10 Außerbetriebnahme
Die in diesem Kapitel beschriebenen Arbei-
ten dürfen nur durch Fachpersonal durchge-
führt werden, das der jeweiligen Aufgabe
entsprechend qualifiziert ist.
GEFAHR
!
Berstgefahr bei unsachgemäßem Öffnen
von druckbeaufschlagten Geräten und Bau-
teilen!
Stellventile und Rohrleitungen sind Druckge-
räte, die bei falscher Handhabung bersten
können. Geschossartig herumfliegende Bau-
teile, Bruchstücke und mit Druck freigesetztes
Medium können schwere Verletzungen bis
hin zum Tod verursachen.
Vor Arbeiten am Stellventil:
Î Betroffene Anlagenteile und Ventil inklu-
sive Antrieb drucklos setzen. Auch Rest-
energien sind zu entladen.
Î Medium aus betroffenen Anlagenteilen
und Ventil entleeren.
WARNUNG
!
Verbrennungsgefahr durch heiße oder kalte
Bauteile und Rohrleitung!
Ventilbauteile und Rohrleitung können im Be-
trieb sehr heiß oder sehr kalt werden und
bei Berührung zu Verbrennungen führen.
Î Bauteile und Rohrleitungen abkühlen las-
sen oder erwärmen.
Î Schutzkleidung und Schutzhandschuhe
tragen.
EB 8080
WARNUNG
!
Gehörschäden und Taubheit durch hohe
Schallpegel!
Im Betrieb können je nach Anlagenbedin-
gungen medienbedingte Geräuschentwick-
lungen auftreten (z. B. bei Kavitation und
Flashing). Zusätzlich können kurzfristige
hohe Schalldruckpegel entstehen, wenn ein
pneumatischer Antrieb oder pneumatische
Anbaugeräte ohne schallreduzierende Ele-
mente schlagartig entlüften. Beides kann das
Gehör schädigen.
Î Bei Arbeiten in Ventilnähe Gehörschutz
tragen
WARNUNG
WARNUNG
!
!
Quetschgefahr durch bewegliche Teile!
Das Stellventil enthält bewegliche Teile. Der
Kegel bewegt sich über den Antriebsmecha-
nismus linear im Ventilgehäuse, die Antriebs-
stangen drehen sich. Beim Hineingreifen
kann dies zu Quetschungen und Verletzun-
gen führen.
Î Nicht in das Ventilgehäuse greifen.
Î Vor Arbeiten am Stellventil alle (An-
triebs-)Energien abbauen, die auf die
Antriebsstange wirken. Dies betrifft z. B.
auch eine mögliche Federvorspannung
im Antrieb (vgl. zugehörige Antriebsdo-
kumentation).
Î Vor Arbeiten am Stellventil pneumatische
Hilfsenergie und Stellsignal unterbrechen
und verriegeln, sofern gegeben.
Î Vor Arbeiten am Stellventil Versorgungs-
spannung unterbrechen, sofern gegeben.
Außerbetriebnahme
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