PPG Wave 2.3 Bedienungsanleitung
7.3.4
Wellendurchlauf
Ein Klang wird besonders lebendig, wenn die Wellenform sich dynamisch ändert. Ein
Wellendurchlauf kann auf mehreren Wegen hergestellt werden:
7.3.4.1 Hüllkurve ADSR1
Der Wellendurchlauf wird von der Hüllkurve ADSR 1 gesteuert.
Das soll mit einem Beispiel erläutert werden: Wählen Sie wieder Programm 80 an, stellen mit
der <3> unter SW den Suboszillator aus und gehen ins ANALOG-Display. Stellen Sie den
ENVELOPE 1 - WAVES-Regler und von der ADSR 1 den Attack-Regler auf 63 und halten auf
dem Keyboard einen Akkord. Der Wellendurchlauf ist deutlich hörbar. Wenn der RELEASE-
Regler vom ADSR 2 auch auf 63 steht. brauchen Sie den Akkord nur kurz anzuspielen. Er
klingt lange nach. Den ausgehaltenen Akkord stellen Sie mit dem RELEASE-Regler (gegen "0"
drehen) wieder aus.
Mit den ADSR 1-Reglern können Sie also den Wellendurchlauf durch eine Hüllkurve steuern
lassen. Die Anzahl der durchlaufenden Wellen wird mit dem ENVELOPE 1 - WAVES bestimmt
Der Einsatzpunkt des Wellendurchlaufs bestimmen Sie mit dem WAVES-OSC-Regler. Steht
dieser auf 0 (vorausgesetzt Sie haben Programm 80 so wie oben beschrieben gelassen). so
beginnt der Wellendurchlauf bei Welle 0, auf jeden Fall aber bei der eingestellten Welle. Bei
einem vollständigen Wellendurchlauf (die ENVELOPE 1 - WAVES zeigt immer die Anzahl der
aufgerufenen Wellen und muss hierfür also auf 63 stehen) werden alle 64 Wellen des
eingestellten Wellensatzes erklingen. Steht bei WAVES-OSC eine höhere Zahl, so beginnt der
Wellendurchlauf bei dieser Zahl und geht, um 64 Wellen aufzurufen, bei BANK 0 in den
oberen Wellensatz. Die anderen Wellendurchlaufsteuerungsmöglichkeiten wie KW, MW und
TW (s.u.) können hier einen Einfluss haben. Wenn Sie im DIGITAL-Display unter SW eine <0>
eingeben, machen die Suboszillatoren den Wellendurchlauf parallel zu den Hauptoszillatoren
mit. Als Ausgangspunkt des Subwellendurchlaufs zählt der unter WAVES-SUB eingegebene
Abstand zu den Hauptoszillatoren. Bei einer <1> unter SW bleiben die Suboszillatoren ohne
Wellendurchlauf auf der eingestellten Welle stehen.
Im nächsten Beispiel soll die Attack- und Decay-Time beim Wellendurchlauf deutlich werden:
PROG: 80. SW: 3 ADSR 1: A:28, D:34, S:0, R:0, WAVES-OSC wie gehabt auf <0> und
ENVELOPE 1 WAVES auf <63>. Halten Sie einen Akkord: Die Hüllkurve geht den Wellensatz
hinauf (es erklingen nacheinander Welle 00 bis 63) und einen Augenblick später wieder
hinunter (es erklingen nacheinander Welle 63 bis 00). Verändern Sie nun nach und nach die
eingestellten Werte. Wenn Sie bei S (Sustain) einen Wert eingeben, kann der Wellendurchlauf
an der eingestellten Stelle in Abhängigkeit von der ENVELOPE 1-WAVES-Stellung stehen
bleiben.
Beachten Sie bitte, dass im "2.3 Mode" der obere Wellensatz nur in BANK 0 zur Verfüqung
steht. Bei einem Wellendurchlauf darf der Abstand Basiswelle (WAVES-OSC) und ENVELOPE
1 WAVES nicht grösser als 63 sein.
7.3.4.2 Keyboard
Die Wellenauswahl wird durch das Keyboard gesteuert:
Im DIGITAL-Display können unter KW Codes eingegeben werden, mit denen den
Keyboardtasten unterschiedliche Wellen zugeordnet werden können. Bei KW 4 ist der
Wellensatz gleichmässig über das gesamte Keyboard verteilt (Siehe Tabelle "Display"). Rufen
Sie als Beispiel Werkprogramm 70 auf gehen ins DIGITAL-Display und geben unter KW andere
Werte ein.
Januar 1985
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Januar 2003