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Grundlagen zum Verständnis
4.1
Der Aufbau eines Synthesizers
Dieses Kapitel ist nur für diejenigen von Bedeutung, denen der Umgang mit einem Synthesizer
nicht geläufig ist und die Fachbegriffe nicht kennen.
Die Hauptteile eines Synthesizers sind:
VCO
= voltage controlled oscillator
= spannungsgesteuerter Oszillator (oder neuerdings auch
DCO
= digital gesteuerter Oszillator)
VCF
= voltage controlled filter
= spannungsgesteuerter Filter
VCA
= voltage controlled amplifier
= spannungsgesteuerter Verstärker
Der VCO ist der Tonerzeuger. Für mehrstimmige (echte) Synthesizer braucht man für jede
Stimme mindestens einen VCO. Bei herkömmlichen (analogen) Synthesizern bietet jeder VCO
vorwiegend die Wellenformen Sägezahn (d.h. akustisch sowie auch mathematisch bildet die
Summe der Obertonwellen die Form eines Sägezahnes), Rechteck, Dreieck und Pulswelle
(d.h. die Breite einer Rechteckwelle wird verändert).
Die übliche Form des VCF ist das Tiefpassfilter. Hier werden Obertöne oberhalb einer
einstellbaren Frequenz (Cutoff-Frequenz) unterdrückt, während die darunterliegenden
Frequenzen unverändert passieren können. Mit einem VCF-Emphasis-Regler kann man die i m
Cutoff-Frequenzbereich liegenden Obertöne bis zur Selbstschwingung verstärken.
Mit dem VCA kann die Lautstärke der Stimmen festgelegt werden.
Das vom Oszillator erzeugte Tonsignal durchläuft zunächst den VCF und dann den VCA. Das
heisst, ein mit dem VCO erzeugter Ton wird erst vom Filter VCF und dann vom VCA
beeinflusst.
Die Synthesizerhauptteile VCO, VCF und VCA können auf verschiedene Weisen gesteuert
werden, wobei die Steuerung über eine Hüllkurve wohl die wichtigste ist. Eine Hüllkurve
besteht meistens aus den Grössen:
A = ATTACK
TIME
D =
DECAY
TIME
S =
SUSTAIN
LEVEL = Haltewert
R =
RELEASE TIME
A
Januar 1985
= Einschwingzeit
= erste Abklingzeit
= endgültige Abklingzeit
D
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PPG Wave 2.3 Bedienungsanleitung
S
R
Januar 2003