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Boston Scientific Rotablator Gebrauchsanweisung Seite 43

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  • DEUTSCH, seite 34
Indem die Drehzahl innerhalb von 5000 U/min zur Drehzahl im freien Lumen
gehalten wird, kann der Anwender:
• die Belastung des Gefäßes durch die Drehbewegung minimieren.
• den „Poliereffekt" im Lumen maximieren.
• die Partikelgröße minimieren.
• die allgemeine Kontrolle des Verfahrens optimieren.
Wenn der rotierende Bohrkopf an einer Stelle gehalten wird, kann dies zu
übermäßiger Ablation von Gewebe, zur Beschädigung des Rotablator™-
Systems oder zum Einklemmen des Rotablator-Systems führen. Der Bohrkopf
sollte am besten in einer gleichmäßigen Bewegung mit sanftem Druck und
nicht mehr als 3 cm auf einmal vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden.
Dabei ist darauf zu achten, dass die Läsion bei auftretendem Widerstand
nur geringfügig berührt wird. Es werden kurze einzelne Ablationsintervalle
von weniger als 30 Sekunden empfohlen, wobei die Gesamtdauer des
Rotationsverfahrens fünf Minuten nicht überschreiten darf.
7. Behandlung unter Röntgendurchleuchtung beobachten.
Den Bohrkopf zurückziehen und Kontrastmittel durch den Seitenarm des
Führungskatheters injizieren, um die Wirksamkeit der Behandlung zu bewerten.
Im Anschluss an die Ablation einer Läsion bzw. beim Zurückziehen innerhalb
des Führungskatheters während eines Austauschverfahrens ist es ggf.
schwierig, den Bohrkopf manuell zurückzuziehen. Zu den Schwierigkeiten bei
der Entnahme gehören u. a.: Eine Episode mit extremem Arterienspasmus um
den Bohrkopf, ein zu großes Verhältnis zwischen Bohrkopf und Arterie für ein
stark kalzifiziertes, gewundenes Gefäß oder das Einklemmen des Bohrkopfs in
der Spitze des Führungskatheters.
Übermäßiges oder ruckartiges Ziehen des RotaLink™-Katheters während der
manuellen Entnahme kann zum Ablösen des Bohrkopfs von der Antriebswelle
führen.
Der Bohrkopf kann sich außerdem an der Spitze oder in einem Knick des
Führungskatheters verfangen. Wenn bei der Entnahme größerer Widerstand
spürbar ist, das manuelle Zurückziehen stoppen und das Rotablator-
System wieder nach vorn schieben, um eine koaxiale Position mit dem
Führungskatheter zu erhalten. Den Bohrkopf danach wieder manuell
zurückziehen.
8. Behandlung mit dem ersten Bohrkopf abschließen.
Wenn die luminale Durchgängigkeit ausreichend ist, den Bohrkopf und die
Vorschubhülle aus dem Gefäß zurückziehen.
Die Behandlung kann durch Verwendung eines RotaLink Katheters mit
einem größeren Bohrkopf wiederholt werden, bis das Lumen auf einen
Durchmesser erweitert wurde, der eine hämodynamische Entlastung erreicht.
Ein endgültiger Lumendurchmesser, der 70 - 85 % des nativen Durchmessers
entspricht, wird als optimal betrachtet.
9. Austauschverfahren.
Zum Austausch des Katheters zunächst versuchen, Bohrkopf und Hülle zu
entfernen. Hierzu den Führungsdraht in das hintere Ende der Rotablator
Vorschubvorrichtung drücken und gleichzeitig die Hülle in Richtung
des hämostatischen Ventils ziehen. Die Beibehaltung der Position
des Führungsdrahts beim Zurückziehen des Bohrkopfs kann durch
Röntgendurchleuchtung erleichtert werden.
Wenn der Führungsdraht in dieser Situation aufgrund von gewundener
Gefäßanatomie nur schwierig zurückgezogen werden kann, steht eine
alternative Funktion (Dynaglide™) zur Verfügung.
10. Dynaglide-Funktion für den Austausch verwenden (falls erforderlich).
Wenn die Dynaglide-Funktion aktiviert wird, rotiert das Rotablator System
mit einer reduzierten Drehzahl zwischen 60.000 und 90.000 U/min und
der Führungsdraht kann problemlos vorgeschoben werden, während die
Vorschubvorrichtung zurückgezogen wird. Wird die Vorschubvorrichtung im
Dynaglide-Betriebsmodus verwendet, muss der Führungsdraht fest mit dem
wireClip™ Torquer fixiert werden.
Den Knopf am Fußpedal drücken, um die Dynaglide-Funktion zu aktivieren. Die
Anzeige DYNAGLIDE erscheint auf der Konsole. Wenn der wireClip-Torquer mit
dem Führungsdraht im Dockinganschluss fixiert ist, den Bremsfreigabeknopf
drücken und den Torquer bis zum Anschlag nach vorne drücken, um den
Bremsfreigabeknopf in der gedrückten Stellung zu verriegeln. Dadurch muss
der Bremsfreigabeknopf nicht manuell festgehalten werden. Der Bohrkopf
kann dann über den Führungsdraht zurückgezogen werden, bis eine 7 cm oder
größere Drahtschlaufe verbleibt. Das Fußpedal freigeben.
11. Vorschubvorrichtung/Katheter vom Führungsdraht entfernen.
Vor dem Entfernen des Rotablator-Systems vom Führungsdraht sicherstellen,
dass die Dynaglide-Funktion deaktiviert wurde. Hierfür den Knopf am
Fußpedal drücken. Den Bremsfreigabeknopf drücken und den wireClip-
Torquer vom Dockinganschluss entfernen. Den Führungsdraht aus dem
Torquer freigeben und den Katheter vollständig entfernen.
12. Wenn zum erfolgreichen Abschluss des Verfahrens ein weiterer Bohrkopf
erforderlich ist und ein(e) Rotablator RotaLink™ PLUS Vorschubvorrichtung/
Katheter verwendet werden soll, die Vorrichtung gemäß der Beschreibung
in Schritt 4a unter „Setup des Rotablator-Systems" vorbereiten und dann mit
Schritt 6 unter „Setup des Rotablator-Systems" fortfahren.
13. Wenn zum Abschluss des Verfahrens ein anderer Bohrkopf erforderlich ist
und ein RotaLink-Katheter verwendet werden soll, den Katheter trennen.
Den Vorschubknopf bis zum Anschlag nach vorn schieben und verriegeln. Die
rechte Hand so auf die Vorschubvorrichtung legen, dass der rechte Daumen
auf der Verriegelung des CPC-Steckverbinders aufliegt.
Das Kathetergehäuse so mit der linken Hand greifen, dass der Daumen an der
Daumenauflage der Vorschubvorrichtung anliegt.
Die Verriegelung des CPC-Steckverbinders eindrücken und dabei gegen die
Daumenauflage drücken, um das Kathetergehäuse zu entfernen.
Den Antriebswellen-Verbindungsanschluss vorsichtig freilegen. Das braune
Schieberohr in distaler Richtung schieben und die Verbindung dann vorsichtig
auseinanderziehen.
14. Den nächsten Katheter anbringen.
Wenn zum erfolgreichen Abschluss des Verfahrens ein weiterer Bohrkopf
erforderlich ist, den Kopf gemäß der Beschreibung in Schritt 5 unter „Setup
des Rotablator-Systems" anbringen. Vorschubvorrichtung/Katheter gemäß
der Beschreibung in Schritt 6 unter „Setup des Rotablator-Systems" wieder
auf den Führungsdraht schieben.
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