Allgemeine Verarbeitungshinweise
Allgemein
Alle Dichtungen in den Muffen sind vor dem Zusammenstecken mit Stocker Gleitmittel zu fetten.
Beim Einbau der Steckmuffen ist auf die Fließrichtung des Kondensats zu achten! Muffen oben!
Bei den Steckmuffen ist auf die ausreichende Eintauchtiefe der Eintauchstücke zu achten. Mindestens 50 mm!
Kunststoffkamine dehnen sich sehr stark aus (10 m dehnen sich bei 120°C um bis zu 20 cm aus!). Bei langen
Verbindungsleitungswegen (ab 3 m) ist daher bei DN 60, DN 80 und DN 100 eine Schiebemuffe in jeder Achse vorzusehen
und die restlichen Verbindungen mit Stoppringen zu fixieren. Bei DN 125 – DN 250 ist die Längenausdehnung der
Verbindungsleitung durch Schellen, in denen sich die Verbindungsleitung verschieben kann (Beilagscheiben beim
Verschluss einlegen), sicherzustellen.
Bei der Steigleitung muss sich der Kamin frei nach oben ausdehnen und auch wieder ohne Behinderung beim Abkühlen
zusammenziehen können.
PP Kamine dürfen, wie alle Brennwertkamine, an der Mündung nicht abgedeckt werden (keine Regenhauben oder andere
Abdeckungen), da sich ansonsten im Winter ein Eiszapfen bilden könnte. Bei bestehenden Metallüberdachungen oder
Betonabdeckungen muss das PP Rohr durch diese Abdeckungen durchgeführt werden.
Abgase von Brennwertkesseln sind sehr feucht und können bei Frost Schäden an Nostalgieköpfen und Fassaden
verursachen.
PP Kamine dürfen ohne Mantelrohr nicht in Fassaden geführt werden. Durch die Wärmeausdehnung und große
Temperaturunterschiede im Winter entstehen sonst Risse in der Fassade und die Muffen arbeiten sich aus den
Eintauchstücken.
PP Kamine dürfen nicht mit einem Bogen enden, da ansonsten durch Wind ein Gegendruck am Auslass entstehen und die
Anlage dadurch auf Störung gehen kann.
Die Verbindungsleitung ist mit 3° Gefälle (das sind mind. 53 mm Höhenunterschied auf 1 m) zum Kessel hin zu errichten.
Die Kamineinführungsbögen und T-Stücke geben diesen Winkel bereits vor.
Brennwertabgasanlagen werden immer in den Kesselstutzen eingeschoben.
Brennwertkessel in Aufstellungsräumen (keine Heizräume) müssen immer konzentrisch (Doppelrohr) geführt werden,
damit bei eventueller Undichtheit sichergestellt ist, dass kein Abgas in den Aufstellungsraum austritt.
Bei Lage und Verlauf der Verbindungsleitung ist darauf zu achten, dass die PP Abgasrohre nicht zu nahe an heißen
Oberflächen über 120°C (z.B. Verbindungsleitungen von zusätzlichen Festbrennstofföfen) vorbeigeführt werden.
Die einzelnen Bauteile dürfen zueinander nicht verspannt montiert werden. Weder Achsversatz noch Winkelabweichungen
sind zulässig. Durch Verspannungen werden die Dichtlippen der Systemdichtung in den Muffen einseitig belastet und es
kann später zu Undichtheiten kommen.
Montagetemperatur für PolyLine PP Material muss mindestens + 5°C betragen!
Silikonfugen sind Wartungsfugen und müssen mindestens 1 x pro Jahr bauseits kontrolliert werden.
Starr / Flex / Sammler
Bei Montage des Kamines in einem Schacht ist vor Montagebeginn die ausreichende Standfestigkeit und Trockenheit zu
prüfen (Einsturzgefahr bei Versottung).
Vor der Montage ist mit Probekörpern oder einer Kamera festzustellen, ob der Schachtquerschnitt über die gesamte
Schachtlänge gleich groß ist und ob Verzüge oder andere Hindernisse bestehen. Der Abstand von Schachtinnenwand zum
PP Rohr muss umlaufend mindestens 30 mm betragen.
3