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Dezentrale Maschinenperipherie (Dmp); Allgemeines - Siemens SINUMERIK 840C Projektierungsanleitung

Nahtstellenbeschreibung teil 2: anschlußbedingungen
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03.95
4

Dezentrale Maschinenperipherie (DMP)

4.1

Allgemeines

DMP ist ein System von Komponenten, mit deren Hilfe Peripherie (z. B. digitale Ein- und Aus-
gabebaugruppen) dezentral über die Maschine verteilt, eingesetzt werden kann. Dezentraler
Einsatz bedeutet, daß zwischen der SINUMERIK-Steuerung und den prozeßnah angeordneten
Ein-/Ausgabepunkten große Entfernungen liegen können, die durch einen seriellen Bus (Vier-
drahtleitung) überbrückt werden.
DMP kann alternativ oder additiv zu Ein-/Ausgängen im Zentralgerät (z.B. Peripherie-Baugrup-
pe MIXED I/O) angeschlossen werden. Auf Ein-/Ausgänge der DMP kann im PLC-Programm
zugegriffen werden wie auf zentrale Peripherie.
Wenn die Lastversorgungsspannung für DMP-Ausgangsmodule während
des Betriebes abgeschaltet wird, so schalten die Ausgänge beim Wieder-
einschalten der Lastversorgungsspannung nicht sicher wieder durch.
Wenn nicht auf das Abschalten während des Betriebes verzichtet werden
kann, so müssen mit dem Abschalten der Lastversorgungsspannung die
DMP-Ausgänge über das PLC-Programm zurückgesetzt werden. Nach
Wiedereinschalten der Spannung müssen die Ausgänge neu gesetzt
werden. Davon betroffen sind DMP-Module, Kompakt- und IP65-Module.
DMP arbeitet nach dem MASTER-SLAVE-Prinzip, wobei die Slaves der dezentral angeord-
neten Peripherie entsprechen. Der Master ist im Zentralgerät. Im Zentralgerät stehen als
Koppel-Baugruppen das Interface PLC (bzw. ab SW3 die PLC-CPU 135 WD) und das Interface
DMP zur Verfügung. Auf diesen Baugruppen befinden sich MPC-Stecker zur Ankopplung von
dezentraler Peripherie. Die einzelnen DMP-Stationen werden in Reihe durch Kabel verbunden
und an die Koppelbaugruppe über den MPC-Stecker angeschlossen. Solch eine Reihe von
DMP-Stationen wird als MPC-Strang bezeichnet. Da für jeden MPC-Controller zwei parallel
geschaltete MPC-Stecker auf den Koppelbaugruppen vorhanden sind, kann der MPC-Strang
zur Vereinfachung der Verkabelung in zwei MPC-Teilstränge aufgeteilt werden, die jeweils auf
einen von den zwei MPC-Stecker angeschlossen werden. Den einzelnen DMP-Stationen muß
jeweils eine DMP-Stationsnummer zugeordnet werden. Die DMP-Stationsnummern können in
beliebiger Reihenfolge vergeben werden. Jede der DMP-Stationsnummern kann pro MPC-
Strang (MPC-Controller) einmal vergeben werden.
Die DMP-Stationsnummer stellen Sie am Drehschalter auf der DMP-Station ein.
Adressierung (Einstellen der DMP-Stationsnummer):
Drehschalter-Stellung
F
E
D
.
.
.
0
Hinweis:
Die Projektierung ist über Maschinendaten oder Datenbausteine möglich (s. Nahtstellenbe-
schreibung, Teil 1). Eine gemischte Projektierung ist nicht möglich, d. h. haben Sie sich für
eine Projektierungsart entschieden, so müssen Sie auch die Maschinensteuertafel, das Be-
dienhandgerät usw. entsprechend der Projektierung einbinden. Eine Ausnahme bildet das zen-
trale Interruptbyte, das immer über das PLC-MD 30 projektiert wird. Im Unterschied zur Ma-
schinendatenprojektierung ist bei der freizügigen Projektierung über Datenbausteine eine feste
Reihenfolge (s. Nahtstelle Teil 1) der Steckplatz- und Adreßprojektierung nicht notwendig.
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SINUMERIK 840C (PJ)
DMP-Stationsnummer
Modul ist deaktiviert
1
2
.
.
.
15
6FC5197- AA10
4 Dezentrale Maschinenperipherie (DMP)
4.1 Allgemeines
4–1

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