Herunterladen Diese Seite drucken

Beginn Der Perfusion; Während Der Perfusion; Beendigung Der Perfusion - Sorin Group D903 Avant Module Gebrauchsanweisung

Verfügbare Sprachen
  • DE

Verfügbare Sprachen

  • DEUTSCH, seite 15
bar/14 psi) zulässig.
- Für die Druckdifferenz zwischen Bluteinlass und Blutauslass sind maximal
37,33 kPa (0,37 bar/5,41 PSI) zulässig.
Das Pumpensegment vom Kopf der arteriellen Pumpe entfernen. Das
abgeklemmte Pumpensegment füllen, indem man es auf gleicher Höhe wie das
Kardiotomiereservoir hält und die Klemme langsam öffnet. Bewegen Sie den
Schlauch vorsichtig abwärts, damit die restliche Luft Richtung Oxygenator strömt.
Das vollständige Füllen des Oxygenators erfolgt durch Schwerkraft. Wenn der
D903 AVANT MODULS mit Flüssigkeit gefüllt ist, ist das Pumpensegment in die
arterielle Pumpe einzusetzen.
7) ÖFFNEN DER VENÖSEN UND ARTERIELLEN LINIE
Die Klemmen von der venösen und arteriellen Linie entfernen. Die Flußrate auf
2.000ml/min erhöhen.
8) ÖFFNEN DER REZIRKULATIONS/SPÜLLINIE
Nach Abschluß der bis Punkt 7 beschriebenen Arbeitsschritte ist die Leistung der
arteriellen Pumpe bis auf eine maximale Flußrate von 7,5 l/min zu erhöhen. Den
Hahn der Rezirkulations/Spüllinie einige Sekunden öffnen, damit sich die
Rezirkulations/Spüllinie des Oxygenators füllen kann.
9) ENTLÜFTUNG DES SYSTEMS
Während dieser Phase ist das gesamte Kreislaufsystem abzuklopfen, damit sich
winzige Bläschen von den Schlauchwänden lösen. Im System soll für einige
Minuten eine Zirkulation mit einer hohen Flußrate aufrechterhalten werden, damit
es vollständig entlüftet wird.
10) SCHLIESSEN DER REZIRKULATIONS/SPÜLLINIE
Nach 3-5 Minuten Rezirkulation/Spülung mit einer hohen Flußrate ist die gesamte
Restluft entwichen und die Rezirkulation/Spüllinie kann geschlossen werden.
Halten Sie danach die arterielle Pumpe an.
11) ABKLEMMEN DER VENÖSEN UND DER ARTERIELLEN LINIE
- Während der Füllphase darf der pulsierende Fluß nicht verwendet werden.
- Vor Beginn der Perfusion ist die ordnungsgemäße Dosierung der
Antikoagulanzien im System zu prüfen.
- SORIN
GROUP
ITALIA
Geschwindigkeitsreglers der Pumpe um den arteriellen Fluß langsam zu
verringern bzw. zu unterbrechen.
- Verwenden Sie nicht den Ein/Ausschalter der Pumpe, solange die
Pumpengeschwindigkeit nicht Null ist.
- Wenn der Konnektor D523C und eine Linie am Koronarauslaß
angeschlossen sind, muß geprüft werden, ob die konnektierte Linie auch
gefüllt ist.
- Klemmen Sie die Linie einige Zentimeter hinter dem Auslaß ab.
- Am Koronaraustritt darf kein Unterdruck existieren. Blutseitige
Unterdrücke können die Bildung von winzigen Gasbläschen zur Folge
haben.
G. BEGINN DER PERFUSION
1) ÖFFNUNG DER VENÖSEN UND ARTERIELLEN LINIE
Die Klemme zuerst von der arteriellen und anschließend von der venösen Linie
entfernen. Beginnen Sie die Perfusion mit einer Blutflußrate, die dem
Körpergewicht des Patienten entspricht. Kontrollieren Sie ständig den Blutstand im
venösen Reservoir.
2) FUNKTIONSPRÜFUNG DES WÄRMETAUSCHERS
Prüfen Sie die venöse und arterielle Bluttemperatur.
3) WAHL DER ENTSPRECHENDEN GASFLUSSRATE
Das in der Normothermie empfohlene Gas/Blutverhältnis beläuft sich auf 1:1 mit
einer inspiratorischen Sauerstofffraktion (FiO
- Der Gasfluß ist immer erst nach dem Blutfluß zu öffnen. Das
Gas/Blutverhältnis darf niemals größer als 2:1 sein.
- Der blutseitige Druck muß immer höher als der gasseitige Druck sein, da
sich andernfalls Gasblasen in der Blutkammer bilden können.
4) BLUTGASANALYSE
Einige Minuten nach Bypassbeginn ist eine Blutgasanalyse vorzunehmen. In
Abhängigkeit von den Analysewerten ist wie folgt vorzugehen:
pO
hoch
2
pO
niedrig
2
pCO
hoch
2
pCO
niedrig
2
empfiehlt
die
Verwendung
) von 80:100%.
2
FiO
senken
2
FiO
erhöhen
2
Gasfluß erhöhen
Gasfluß verringern
H. WÄHREND DER PERFUSION
1) KONTROLLE DES VENÖSEN RÜCKLAUFS
Bei notwendigem stärkeren venösen Rücklauf, den Höhenunterschied des
Oxygenators und venösen Reservoirs im Verhältnis zum Patienten verringern.
- Das an den Oxygenator angeschlossene venöse Reservoir muß immer
über dem Oxygenator positioniert sein.
- Das zusätzliche Kardiotomiereservoir muß immer über dem kollabierbaren
venösen Reservoir positioniert werden (geschlossenes System).
- Die ACT (Acitvated Coagulation Time; aktivierte Gerinnungszeit) soll stets
gleich oder größer als 480 Sekunden sein, um eine ordnungsgemäße
Antikoagulation im extrakorporalen Kreislauf zu gewährleisten.
- Zur Antikoagulanziengabe an den Patienten sind zu verwenden:
ein gefilterter Luer-Einlaß des starren venösen Reservoirs (offenes
System)
einen Luer-A nschluß am venösen Rücklaufkonnektor des
kollabierbaren Reservoirs (geschlossenes System)
2) ARTERIELLE BLUTENTNAHME
Zur arteriellen Blutentnahme den Luer-Anschluß am arteriellen Auslaß verwenden.
Dieser Luer-Anschluß weist ein Einwegventil auf, das nur das Ansaugen gestattet.
3) VENÖSE BLUTENTNAHME UND INJEKTION VON
PHARMAKA
Das verwendete venöse Reservoir muß die Injektion von Pharmaka sowie die
venöse Blutentnahme zulassen.
4) REZIRKULATION BEI NIEDRIGER FLUSSRATE
(Hypothermie mit Kreislaufstillstand)
a)
Den Gasfluß auf einen Wert unter 500 ml/min senken.
b)
Die
Rezirkulations/Spüllinie
"RECIRCULATION " und die Einlaßlinie des venösen Reservoirs
verschließen)
c)
Die Leistung der arteriellen Pumpe auf 2000 ml/min reduzieren.
d)
Die arterielle Linie des Oxygenatormoduls abklemmen.
e)
Während des gesamten Kreislaufstillstandes eine Rezirkulation mit einer
des
Flußrate von 2.000ml/min durchführen.
f)
Zur Wiederaufnahme der Perfusion aus dem Kreislaufstillstand ist die venöse
und die arterielle Linie zu öffnen und langsam der Blutfluß zu erhöhen.
g)
Die Rezirkulations/Spüllinie schließen (Hahn in horizontale Position
"CLOSED").
h)
Den Gasfluß entsprechend abstimmen.
5) EVAKUIERUNG DER LUFT IM DAUERBETRIEB
Mit dem Hahn der Rezirkulations/Spüllinie in der horizontalen Position "PURGE"
kann die Luft durch den Bypass im Dauerbetrieb aus dem Oxygenatormodul
evakuiert werden.
Dabei beträgt der Blutfluß 4l/min, der Spülfluß zum venösen Reservoir kann
vernachlässigt werden.
Kontrollieren Sie immer aufmerksam den Blutpegelstand des venösen
Reservoirs. Beim Entleeren auf einen besonders niedrigen Pegel und/oder
mit einem reduzierten Fluß ist größte Aufmerksamkeit erforderlich.
I. BEENDIGUNG DER PERFUSION
Die Perfusion ist unter Beachtung des Zustandes jedes einzelnen Patienten zu beenden.
Hierbei ist wie folgt vorzugehen:
1)
Den Gasfluß absperren.
2)
Das Hypo/Hyperthermiegerät ausschalten.
3)
Die Leistung der arteriellen Pumpe langsam bis auf Null herabsetzen und gleichzeitig
die venöse Linie abklemmen.
4)
Die arterielle Linie abklemmen.
5)
Die Rezirkulations/Spüllinie öffnen.
6)
Die Leistung der Pumpe bis auf eine Flußrate von 2.000 ml/min erhöhen.
- Wenn die Wiederaufnahme der extrakorporalen Zirkulation vorgesehen ist, ist im
D903 AVANT ein minimaler Blutfluß aufrechtzuerhalten (max. 2000 ml/min).
- Überprüfen Sie, ob das eventuell am Koronarauslaß angeschlossene
Kreislaufsystem entsprechend abgeklemmt ist.
Zur Entfernung von gegebenenfalls in den Oxygenator eingedrungener Luft wie
folgt vorgehen:
1. Den Gasfluß schließen.
2. Die arterielle Pumpe anhalten.
3. Die arterielle Linie verschließen.
4. Den venösen Rücklauf wiederherstellen, bis sich ein ausreichendes Blutvolumen
DE - DEUTSCH
öffnen
(Hebel
in
vertikale
Position
17
loading