS! Lage sein, den Rollstuhl sicher zu benutzen (antreiben, lenken, Der Rollstuhl wird individuell nach den Angaben in der bremsen usw.). Bestellung angefertigt und konfiguriert. Diese Spezifikationen müssen von einer medizinischen Indikationen Fachkraft/einem Arzt entsprechend den Bedürfnissen Relevante vollständige Beeinträchtigung der Mobilität durch und dem Gesundheitszustand des Benutzers festgelegt strukturelle und/oder funktionelle Schäden an den unteren werden. Extremitäten. — Wenden Sie sich an das medizinische Ausreichende Kraft und Greiffunktion der Arme und Hände, Fachpersonal, wenn Sie die Konfiguration des um den Rollstuhl anzutreiben. Rollstuhls anpassen möchten. — Anpassungen jeglicher Art müssen von einem Gegenanzeigen qualifizierten Techniker durchgeführt werden.
3 Produktübersicht Die tatsächliche Ausstattung Ihres Rollstuhls kann von der 3.3 Hauptkomponenten des Rollstuhls Darstellung abweichen, da jeder Rollstuhl individuell nach den Angaben in der Bestellung angefertigt wird. 3.4 Feststellbremsen Die Feststellbremsen dienen dazu, den Rollstuhl im Stand zu fixieren und ein Wegrollen zu verhindern. WARNUNG! Gefahr des Umkippens bei scharfem Bremsen Wenn Sie die Feststellbremsen während der Fahrt betätigen, können Sie die Fahrtrichtung möglicherweise nicht mehr kontrollieren, und der Rollstuhl kann unvermittelt zum Halt kommen. Dadurch kann es zu Zusammenstößen kommen, oder Sie könnten Schiebegriff hinausfallen. — Betätigen Sie die Feststellbremsen niemals Rückenlehne während der Fahrt. Hinterrad mit Greifring Feststellbremse WARNUNG! Gefahr durch Verlust der Kontrolle über den Rollstuhl Vorderradgabel mit Schwenkrolle —...
Invacare®Action1 R 1. Zum Betätigen der Bremse drücken Sie den Bremshebel mit WARNUNG! der Handfläche so weit wie möglich nach vorne. Gefahr des Umkippens 2. Zum Lösen der Bremse ziehen Sie den Bremshebel mit den — Die Feststellbremsen funktionieren nur dann unteren Fingern nach hinten. ordnungsgemäß, wenn ausreichend Luft in den Reifen ist. Stellen Sie sicher, dass der Reifendruck Der Hebel des Schiebegriffs kann nach hinten geklappt stimmt (siehe 11.2 Reifen, seite 61). werden, um das Umsetzen zu erleichtern. Ziehen Sie dazu den Hebel nach oben und klappen Sie ihn nach hinten. VORSICHT! Als Option ist eine Helferbremse (Trommelbremse Einklemm- oder Quetschgefahr verfügbar, mit der die Begleitperson den Rollstuhl Zwischen Hinterrad oder vorderer Armlehnenaufnahme abbremsen kann. Lesen Sie dazu Abschnitt 6.2 Bremsen und Feststellbremse kann ein schmaler Spalt während der Verwendung, seite32. vorhanden sein, bei dem die Gefahr besteht, sich die Finger einzuklemmen. 3.5 Rückenlehne —...
3 Produktübersicht 3.5.1 Starre Rückenlehne 3.5.3 Standardrückenlehnenbezug Starre Rückenlehnen benötigen keine Einstellung. Es gibt einen Standardrückenlehnenbezug für alle Rückenlehnenausführungen. Diese Bezüge sind nicht 3.5.2 Herunterklappbare Rückenlehne anpassbar. Um beim Transport des Rollstuhls Platz zu sparen, kann die WARNUNG! Rückenlehne heruntergeklappt werden. Kippgefahr Hängt der Standardrückenlehnenbezug durch, verschlechtert sich der Kipppunkt Ihres Rollstuhls. — Durchhängende Standardrückenlehnenbezüge müssen durch einen qualifizierten Techniker ausgetauscht werden. 3.6 Armlehnen WARNUNG! Verletzungsgefahr Die Seitenlehnen sind nicht verriegelt und können problemlos nach oben herausgezogen werden. Herunterklappen und Hochklappen der Rückenlehne — Heben Sie den Rollstuhl nicht an den Seitenlehnen 1. Ziehen Sie am Hebel A, und klappen Sie das Oberteil der an und verschieben Sie ihn nicht damit.
Invacare®Action1 R Abnehmen vorne VORSICHT! 1. Drücken Sie den Federstift A zur Armlehnenentriegelung an Einklemmgefahr der Vorderseite, und halten Sie ihn gedrückt. — Halten Sie die Finger beim Abnehmen, Anbringen 2. Nehmen Sie die Armlehne aus der Armlehnenaufnahme, oder Anpassen der Armlehne von beweglichen indem Sie sie gerade nach oben ziehen und zurückklappen. Teilen fern. Anpassen der Höhe 3.6.1 Klappbare und abnehmbare Armlehne 1. Drücken Sie die Armlehne nach unten, bis der vordere Entriegelungsknopf B in das dafür vorgesehene Loch in der Armlehnenaufnahme einrastet. 2. Stellen Sie sicher, dass der Knopf vollständig aus dem Loch in der Aufnahme hervorsteht. Abnehmen hinten 1. Drücken Sie den Federstift C zur Armlehnenentriegelung an der Rückseite, und halten Sie ihn gedrückt. 2. Entfernen Sie die Armlehne aus der Armlehnenhalterung, indem Sie die Armlehne gerade nach oben ziehen. Wegklappen Befestigung hinten 1. ...
3 Produktübersicht 3.7 Beinstützen 3.7.1 Wegschwenkbare Beinstützen WARNUNG! Verletzungsgefahr — Heben Sie den Rollstuhl niemals an den Aufhängungen der Fußauflage oder an den Beinstützen an. VORSICHT! Einklemmgefahr — Halten Sie die Finger beim Abnehmen, Anbringen Seitwärtsschwenken oder Anpassen der Armlehne von beweglichen 1. Betätigen Sie den Freigabehebel A, und schwenken Sie die Teilen fern. Beinstützen nach außen. HINWEIS! Vorwärtsschwenken 1. Schwenken Sie die Beinstütze nach vorne, bis sie einrastet. Gefahr der Beschädigung des Fußstützenmechanismus — Legen Sie keine schweren Gegenstände auf der Aushängen Beinstütze ab, und lassen Sie keine Kinder darauf 1. Betätigen Sie den Freigabehebel A. sitzen. 2. Ziehen Sie die Beinstütze nach oben. Einhängen 1. Hängen Sie die Beinstütze vorne am Rahmen ein, und schwenken Sie sie nach vorne, bis sie einrastet.
Invacare®Action1 R 1. Lösen Sie die Knebelschraube D, und ziehen Sie sie mit einer 3.7.2 Wegschwenkbare winkeleinstellbare Hand nach oben, während Sie die Beinstütze mit der anderen Hand unterstützen. Beinstützen 2. Stellen Sie die Beinstütze in eine der neun vorgegebenen Positionen, drücken Sie die Knebelschraube D nach unten in die gewünschte Position, und ziehen die Knebelschraube fest. Anpassung der Wadenplatte Die Wadenplatte E schwenkt bei Transfers zur Seite und verfügt über drei mögliche Tiefeneinstellungen. Tiefeneinstellung 1. Bringen Sie die Wadenplatte nach Lösen der Befestigungsschraube C auf die gewünschte Tiefe, und Seitwärtsschwenken ziehen Sie die Befestigungsschraube fest. 1. Betätigen Sie den Freigabehebel A, und schwenken Sie die Beinstützen nach außen. Invacare empfiehlt, die Tiefeneinstellung durch einen qualifizierten Techniker vornehmen zu lassen. Vorwärtsschwenken Fußplatteneinstellung 1. Schwenken Sie die Beinstütze nach vorne, bis sie einrastet. Zwei verschiedene Fußplatten stehen zur Verfügung. Aushängen Höhenverstellbare Fußplatten 1. ...
Höhen-, tiefen- und winkeleinstellbare Fußplatten WARNUNG! 1. Lösen Sie die Befestigungsschraube B mit einem 10- Gefahr des Umkippens mm-Schraubenschlüssel. Falsch eingestellte oder nicht mehr funktionierende 2. Stellen Sie die Fußplatte auf die gewünschte Tiefe und Anti-Kippstützen können zum Umkippen führen. Winkelposition ein, und ziehen Sie die Schraube F in der — Überprüfen Sie vor jeder Benutzung des Rollstuhls gewünschten Position fest (12 Nm). die Funktion der Anti-Kipp-Vorrichtung, und lassen Sie sie gegebenenfalls von einem qualifizierten Invacare empfiehlt, die Einstellung der Fußplatte durch einen Techniker nachjustieren. qualifizierten Techniker vornehmen zu lassen. — In bestimmten Konfigurationen kann die statische Um eine angemessene Positionierung des Fußes Stabilität des Rollstuhls bei unter 10° liegen; sicherzustellen, können an der Aufhängung der Invacare empfiehlt dringend die Verwendung der Beinstütze zwei Arten von Bändern – Fersenband Antikippräder (als Option verfügbar). (Standard) und/oder Wadenband (optional) – angebracht werden. Beide Bänder sind über einen Klettverschluss WARNUNG! oder eine Schiebeschnalle einstellbar. Gefahr des Umkippens Auf unebenem oder weichem Untergrund können die ...
Invacare®Action1 R WARNUNG! Gefahr des Umkippens — Informieren Sie stets den Benutzer, wenn Sie die Antikippräder deaktivieren. Einstellen der Höhe WARNUNG! Gefahr des Umkippens — Einstellungen der Anti-Kipp-Vorrichtung müssen Aktivieren der Anti-Kippstütze durch einen qualifizierten Techniker vorgenommen 1. Lösen Sie den Federknopf A, und drehen Sie das Antikipprad werden. nach unten, bis es einrastet. 2. Stellen Sie sicher, dass der Federknopf A auf ganzer Länge Diese Einstellung muss unter Berücksichtigung der aus dem Loch im Rahmen hervorsteht. Position und des Durchmessers des Hinterrads sowie des WARNUNG! Benutzerzustands und seines konkreten Kippgefahr Sicherheitsempfindens erfolgen. Beim Befahren einer Stufe oder Kante können die Stellen Sie sicher, dass die Anti-Kipp-Vorrichtung an aktivierten Antikippräder hängen bleiben. beiden Seiten korrekt angebracht ist (sofern vorhanden). — Deaktivieren Sie stets die Antikippräder, bevor Sie ...
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3 Produktübersicht VORSICHT! Gefahr von Instabilität Das Einlegen eines Kissens in den Sitz ändert die Sitzhöhe und kann die Stabilität in allen Richtungen beeinträchtigen. Ein Austausch des Kissens kann sich auf die Stabilität des Benutzers auswirken. — Ändert sich die Dicke des Kissens, muss durch einen qualifizierten Techniker eine vollständige Einrichtung des Rollstuhls erfolgen. — Wir empfehlen, stets ein Invacare oder Matrx Kissen mit rutschfester Unterseite zu verwenden, um ein Verrutschen zu vermeiden. Verwenden Sie ein Sitzkissen mit einer rutschfesten Unterseite oder mit Klettstreifen, damit das Kissen nicht verrutscht. Ein Schlaufenband für eine Klettverbindung ist bereits am Sitzbezug vormontiert. 1642999-E...
Invacare®Action1 R 2. Zum Lösen der Bremse ziehen oder drücken Sie den 4 Optionen Bremshebel B nach oben. 4.1 Transit-Ausführung Ausführliche Informationen zur Feststellbremse finden Sie im Abschnitt 3.4 Feststellbremsen, seite 15. Die Transit-Ausführung ist darauf ausgelegt, nur von der Kipphilfe Begleitperson bewegt zu werden. Um seitliche Transfers zu Mit der Kipphilfe C kann eine Begleitperson den Rollstuhl erleichtern und Platz zu sparen, ist der Rollstuhl mit Hinterrädern leichter kippen, um z. B. eine Stufe zu befahren. der Größe 305 mm (12″) ausgerüstet. Der Abstand zwischen Bremsbacke und Vollgummireifen WARNUNG! kann angepasst werden. Die Einstellung muss von einem Gefahr des Umkippens qualifizierten Techniker durchgeführt werden. Stellen Sie sicher, dass die Kipphilfe nicht über den Außendurchmesser des Hinterrads hinausragt. Die Feststellbremsen sind nur für die Begleitperson zugänglich; betätigen Sie die Hebel A zum Feststellen bzw. B zum Freigeben 1. Halten Sie den Rollstuhl an den Schiebegriffen fest. des Rollstuhls in der Parkposition. 2. Üben Sie mit dem Fuß Druck auf die Kipphilfe auf der rechten Seite C aus und halten Sie den Rollstuhl in der gekippten Position, bis Sie das Hindernis überwunden haben.
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4 Optionen Schließen und Öffnen des Haltegurts WARNUNG! Gefahr von schweren Verletzungen/Strangulation Bei einem losen Gurt kann der Benutzer nach unten rutschen, und es besteht die Gefahr der Strangulation. — Der Haltegurt muss von einem qualifizierten Techniker montiert und von einer medizinischen Fachkraft angepasst werden. — Es ist stets darauf zu achten, dass der Haltegurt eng am unteren Becken anliegt. — Bei jeder Verwendung des Haltegurts muss Für eine gleichmäßige Druckverteilung auf dem Sitz empfiehlt sich überprüft werden, ob er richtig passt. Eine ein geeignetes Kissen. Veränderung des Sitz- und/oder des Rückenlehnenwinkels, des Kissens oder sogar der 1. Zum Schließen schieben Sie die Zunge A in die Schnalle B. Bekleidung kann Einfluss auf den Sitz des Gurts 2. Zum Öffnen drücken Sie den mit PRESS beschrifteten Knopf haben. C und ziehen Sie die Zunge A aus der Schnalle B. Längeneinstellung Der Haltegurt hat die richtige Länge, wenn gerade noch eine flache Hand zwischen den Körper und den angelegten Gurt passt. 1642999-E...
Invacare®Action1 R 1. Kürzen oder verlängern Sie die Schlaufe D nach Bedarf. 4.3 Kipphilfe 2. Führen Sie die Schlaufe D durch die Zunge A und die Kunststoffschnalle E, bis die Schlaufe flach anliegt. Mit der Kipphilfe kann eine Begleitperson den Rollstuhl leichter 3. Achten Sie darauf, dass die Schlaufe D fest in der kippen, um z. B. eine Stufe zu befahren. Kunststoffschnalle E eingerastet ist. 4. Sichern Sie die Einstellung durch Einrasten des Gurtendes in WARNUNG! der Schnalle E. Gefahr des Umkippens — Stellen Sie sicher, dass die Kipphilfe nicht über den WARNUNG! Außendurchmesser des Hinterrads hinausragt. Gefahr des Herausgleitens und der Strangulation/Gefahr des Herausfallens — Nehmen Sie die Einstellungen auf beiden Seiten gleich vor, damit die Schnalle in einer mittigen Position verbleibt. — Achten Sie darauf, dass beide Gurtenden zweimal durch die Schnalle E geführt sind, um ein Lösen ...
4 Optionen VORSICHT! VORSICHT! Gefahr von Komfortverlust/kleineren Verletzungen Gefahr von Komfortverlust Stellen Sie beim Schieben des Rollstuhls sicher, dass die — Stellen Sie sicher, dass Sie den Bauch des Arme des Benutzers auf dem Tisch liegen. Wenn die Benutzers nicht einklemmen, wenn Sie die Tiefe für den Tisch einstellen. Ellbogen beim Schieben über den Tisch überstehen, kann es zu Komfortverlust oder kleineren Verletzungen kommen. 4.5 Standard-Rückenlehnenstrebe Tiefeneinstellung Die Rückenlehnenstrebe verbindet die beiden Schiebegriffe, verleiht der Rückenlehnenpolsterung Spannung und muss bei Ausführungen mit verstellbarer Rückenlehnenneigung stets eingebaut sein. VORSICHT! Gefahr einer unbequemen Sitzposition/kleinerer Druckstellen — Verwenden Sie die Rückenlehnenstrebe nicht zum Schieben des Rollstuhls. Die Rückenlehnenstrebe ist keine Schiebestange! — Heben Sie den Rollstuhl nicht an der Rückenlehnenstrebe hoch; sie könnte sich lösen und brechen.
Invacare®Action1 R Einklappen der Rückenlehnenstrebe Achten Sie bei jeder Benutzung des Rollstuhls darauf, dass die Rückenlehnenstrebe einwandfrei befestigt und eingerastet ist. Sie darf nicht lose herunterhängen (siehe Etikett C an der Rückenlehnenstrebe). 4.6 Infusionsständer 1. Lösen Sie die beiden Handschrauben A etwas, ziehen Sie die Rückenlehnenstrebe B nach oben, und drehen Sie sie dann WARNUNG! Kipprisiko/Verletzungsgefahr entlang der Rückenlehne nach unten (links oder rechts). — Maximale Belastung des Infusionsständers: 4 kg (2 2. Klappen Sie die Rückenlehnenstrebe B herunter, bis sie sich x 2 kg) in einer vertikalen Position befindet. Die Stange des Infusionsständers muss stets vertikal VORSICHT! Gefahr von Komfortverlust angebracht werden, also in einem 90 Grad-Winkel zum — Stellen Sie sicher, dass Sie den Bauch des Boden, unabhängig von der Position des Rollstuhls. Benutzers nicht einklemmen, wenn Sie die Tiefe für den Tisch einstellen. Ausklappen der Rückenlehnenstrebe 1. Klappen Sie die Rückenlehnenstrebe B hoch. 2. Richten Sie die Rückenlehnenstrebe B am Schiebegriff aus, ...
4 Optionen Höhen-/Winkelverstellung 4.8 Stockhalter 1. Lösen Sie den Hebel A. WARNUNG! Gefahr des Umkippens 2. Stellen Sie die gewünschte Höhe und/oder den Winkel des — Achten Sie darauf, dass der Stockhalter nicht Infusionsständers ein. über den Außendurchmesser des Hinterrads 3. Ziehen Sie den Hebel A fest an. hinausragt. 4.7 Passivbeleuchtung 1. Stecken Sie den Stock in die Halterung B. An den Hinterrädern können Reflektoren angebracht werden. 2. Sichern Sie den Stock oben an der Rückenlehne A. 4.9 Transitrollen Wenn Ihr Rollstuhl für bestimmte Einsätze zu breit ist (z. B. Bahn/Flugzeug, schmale Gänge, enge Türen), können die Transitrollen verwendet werden. 1642999-E...
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Invacare®Action1 R WARNUNG! Gefahr schwerer Unfälle Bei Verwendung der Transitrollen haben die Feststellbremsen keine Wirkung mehr, und Sie können Ihren Rollstuhl nicht mehr über die Greifringe steuern. Die Transitrollen werden als Option direkt am Hinterrahmen befestigt. WARNUNG! Kippgefahr seitwärts — Achten Sie darauf, dass auf beiden Seiten des Rollstuhls Antikippräder angebracht sind, sofern diese mit Transitrollen ausgestattet sind. Wechsel auf Transitrollen 1. Aktivieren Sie auf beiden Seiten die Antikippräder, mit Transitrollen sofern vorhanden, → 3.8 Anti-Kippstützen, seite 21. 2. Bauen Sie mit Unterstützung einer zweiten Person das Hinterrad aus → 7 .4 Abbauen und Anbauen der Hinterräder, seite 43 und senken Sie den Rollstuhl auf die Transitrolle ab. 3. Wiederholen Sie den Vorgang auf der anderen Seite. Wechsel von Transitrollen auf Hinterräder...
5 Inbetriebnahme 5 Inbetriebnahme 5.1 Sicherheitsinformationen VORSICHT! Verletzungsgefahr — Überprüfen Sie vor dem Gebrauch des Rollstuhls seinen allgemeinen Zustand und die wichtigsten Funktionen in 8.2 Instandhaltung, seite 50. Der Rollstuhl wird Ihnen von Ihrem Anbieter betriebsfertig bereitgestellt. Der Anbieter erklärt Ihnen die wichtigsten Funktionen und stellt sicher, dass der Rollstuhl an Ihre Bedürfnisse und Anforderungen angepasst ist. Einstellungen an der Achsstellung und an den Schwenkradhalterungen müssen von einem qualifizierten Techniker vorgenommen werden. Sollten Sie Ihren Rollstuhl eingeklappt erhalten, lesen Sie bitte Abschnitt 7.2 Zusammenklappen und Auseinanderfalten des Rollstuhls, seite 41. 5.2 Lieferkontrolle Etwaige Transportschäden müssen umgehend dem Transportunternehmen gemeldet werden. Bewahren Sie die Verpackung auf, bis das Transportunternehmen die Waren überprüft hat und eine Einigung erzielt wurde. 1642999-E...
Invacare®Action1 R Systeme zur Diebstahlsicherung and Metalldetektoren 6 Benutzung des Rollstuhls In seltenen Fällen können die im Rollstuhl verwendeten Materialien Alarmmeldungen von Systemen zur 6.1 Sicherheitsinformationen Diebstahlsicherung and Metalldetektoren auslösen. 6.2 Bremsen während der Verwendung WARNUNG! Unfallgefahr Während Sie in Bewegung sind, bremsen Sie, indem Sie mit den Ungleicher Reifendruck kann das Fahrverhalten stark Händen Kraft auf die Greifringe ausüben. beeinflussen. — Überprüfen Sie vor jeder Fahrt den Reifendruck. WARNUNG! Unfallgefahr WARNUNG! Wenn Sie die Feststellbremsen während der Fahrt Gefahr durch Herausfallen aus dem Rollstuhl betätigen, können Sie die Fahrtrichtung möglicherweise ...
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6 Benutzung des Rollstuhls Bremsen mit einem Helfer WARNUNG! Gefahr des Herausfallens aus dem Rollstuhl Mit einer Helferbremse (Trommelbremse) kann ein Helfer den Wird der Rollstuhl durch einen an den Schiebegriffen Rollstuhl abbremsen. Die Helferbremse kann auch als ziehenden Helfer plötzlich verlangsamt, könnte der Feststellbremse genutzt werden. Benutzer herausfallen. — Legen Sie immer den Haltegurt an (sofern vorhanden). — Stellen Sie sicher, dass Ihre Begleitperson für die Begleitung besetzter Rollstühle qualifiziert ist. — Bedienen Sie die beiden Bremsen gleichzeitig, und vermeiden Sie Strecken mit einer Neigung von mehr als 7°, damit sichergestellt ist, dass Sie jederzeit die volle Kontrolle über die Steuerung des Rollstuhls behalten. — Aktivieren Sie bei kurzen oder längeren 1. Ziehen Sie zum Bremsen den Bremshebel A am Schiebegriff. Unterbrechungen der Fahrt stets die 2. Ziehen Sie zum Parken fest am Bremshebel, und schieben Sie Feststellbremsen, um den Rollstuhl zu sichern.
Invacare®Action1 R VORSICHT! 6.3 Ein-und Aussteigen aus dem Rollstuhl Bei gelösten oder beschädigten Bremsen kann der Rollstuhl unkontrolliert wegrollen. WARNUNG! — Stützen Sie sich beim Ein- und Aussteigen nicht an Gefahr von Verbrennungen an den Händen den Bremsen ab. Beim Transfer besteht erhöhte Kippgefahr. — Steigen Sie nur dann ohne Unterstützung in den HINWEIS! bzw. aus dem Rollstuhl, wenn Sie körperlich dazu Der Radspritzschutz und die Armlehnen könnten in der Lage sind. beschädigt werden. — Positionieren Sie sich beim Transfer möglichst weit — Setzen Sie sich beim Besteigen bzw. Verlassen des hinten im Sitz. Dies verhindert eine Beschädigung Rollstuhls niemals auf den Radspritzschutz oder die der Polster und verringert die Gefahr, dass der Armlehnen. Rollstuhl nach vorne kippt. — Achten Sie darauf, dass beide Schwenkräder ...
6 Benutzung des Rollstuhls 4. Nehmen Sie die Beinstützen ab oder schwenken Sie sie nach Herausfinden des Kipppunkts außen. 5. Setzen Sie die Füße auf den Boden. 6. Ergreifen Sie den Rollstuhl und, sofern erforderlich, auch einen festen Gegenstand in unmittelbarer Nähe. 7. Vorsichtig aus dem Rollstuhl steigen. 6.4 Fahren und Lenken des Rollstuhls Sie fahren und lenken den Rollstuhl mithilfe der Greifringe. Bevor 1. Lösen Sie die Bremse. Sie den Rollstuhl ohne eine Begleitperson fahren können, müssen 2. Rollen Sie ein kurzes Stück rückwärts, ergreifen Sie beide Sie den Kipppunkt Ihres Rollstuhls herausfinden. Greifringe fest und führen Sie einen leichten Schub nach vorn WARNUNG! aus. Kippgefahr 3. Durch Gewichtsverlagerung und durch Lenkung in die Der Rollstuhl kann nach hinten umkippen. Gegenrichtungen mit den Greifringen können Sie den — Beim Herausfinden des Kipppunkts muss eine Kipppunkt herausfinden.
Invacare®Action1 R WARNUNG! 6.5 Überwinden von Stufen und Verletzungsgefahr für die Begleitperson und Gefahr Bordsteinkanten einer Beschädigung des Rollstuhls Das Kippen des Stuhls mit einem schweren Benutzer kann zu Rückenverletzungen der Begleitperson und WARNUNG! Beschädigungen des Stuhls führen. Gefahr des Umkippens — Stellen Sie sicher, dass Sie den Rollstuhl mit einem Beim Überwinden von Stufen besteht die Gefahr, das schweren Benutzer sicher steuern können, bevor Gleichgewicht zu verlieren und den Rollstuhl Sie versuchen, ihn zu kippen. umzukippen. — Fahren Sie stets langsam und vorsichtig auf Stufen Eine Stufe herabsteigen mit einer Begleitperson und Bordsteinkanten zu.
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6 Benutzung des Rollstuhls 3. Die Begleitperson sollte den Rollstuhl dann in dieser Position Eine Stufe herabsteigen ohne eine Begleitperson halten, ihn vorsichtig die Stufe hinabschieben, und ihn anschließend nach vorne kippen, bis die Vorderräder wieder Kontakt mit dem Boden haben. Eine Stufe hinauffahren mit einer Begleitperson WARNUNG! Gefahr schwerer Verletzungen Das häufigere Überwinden von Stufen und Bordsteinkarten als bei normaler Nutzung kann zu einem Ermüdungsbruch der Rollstuhlrückenlehne WARNUNG! führen und der Benutzer könnte aus dem Rollstuhl Kippgefahr fallen. Beim Herabfahren einer Stufe ohne Begleitperson — Stellen Sie sicher, dass der Rollstuhl vom Benutzer könnten Sie umkippen, wenn Sie keine Kontrolle über oder der Begleitperson kontrolliert werden kann, den Rollstuhl haben. bevor Sie ein Kippmanöver durchführen. — Lernen Sie zunächst, wie Sie eine Stufe mit Unterstützung durch eine Begleitperson ...
Invacare®Action1 R 2. Rollen Sie nun langsam mit beiden Hinterrädern über die Bordsteinkante. Halten Sie dabei die Greifringe mit beiden Händen fest, bis die Vorderräder wieder Kontakt mit dem Boden haben. 6.7 Befahren von Rampen und Neigungsstrecken 6.6 Treppensteigen WARNUNG! WARNUNG! Gefahr durch Verlust der Kontrolle über den Rollstuhl Gefahr des Umkippens Beim Befahren von Rampen und Neigungsstrecken Beim Überwinden von Treppen besteht die Gefahr, das kann der Rollstuhl nach vorne, nach hinten oder zur Gleichgewicht zu verlieren und den Rollstuhl Seite kippen. umzukippen. — Sorgen Sie dafür, dass Sie eine Begleitperson — Bei Treppen mit mehr als einer Stufe sollten immer ...
6 Benutzung des Rollstuhls 1. Lehnen Sie sich zurück, und lassen Sie die Greifringe Hochfahren von Steigungen vorsichtig durch die Hände gleiten. Sie sollten in der Lage Um eine Steigung hochzufahren, müssen Sie etwas Schwung sein, den Rollstuhl jederzeit durch Ergreifen der Greifringe nehmen, den Schwung aufrechterhalten und gleichzeitig die anzuhalten. Richtung einhalten. VORSICHT! Gefahr von Verbrennungen an den Händen Wenn Sie längere Zeit bremsen, entsteht an den Greifringen große Reibungshitze (speziell bei rutschfesten Greifringen). — Tragen Sie geeignete Handschuhe. 6.8 Stabilität und Gleichgewicht im Sitzen 1. Beugen Sie den Oberkörper vor, und treiben Sie den Rollstuhl Bestimmte Aktivitäten und Aktionen des Alltags erfordern, dass Sie mit schnellen, kräftigen Stößen an beiden Greifringen an. sich nach vorne, seitlich oder nach hinten aus dem Rollstuhl lehnen. Dies hat große Auswirkungen auf die Stabilität des Herabfahren von Steigungen Rollstuhls. Verfahren Sie wie folgt, um jederzeit das Gleichgewicht ...
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Invacare®Action1 R Lehnen nach vorne Greifen nach hinten WARNUNG! WARNUNG! Sturzgefahr Sturzgefahr Wenn Sie sich nach vorne aus dem Rollstuhl lehnen, Wenn Sie sich zu weit nach hinten lehnen, können Sie können Sie aus diesem herausfallen. den Rollstuhl umkippen. — Beugen Sie sich niemals zu weit nach vorne, und — Lehnen Sie sich nicht über die Rückenlehne hinaus schieben Sie sich niemals im Sitz nach vorne, um zurück. — Verwenden Sie eine Anti-Kipp-Vorrichtung. an ein Objekt zu gelangen. — Beugen Sie sich niemals zwischen Ihren Knien nach vorne, um etwas vom Boden aufzuheben. 1. Richten Sie die Vorderräder nach vorne aus. (Bewegen Sie hierzu den Rollstuhl leicht nach vorne und dann wieder zurück.) 1. Richten Sie die Vorderräder nach vorne aus. (Bewegen Sie 2. Stellen Sie die Feststellbremsen nicht fest. hierzu den Rollstuhl leicht nach vorne und dann wieder 3. Greifen Sie beim Greifen nach hinten nicht so weit zurück, zurück.) dass Sie Ihre Sitzposition ändern müssen.
7 Transport 7 Transport 7.2 Zusammenklappen und Auseinanderfalten des Rollstuhls 7.1 Sicherheitsinformationen Zusammenklappen des Rollstuhls WARNUNG! Es besteht Verletzungsgefahr, wenn der Rollstuhl nicht ordnungsgemäß gesichert wird. Herumfliegende Rollstuhlteile können bei einem Unfall, einer Notbremsung usw. schwere Verletzungen verursachen. — Beim Transportieren des Rollstuhls immer die Hinterräder abnehmen. — Alle Komponenten des Rollstuhls sicher im Fahrzeug befestigen, um zu verhindern, dass sich Teile während des Transports lösen. — Bei einem Transport des unbesetzten Rollstuhls in 1. Entfernen Sie – sofern vorhanden – das Sitzkissen. einem Fahrzeug oder einem Flugzeug ist darauf zu ...
Invacare®Action1 R Auseinanderfalten des Rollstuhls 4. Setzen Sie den Rollstuhl wieder vollständig auf den Boden auf, und überprüfen Sie, ob sich die Sitzkanten auf beiden Seiten in den Führungskomponenten befinden. 5. Klappen Sie die Fußplatten herunter. 6. Klappen Sie die Rückenlehnenstrebe auf, falls vorhanden. 7.3 Anheben des Rollstuhls HINWEIS! Gefahr des Umkippens — Heben Sie den Rollstuhl niemals an den abnehmbaren Teilen (Armlehnen, Fußauflagen) an. — Stellen Sie sicher, dass die Rückenlehnenstangen sicher befestigt sind. HINWEIS! — Ziehen Sie zum Auseinanderklappen des Rollstuhls erst an der Rückenlehnenstrebe, wenn Sie die Rückenlehne zuvor mithilfe der Schnur entriegelt haben. — Überprüfen Sie, ob die Rückenlehne vollständig am Rahmen eingerastet ist, bevor Sie den Rollstuhl benutzen. 1. Stellen Sie den Rollstuhl neben sich. 2. Kippen Sie den Rollstuhl, falls möglich, behutsam zu sich ...
7 Transport 1. Klappen Sie den Rollstuhl zusammen (siehe Kapitel 7.2 Abbauen der Hinterräder 1. Lösen Sie die Bremsen. Zusammenklappen und Auseinanderfalten des Rollstuhls, seite 41). 2. Halten Sie den Rollstuhl mit einer Hand in aufrechter Position. 2. Heben Sie den Rollstuhl immer an den mit A 3. Fassen Sie mit der anderen Hand das Rad durch den äußeren gekennzeichneten Punkten am Rahmen an. Speichenkranz um die Radnabe. 4. Drücken Sie mit dem Daumen auf den Steckachsen-Knopf A. 7.4 Abbauen und Anbauen der Hinterräder Halten Sie ihn gedrückt und ziehen Sie das Rad aus der Spannhülse B. WARNUNG! Anbauen der Hinterräder Gefahr des Umkippens 1.
Invacare®Action1 R WARNUNG! 7.5 Transport eines besetzten Rollstuhls in Wenn ein Transfer des Rollstuhlbenutzers auf einen einem Fahrzeug Fahrzeugsitz aus welchem Grund auch immer nicht möglich ist, kann der Rollstuhl als Sitz im Fahrzeug Auch bei ordnungsgemäßer Sicherung des Rollstuhls und verwendet werden, sofern die folgenden Verfahren Einhaltung der folgenden Richtlinien besteht Verletzungsgefahr für und Richtlinien eingehalten werden. die Fahrzeuginsassen, wenn es zu einer Kollision oder einem — Die Konfiguration des Rollstuhls ist mit der plötzlichen Halt kommt. Daher empfiehlt Invacare dringend, den Verwendung als Sitz in einem Kraftfahrzeug Rollstuhlbenutzer auf den Fahrzeugsitz umzusetzen und ihm das 3- kompatibel (mit Etiketten gekennzeichnete Punkt-Personenrückhaltesystem anzulegen. Der Rollstuhl Befestigungspunkte). (Konstruktion, Rahmen oder Teile) darf ohne schriftliche — Der Rollstuhl muss im Fahrzeug mit einem 4-Punkt- Genehmigung von Invacare Corporation weder modifiziert noch Rückhaltesystem gesichert werden. — Der Benutzer muss mit einem am Fahrzeug dürfen Teile davon ausgetauscht werden. Der Rollstuhl wurde befestigten 3-Punkt-Personenrückhaltesystem erfolgreich auf Einhaltung der Anforderungen der ISO 7176-19 gesichert werden. (Frontalaufprall) geprüft. WARNUNG! WARNUNG! Gefahr schwerer, möglicherweise zum Tode führender...
— Wenden Sie sich vor der Fahrt an das — Stellen Sie sicher, dass alle lösbaren und Beförderungsunternehmen und fordern Sie abnehmbaren Komponenten und Optionen vom Informationen zur Verfügbarkeit der nachstehend Rollstuhl abgenommen und sicher im Fahrzeug genannten erforderlichen Ausrüstung an. verstaut werden. — Nach einem Unfall, einer Kollision o. Ä. muss der HINWEIS! Rollstuhl unbedingt von einem qualifizierten — Lesen Sie die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Techniker inspiziert werden. Rückhaltesystems durch. — Die folgenden Abbildungen können je nach Daher empfiehlt Invacare dringend, den Rollstuhlbenutzer verwendetem Rückhaltesystem eine etwas davon auf den Fahrzeugsitz umzusetzen und ihm den Haltegurt abweichende Ansicht zeigen. anzulegen. Die gewählte Rollstuhl-Konfiguration (Sitzbreite und - WARNUNG! tiefer, Radstand) beeinflussen die Manövrierbarkeit und — Stellen Sie sicher, dass die Sicherungspunkte am den Zugang zu Kraftfahrzeugen. Rollstuhl nicht beschädigt sind und dass die Anpassen des Haltegurts Feststellbremsen einwandfrei funktionieren. — Es empfiehlt sich, für den Transport pannensichere WARNUNG! Reifen zu verwenden, um Probleme mit der ...
Invacare®Action1 R Die Sicherungspunkte am Rollstuhl, an denen die Gurte des 4- 7.5.2 Sichern des Rollstuhls mit einem 4-Punkt- Punkt-Rückhaltesystems angebracht werden müssen, sind mit Karabinerhaken-Symbolen gekennzeichnet (siehe folgende Rückhaltesystem Abbildungen und Abschnitt 2.3 Schilder und Symbole auf dem Produkt, seite 12). WARNUNG! — Stellen Sie sicher, dass um den Rollstuhl und den 1. Sichern Sie den Rollstuhl mithilfe der vorderen Gurte und der Benutzer ausreichend Freiraum gelassen wird, hinteren Haltebänder des 4-Punkt-Rückhaltesystems an den damit der Benutzer nicht mit anderen am Fahrzeug angebrachten Schienen. Lesen Sie die Fahrzeuginsassen, ungepolsterten Fahrzeugteilen, Gebrauchsanweisung zum jeweiligen 4-Punkt- Rollstuhloptionen oder Verankerungspunkten des Rückhaltesystem durch. Rückhaltesystems in Kontakt kommt. Vordere Sicherungspunkte für Gurte: WARNUNG! —...
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7 Transport 1. Befestigen Sie die vorderen Bänder wie in der vorstehenden 2. Befestigen Sie die hinteren Bänder am Schienensystem. Abbildung gezeigt oberhalb der Schwenkradhalterungen Halten Sie sich dabei an die vom Hersteller des 4-Punkt- (siehe Lage der Befestigungsetiketten). Rückhaltesystems empfohlene Vorgehensweise. 2. Befestigen Sie die vorderen Bänder am Schienensystem. 3. Ziehen Sie die Gurte fest. Halten Sie sich dabei an die vom Hersteller des 4-Punkt- Rückhaltesystems empfohlene Vorgehensweise. HINWEIS! 3. Lösen Sie die Feststellbremsen, und spannen Sie die vorderen — Die Karabinerhaken müssen mit einem Bänder, indem Sie – hinter dem Rollstuhl stehend – den rutschfesten Material umhüllt sein, um ein Rollstuhl nach hinten ziehen. seitliches Verrutschen an der Achse zu verhindern. 4. Stellen Sie die Feststellbremsen wieder fest. HINWEIS! Hintere Sicherungspunkte für Karabinerhaken: — Stellen Sie sicher, dass die Verschlussriegel auf beiden Seiten vollständig eingekuppelt sind und sich an derselben Position des Schienenabschnitts befinden. — Stellen Sie sicher, dass der Winkel zwischen den Schienen und den Bändern 40° bis 45° beträgt. Anlegen des 3-Punkt-Personenrückhaltesystems 1. ...
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Invacare®Action1 R 1. Das 3-Punkt-Rückhaltesystem muss möglichst eng am Körper WARNUNG! des Benutzers anliegen, ohne dabei Unbehagen zu — Stellen Sie sicher, dass das 3-Punkt- verursachen. Personenrückhaltesystem so eng wie möglich um den Körper des Benutzers geführt wird, ohne den HINWEIS! Benutzer einzuengen und ohne dass Teile verdreht — Achten Sie darauf, dass das Gurtband während des sind. Gebrauchs nicht verdreht ist. — Stellen Sie sicher, dass das 3-Punkt- Personenrückhaltesystem nicht durch Teile des Rollstuhls (z. B. Armlehnen oder Räder) vom Körper des Benutzers ferngehalten wird. — Vergewissern Sie sich, dass das 3-Punkt- Personenrückhaltesystem vom Benutzer direkt zum Verankerungspunkt führt und nicht um Fahrzeugteile, Rollstuhlkomponenten oder Zubehör liegt. — Achten Sie darauf, dass der Beckengurt genau über das Becken des Benutzers geführt wird und nicht in die Bauchgegend hochrutschen kann. — Stellen Sie sicher, dass der Benutzer die Not- HINWEIS! Entriegelung ohne Hilfe erreichen kann. — Legen Sie den Beckengurt des 3-Punkt- Personenrückhaltesystems im unteren Bereich des Beckens an, sodass der Winkel des Beckengurts ...
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7 Transport Die Abbildung zeigt eine falsche Platzierung des 3-Punkt- Rückhaltesystems. 2. Das Rückhaltesystem darf nicht durch Teile des Rollstuhls, wie z. B. Armlehnen oder Räder, vom Körper des Benutzers ferngehalten werden. 3. Wenn das Fahrzeug mit einer Kopfstütze und der Rollstuhl mit einer Kopf-/Nackenstütze ausgestattet ist, beurteilen Sie gemeinsam mit einem Arzt, welche von beiden verwendet werden sollte. Die Invacare Kopf- und Nackenstützen sind keine Rückhaltesysteme. Sie wurden trotzdem einem Crashtest unterzogen, um ihre Befestigungspunkte zu überprüfen. 1642999-E...
Invacare®Action1 R 8 Instandhaltung Prüfen des Haltegurts Sichtprüfung 8.1 Sicherheitsinformationen Prüfen des Klappmechanismus WARNUNG! Manche Materialien unterliegen im Laufe der Zeit Prüfen der Schwenkräder einer natürlichen Alterung. und ihrer Befestigung Dieser Umstand kann zu einer Beschädigung von Prüfen der Schrauben Komponenten des Rollstuhls führen. — Der Rollstuhl sollte mindestens einmal im Jahr Prüfen der Speichen bzw. nach längerer Nichtverwendung durch einen Prüfen der qualifizierten Techniker überprüft werden. Feststellbremsen 8.2 Instandhaltung (Mechanismus und Zug) Überprüfung des Rollstuhls Um den jederzeit sicheren und zuverlässigen Betrieb durch einen qualifizierten sicherzustellen, müssen Sie regelmäßig die folgenden ...
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Prüfen des Haltegurts 1. Überprüfen Sie, dass der Haltegurt richtig eingestellt ist. 3. Entfernen Sie sämtliche Verschmutzungen und Haare aus den HINWEIS! Schwenkradlagern. — Ist der Haltegurt locker, muss er durch einen 4. Defekte oder verschlissene Schwenkradbefestigungen autorisierten Anbieter eingestellt werden. müssen durch einen qualifizierten Techniker ausgetauscht — Beschädigte Haltegurte müssen durch einen werden. qualifizierten Techniker ausgetauscht werden. Prüfen der Schrauben Allgemeine Sichtprüfung Schrauben können sich im kontinuierlichen Betrieb lockern. 1. Überprüfen Sie den Rollstuhl auf lockere Teile, Brüche oder 1. Überprüfen Sie den festen Sitz der Schrauben (an Fußauflage, andere Schäden. Sitzbezug, Seiten, Rückenlehne, Rahmen, Sitzmodul). 2. Sollten Sie irgendwelche derartigen Schäden feststellen, so 2. Ziehen Sie lockere Schrauben mit dem vorgesehenen stellen Sie die Verwendung des Rollstuhl sofort ein und Drehmoment fest. Nähere Angaben hierzu können Sie dem wenden Sie sich an einen autorisierten Anbieter. Servicehandbuch entnehmen, das im Internet unter www.invacare.eu verfügbar ist. 1642999-E...
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Invacare®Action1 R Überprüfung nach einem schweren Aufprall oder einem harten HINWEIS! Stoß Bei diversen Verbindungen kommen selbstsichernde Schrauben/Muttern oder Schraubensicherungslack zum HINWEIS! Einsatz. Wenn diese gelöst werden, müssen sie durch Der Rollstuhl kann bei einem schweren Aufprall oder neue selbstsichernde Schrauben/Muttern ersetzt bzw. einem harten Stoß einen optisch nicht erkennbaren mit neuem Schraubensicherungslack gesichert werden. Schaden nehmen. — Selbstsichernde Schrauben/Muttern müssen durch — Lassen Sie den Rollstuhl nach einem schweren einen qualifizierten Techniker ausgetauscht Aufprall oder einem harten Stoß unbedingt durch werden einen qualifizierten Techniker überprüfen. Prüfen der Speichenspannung Reparatur oder Wechsel eines Schlauchs 1. Die Speichen sollten nicht lose oder verzogen sein. 1. Nehmen Sie das Hinterrad ab und lassen Sie die Luft aus dem ...
8 Instandhaltung 8. Pumpen Sie den Reifen auf den maximalen Betriebsdruck auf. HINWEIS! Kontrollieren Sie, dass keine Luft aus dem Reifen austritt. Falsche Reinigungsmethoden oder -flüssigkeiten können zu einer Beschädigung des Produkts führen. Ersatzteile Alle verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittel Alle Ersatzteile können bei einem von Invacare müssen wirksam und miteinander verträglich sein und autorisierten Anbieter bezogen werden. das Material schützen, das mit ihnen gereinigt wird. — Keinesfalls korrodierende Flüssigkeiten (Laugen, 8.3 Reinigung und Desinfektion Säuren usw.) oder scheuernde Reinigungsmittel verwenden. Wenn in der Reinigungsanleitung 8.3.1 Allgemeine Sicherheitsinformationen nichts anderes angegeben ist, empfehlen wir ein handelsübliches Haushaltsreinigungsmittel (z. B. VORSICHT! Geschirrspülmittel). Kontaminationsgefahr — Niemals Lösungsmittel (Nitroverdünnung, Aceton Vorkehrungen für sich selbst treffen und geeignete usw.) verwenden, die die Struktur des Kunststoffs Schutzausrüstung verwenden. verändern oder die angebrachten Etiketten angreifen. — Immer sicherstellen, dass das Produkt absolut trocken ist, bevor es wieder in Gebrauch ...
Invacare®Action1 R HINWEIS! 8.3.2 Reinigungsintervalle Schmutz, Sand und Salzwasser können die Radlager beschädigen. Stahlbauteile können bei beschädigter HINWEIS! Oberfläche rosten. Regelmäßige Reinigung und Desinfektion sorgen für — Setzen Sie den Rollstuhl daher nur kurzzeitig Sand einen reibungslosen Betrieb, verlängern die und Salzwasser aus, und reinigen Sie ihn nach Nutzungsdauer und verhindern Verunreinigungen. jeder Fahrt an den Strand. — Reinigen und desinfizieren Sie das Produkt: — Entfernen Sie Schmutz immer möglichst bald mit — Regelmäßig, sofern es verwendet wird einem feuchten Tuch, und trocknen Sie den — Vor und nach jeder Wartung Rollstuhl danach gründlich ab. — Nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten — Vor Benutzung durch einen neuen Benutzer 1. Entfernen Sie angebrachte Zubehörteile (nur Zubehörteile, für die keine Werkzeuge erforderlich sind). 8.3.3 Reinigen 2. Wischen Sie die Einzelteile mit einem Tuch oder einer weichen Bürste ab. Verwenden Sie dabei HINWEIS! Haushaltsreinigungsmittel (pH = 6 bis 8) und warmes Wasser.
8 Instandhaltung Achten Sie nach Möglichkeit darauf, dass die Klettbänder (die selbstfixierenden Teile) einander während der Reinigung überlappen, um die Ablagerung von Fusseln und Fäden auf den Klettverschlussstreifen und eine Beschädigung des Polstergewebes durch diese zu verhindern. 8.3.4 Desinfektion Der Rollstuhl kann durch Besprühen oder Abwischen mit einem getesteten und zugelassenen Desinfektionsmittel desinfiziert werden. Verwenden Sie für die Sprühdesinfektion ein leichtes Reinigungs- und (antibakteriell und fungizid wirkendes) Desinfektionsmittel (den Normen EN1040/EN1276/EN1650 genügend), und beachten Sie die Anweisungen des Desinfektionsmittelherstellers. 1. Alle direkt zugänglichen Oberflächen mit einem weichen Tuch und einem gewöhnlichen Haushaltsdesinfektionsmittel abwischen. 2. Das Produkt an der Luft trocknen lassen. 1642999-E...
Invacare®Action1 R 9 Störungen beheben 9.1 Sicherheitsinformationen Tägliche Nutzung, Anpassungen oder sich ändernde Anforderungen können zu Defekten am Rollstuhl führen. Die nachstehende Tabelle erläutert, wie Sie Defekte identifizieren und beheben können. Manche der aufgeführten Maßnahmen müssen durch einen qualifizierten Techniker durchgeführt werden. Diese sind entsprechend gekennzeichnet. Wir empfehlen, alle Anpassungen von einem qualifizierten Techniker durchführen zu lassen. VORSICHT! – Stellen Sie die Verwendung des Rollstuhls sofort ein und wenden Sie sich an Ihren Anbieter, wenn Sie einen Defekt am Rollstuhl (z. B. eine deutlich veränderte Handhabung) feststellen. 9.2 Erkennen und Beheben von Mängeln Störung Mögliche Ursache Aktion Falscher Reifendruck in einem der Reifendruck korrigieren, → 11.2 Reifen, seite 61 Hinterräder Defekte Speiche(n) austauschen → qualifizierter Eine oder mehrere Speichen gebrochen Der Rollstuhl fährt nicht in Techniker gerader Linie Speichen ungleichmäßig angezogen Lockere Speichen anziehen → qualifizierter Techniker Schwenkrollenlager verschmutzt oder ...
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9 Störungen beheben Falscher Reifendruck in einem oder Reifendruck korrigieren, →11.2 Reifen, seite 61 beiden Hinterrädern Die Bremsen greifen schlecht oder asymmetrisch Einstellung der Bremse korrigieren → qualifizierter Fehlerhafte Bremseinstellung Techniker Reifendruck korrigieren → 11.2 Reifen, seite 61 Zu geringer Reifendruck in den Hinterrädern Rollwiderstand ist sehr hoch Sicherstellen, dass die Hinterräder parallel stehen → Hinterräder stehen nicht parallel qualifizierter Techniker Zu geringe Spannung im Die Mutter an der Lagerblockachse leicht anziehen → Die Schwenkräder flattern bei Schwenkrollen-Lagerblock qualifizierter Techniker schneller Fahrt Verschleiß des Schwenkrollenprofils Schwenkrolle austauschen → qualifizierter Techniker Die Schwenkrolle ist schwergängig Lager reinigen oder austauschen → qualifizierter Lager verschmutzt oder defekt oder blockiert Techniker 1642999-E...
Invacare®Action1 R Stellen Sie sicher, dass die Gebrauchsanweisung zusammen mit 10 Nach der Verwendung dem Produkt übergeben wird. Das Produkt darf nicht wiederverwendet werden, wenn es 10.1 Lagerung beschädigt ist oder Funktionsstörungen vorliegen. 10.3 Entsorgung HINWEIS! Gefahr einer Beschädigung des Produkts Handeln Sie umweltbewusst, und lassen Sie dieses Produkt nach Das Produkt nicht in der Nähe von Wärmequellen dem Ende seiner Lebensdauer über eine lokale lagern. Müllverwertungsanlage recyceln. Niemals andere Gegenstände auf dem Rollstuhl lagern. Demontieren Sie das Produkt und seine Bauteile, damit die Den Rollstuhl im Innenbereich in trockener Umgebung verschiedenen Materialien einzeln getrennt und recycelt werden lagern. können. Die Temperaturbegrenzung in Abschnitt 11.4 Die Entsorgung und das Recycling von gebrauchten Produkten und Umgebungsbedingungen, seite 62 beachten. Verpackungen müssen in Übereinstimmung mit den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften des jeweiligen Landes zur Nach längerer Lagerung (länger als vier Monate muss der Abfallentsorgung erfolgen. Wenden Sie sich an Ihr ...
11 Technische Daten 11 Technische Daten 11.1 Abmessungen und Gewicht Alle Angaben zu Abmessungen und Gewicht beziehen sich auf eine große Vielfalt an Rollstuhlausführungen in einer Standardkonfiguration. Abmessungen und Gewicht (basierend auf ISO 7176-1/5/7) können konfigurationsbedingt von diesen Angaben abweichen. In bestimmten Konfigurationen überschreitet der Rollstuhl die für einen Rollstuhl empfohlenen Abmessungen. HINWEIS! — Bei bestimmten Konfigurationen überschreiten die Maximale Belastung des Gesamtabmessungen des einsatzbereiten 125 kg Rollstuhls die zulässigen Grenzwerte, was Rollstuhls (*) möglicherweise die Nutzung von Fluchtwegen A Gesamtlänge mit Beinstützen 1085 – 1125 mm verhindert. — In bestimmten Konfigurationen überschreiten die B Gesamtbreite 608 – 700 mm Abmessungen des Rollstuhls die empfohlenen Länge in zusammengeklapptem Abmessungen für Zugreisen in der EU. 1025 mm Zustand Breite in zusammengeklapptem ...
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Invacare®Action1 R Masse des schwersten Bauteils 10 – 14,2 kg Vordere Position der 290 – 305 mm Armlehnenstruktur Statische Stabilität bei Gefälle 0° – 18° Statische Stabilität bei Steigung 0° – 9° Abstand zwischen Armlehne 251 – 265 (240) mm Statische Stabilität seitlich 0° – 19° und Sitzhöhe Sitzflächenwinkel 3° – 7° (3°) Vordere Position der 290 – 305 mm Armlehnenstruktur C Tatsächliche Sitztiefe 450 – 470 (425) mm Greifringdurchmesser 535 mm 355 – 480 (380 – 505) mm, D Tatsächliche Sitzbreite in Schritten von 25 mm Horizontale Position der Achse 10 – 47 mm Höhe der Sitzfläche an der ...
11 Technische Daten (*) Die maximale Last des Rollstuhls ergibt sich aus der Summe des Die Reifengröße ist an der Seitenwand des Reifens maximalen Gewichts des Insassen und des maximalen Gewichts angegeben. Der Wechsel der jeweiligen Reifen muss aller anderen Gegenstände, die mit dem Rollstuhl transportiert durch einen qualifizierten Techniker durchgeführt werden sollen. werden. Das maximale Insassengewicht ist die maximale Belastung des VORSICHT! Rollstuhls ohne Zusatzlast. — Um einen optimalen Fahrkomfort, die Zum Beispiel für einen Rollstuhl mit einem Rucksack von 10 kg: einwandfreie Funktion der Bremsen und den Maximales Insassengewicht = Maximale Belastung des Rollstuhls = mühelosen Antrieb des Rollstuhls sicherzustellen, 10 kg muss der Druck in beiden Reifen gleich sein. 11.2 Reifen 11.3 Materialien Der ideale Fülldruck hängt vom Reifentyp ab: Reifen Durchmesser Max. Druck Rahmen/Rückenlehnenstangen Aluminium, Stahl Luftreifen Polyurethanschaum 610 mm (24 Zoll) 4,5 bar 450 kPa 65 psi Profilreifen Polster (Sitz und Rückenlehne) (PUR), Nylon- und ...
Invacare®Action1 R Schrauben, Unterlegscheiben und Stahl Muttern Alle Materialien sind gegen Korrosion geschützt. Wir verwenden ausschließlich REACH-konforme Materialien und Bauteile. Diebstahlsicherung und Metalldetektoren: In seltenen Fällen können die im Rollstuhl verwendeten Materialien Warensicherungssysteme und Metalldetektoren veranlassen, Alarm auszulösen. 11.4 Umgebungsbedingungen Lagerung und Betriebsmodus Transport Temperatur -20 °C bis 40 °C Relative 20 % bis 90 % bei 30 °C, nicht Luftfeuchtigkeit kondensierend Luftdruck 800 hPa bis 1060 hPa Beachten Sie bitte, dass ein bei niedrigen Temperaturen gelagerter Rollstuhl vor der Verwendung zunächst in die Umgebung angepasst werden muss. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 8 Instandhaltung, seite 50. 1642999-E...
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Deutschland: Österreich: Schweiz / Suisse / Svizzera: Invacare GmbH Invacare Austria GmbH Invacare AG Am Achener Hof 8 Herzog-Odilo-Straße 101 Neuhofweg 51 D-88316 Isny A-5310 Mondsee CH-4147 Aesch BL Tel: (49) (0)7562 700 0 Tel: (43) 6232 5535 0 Tel: (41) (0)61 487 70 80 kontakt@invacare.com Fax: (43) 6232 5535 4 Fax: (41) (0)61 488 19 10 www.invacare.de info-austria@invacare.com switzerland@invacare.com www.invacare.at www.invacare.ch Invacare France Operations SAS Route de St Roch F–37230 Fondettes Frankreich Invacare UK Operations Limited Unit 4, Pencoed Technology Park, Pencoed Bridgend CF35 5AQ Vereinigtes Königreich 1642999-E 2025-07-17 Making Life's Experiences Possible®...