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Die Keyboardfunktionen
Die unter 9.1 bis 9.3 beschriebenen Möglichkeiten beziehen sich auf ein Soundprogramm und
damit auf jede einzelne BANK. Die Eingabe erfolgt immer für den gespielten Sound.
9.1
Keyboard als Quelle
Das Keyboard kann zur Steuerung der Parameter "Lautstärke", "Filter" und "Wellen"
eingesetzt werden. Die Eingabe dazu erfolgt im DIGITAL-Display. Diese Funktionen sind oben
beschrieben worden.
9.2
Der TOUCH-Sensor
Mit der Eingabe einer <1> unter TW. TF, TL und TM lassen sich verschiedene Funktionen mit
dem TOUCH-Sensor steuern. Die Wirkung des TOUCH-Sensors wird mit dem Durchdrücken
der Tastatur erreicht, stärkeres Drücken erhöht die Wirkung. Zum Ausprobieren kann man
irgendein Programm mit KEYB:0 anwählen, geht ins DIGITAL Display und gibt unter TL eine
<1> ein: Die Lautstärke wird dann durch den TOUCH-Sensor gesteuert Beim Spielen hört man
zunächst eine stark abgeschwächte Lautstärke, die durch den Druck auf das Keyboard nach
Belieben bis zur ENVELOPE 2-LOUDN.-Einstellung erhöht werden kann.
Um mit dem TOUCH-Sensor eine Filterwirkung (TF) zu erreichen muss der Filter zumindest
teilweise geschlossen sein. Werkprogramm 41 gibt hier ein Beispiel.
In den Wellensatz kann man unter TW eingreifen: Je stärker der Druck auf das Keyboard,
desto tiefer geht der Wellendurchlauf in den Wellensatz hinein.
Unter TM kann man die Modulation auf die Parameter "Filter", "Wellen" und "Oszillator" durch
Tastendruck steuern und so ein Vibrato zur gewünschten Zeit in der gewünschten Stärke
erzeugen. Die Lautstärkemodulation lässt sich mit dem TOUCH-Sensor nicht steuern. Achtung:
TM kann nur Wirkung zeigen, wenn das Modulationsrad nicht auf 0 steht.
9.3
Der VELOCITY-Effekt
Filter und Lautstärke lassen sich auch durch den VELOCITY-Effekt steuern. Zum
Ausprobieren wählt man ein Programm mit KEYB:0 an und stellt ggf. den TOUCH-Sensor auf
0. Unter VL gibt man eine <1> ein und drückt eine Taste und hält diese gedrückt. Dann spielt
man einen weiteren Ton, dessen Lautstärke wird durch den Druck der zuerst gespielten
Taste bestimmt. Spielen Sie weitere Töne und ändern dauernd den Keyboarddruck der ersten
Taste. Die ganze Angelegenheit hört sich nun aber komplizierter an als sie ist. Mit etwas
Übung werden Sie die vielfältigen Klangmöglichkeiten des VELOCITY-Effekts erkennen. Bei
akkordischem Spiel wird hier durch den Tastendruck der gedrückte Akkord nicht verändert.
sondern dem neu gespielten Ton oder Akkord eine eigene Lautstärke oder Filterwirkung
zugeordnet.
Januar 1985
PPG Wave 2.3 Bedienungsanleitung
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Januar 2003