3
x
Bedienung
3.4.11 SMART GRID (SG)
WARNUNG!
Bei Warmwasser-Solltemperaturen über
60 °C besteht Verbrühungsgefahr. Dies
ist möglich, da das Energieversorgungs-
unternehmen (EVU) in den Festlegun-
gen für SMART GRID berechtigt ist, die
Stromabnahme optimiert nach Angebot
und Nachfrage zu steuern.
Durch eine solche erzwungene Ladung
kann die Warmwasser-Solltemperatur
im Warmwasserspeicher über 60 °C er-
reichen.
Diese Speicherladung erfolgt selbst
dann, wenn die Betriebsart "Bereit-
schaft" eingestellt ist.
Verbrühschutz in die Warmwasser-
Verteilleitung einbauen (z. B. VTA32,
15 60 15 + Verschraubungsset 1",
15 60 16).
Für die Nutzung dieser Funktion ist ein spezieller Stromzähler mit
SG-Empfänger notwendig, an welchem die ROTEX HPSU
compact angeschlossen werden muss.
Sobald die Funktion durch den Parameter [SMART GRID] = 1
aktiviert ist, wird abhängig vom Signal des Energieversorgungs-
unternehmens die Wärmepumpe in eine Betriebsweise gemäß
Tab. 3-10 versetzt.
2)
Signal
Strom-
kosten
EVU
SG
Warmwasser
1
0
- - -
0
0
normal
Normaler Betrieb
0
1
gering
Einschaltempfehlung
und Sollwert Spei-
chertemperatur wird
abhängig von Para-
meter [Modus SG] er-
1
1
sehr
Einschaltbefehl und
gering
Sollwert Speicher-
temperatur wird auf
1)
Keine Frostschutzfunktion (siehe Abschnitt 3.6.5).
2)
Schaltkontakte am Eingang J8 der Schaltplatine RoCon BM1 geschlossen (1)
oder geöffnet (0).
Tab. 3-10 Nutzung des SG-Signals
Weiterführende Erklärungen und mögliche Einstellwerte zu dieser Funktion finden
Sie in Kapitel 6.2.1.
20
Auswirkung auf
Heizung
1)
Kein Betrieb
Kein Betrieb
Normaler Betrieb
Einschaltempfehlung
und Vorlauf-Solltem-
peratur wird abhän-
gig von Parameter
[Modus SG] erhöht
höht
Einschaltbefehl für
Speicherladung
70 °C gesetzt
3.5 Sonderfunktionen
In der "Sonderebene" können verschiedene, meist für den Heiz-
fachmann gebräuchliche Funktionen ausgeführt werden.
Folgende Sonderfunktionen sind möglich:
– Handbetrieb (siehe Abschnitt 3.5.1).
– Anzeigen von Meldungen (siehe Kapitel 7)
– Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (siehe
Abschnitt 3.6.12)
Weiterführende Erklärungen zu diesen Funktionen finden Sie in Kapitel 6.11.
Der Aufruf der Sonderfunktionen ist nicht von der Dreh-
schalterstellung abhängig.
Exit-Taste mindestens 5 s drücken.
Menü "Sonderebene" wird angezeigt.
Mit dem Drehtaster das zu startende Programm anwählen.
Auswahl mit kurzem Druck auf den Drehtaster bestätigen.
Das gewählte Programm startet.
Abbruch und Rücksprung durch:
– Erneuten Druck der Exit-Taste oder
– Antippen des Drehtasters oder
– Auswahl eines anderen Menüs mittels des Drehschalters.
3.5.1 Handbetrieb
Der Handbetrieb dient dazu, die ROTEX HPSU compact manuell
auf eine bestimmte Vorlauftemperatur zu regeln. Der Handbe-
trieb sollte ausschließlich zu Diagnosezwecken verwendet
werden.
Bei hydraulisch bedingtem Vorrangbetrieb für die Warmwasser-
bereitung ist darauf zu achten, dass die im Handbetrieb einge-
stellte Vorlauf-Solltemperatur ausreicht, die hinterlegte Warm-
wasser-Solltemperatur (Parameter [T-WW Soll 1]) zu erreichen.
Exit-Taste mindestens 5 s drücken.
Menü "Sonderebene" wird angezeigt.
Mit dem Drehtaster das Programm "Handbetrieb" anwählen.
1)
Auswahl mit kurzem Druck auf den Drehtaster bestätigen.
"Handbetrieb" ist aktiv.
Mit dem Drehtaster die Vorlauf-Solltemperatur einstellen.
Diese Einstellung nicht mit dem Drehtaster bestä-
tigen, da sonst das Programm beendet wird.
Während des aktiven Handbetriebs wird die Speichertem-
peratur dauerhaft auf den Parameterwert der ersten
Warmwasser-Solltemperatur ([T-WW Soll 1]) geregelt.
Die Tastensperre (sofern diese vor dem Start dieser
Funktion aktiviert war) wird innerhalb 2 s wieder aktiviert,
um einen ungewollten Abbruch der Funktion durch Bedie-
nung der Regelung RoCon HP zu verhindern.
Abbruch und Rücksprung durch:
– Erneuten Druck der Exit-Taste oder
– Antippen des Drehtasters oder
– Auswahl eines anderen Menüs mittels des Drehschalters.
Wird der Handbetrieb beendet, so schaltet die Regelung
RoCon HP automatisch in die Betriebsart „Bereitschaft".
FA ROTEX RoCon HP • 01/2016