Fachwortverzeichnis
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pH-Wert
Unter dem pH-Wert versteht man ein Maß für die Konzentration
(Aktivität) von Wasserstoff-Ionen oder einfach ausgedrückt ein Maß
für den sauren oder alkalischen Charakter eines Wassers.
In der Schwimmbecken-Wasseraufbereitung hat der pH-Wert eine
große Bedeutung. Er beeinflusst:
•
die Desinfektionswirkung: die Desinfektionswirkung von Chlor
nimmt mit steigendem pH-Wert ab
• die Flockung: jedes Flockungsmittel hat nur einen bestimmten
pH-Bereich in dem es optimal wirkt
• die Korrosivität: mit sinkendem pH-Wert steigt die Aggressivität
des Wassers. Metallische Werkstoffe werden angegriffen.
• die Hautverträglichkeit: der Säureschutzmantel unserer Haut
liegt bei pH 5,5. Zu hohe pH-Werte des Badewassers greifen
den Säureschutzmantel an und führen zu Hautirritationen.
Ein zu niedriger pH-Wert begünstigt die Bildung von Tri-Chlor-
amin. Dies führt zu Augenreizungen (gerötete, brennende
Augen) und Schleimhautreizungen (z.B. Husten).
Aus den genannten Gründen sollte der pH-Wert im Schwimmbad
grundsätzlich zwischen 6,5 und 7,6 liegen (optimal: pH-Optimum
des eingesetzten Flockungsmittels). In einem Privatbad, das i.d.R.
kein Flockungshilfsmittel einsetzt, sollte der pH-Wert zwischen 7
und 7,2 liegen.
Andererseits wird die pH-Messung durch folgende Faktoren
beeinflusst:
• die Chlorung: alle Chlorprodukte verändern den pH-Wert
• die Wasserführung: aus dem Beckenwasser ausgasende
Kohlensäure (CO
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kann noch durch eine ungünstige Wasserführung oder durch
Luftsprudler, Wasserpilze o.ä. verstärkt werden.
Aus den genannten Gründen muss der pH-Wert ständig gemessen
und geregelt werden.
Redox-Wert
Die Redox-Spannung ist abhängig von der Summe der im Wasser
vorhandenen reduzierend und oxidierend wirkenden Substanzen.
Sie ist ein Maß für die Desinfektionskraft im Wasser. Je höher die
Konzentration der oxidierend wirkenden Substanzen, desto größer
ist der Wert der Redox-Spannung (Oxidation = Desinfektion).
) lässt den pH-Wert ansteigen. Dieser Effekt
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