6.2 KALIBRIEREN
Um dem Messgerät das Erfassen genauer Messwerte zu ermöglichen, muss es für die
Schallgeschwindigkeit des zu messenden Materials kalibriert werden.
Unterschiedliche Materialien weisen unterschiedliche Schallgeschwindigkeiten auf. Beispielsweise beträgt
die Schallgeschwindigkeit in Stahl 5918 m/s (ca. 0,233 Zoll/µs) und in Aluminium 6350 m/s (ca.0,248 Zoll/
µs).
Das Kalibrieren ist für die ordnungsgemäße Funktion des Messgeräts von grundsätzlicher Bedeutung, und
das Verfahren sollte nach jeder Sondennullung und beim Wechsel der Materialart ausgeführt werden.
Das Messgerät kann anhand einer von drei Methoden kalibriert werden:
Einpunkt-Kalibrierung: Dies ist das einfachste und am häufigsten verwendete Kalibrierverfahren. Es
optimiert die Linearität über große Bereiche. Die Einpunkt-Kalibrierung wird unter Verwendung einer
bekannten Dicke durchgeführt.
Zweipunkt-Kalibrierung: Dieses Verfahren resultiert in höherer Genauigkeit über kleine Bereiche. Die
Zweipunkt-Kalibrierung wird unter Verwendung von zwei bekannten Dicken durchgeführt.
Kalibrierung mit bekannter Geschwindigkeit: Die Schallgeschwindigkeit des zu prüfenden Materials
wird direkt in das Messgerät eingegeben.
Hinweis: Einpunkt- und Zweipunkt-Kalibrierungen müssen auf Material durchgeführt werden, von dem der
Farbanstrich bzw. die Beschichtung entfernt wurde. Wenn unterlassen wird, den Farbanstrich bzw. die
Beschichtung vor der Kalibrierung zu entfernen, resultiert dies in der Berechnung der Geschwindigkeit für
mehrere Materialien, die von der tatsächlich zu messenden Materialgeschwindigkeit abweichen kann
Darüber hinaus müssen Einpunkt- und Zweipunkt-Kalibrierungen bei Verwendung des Modells CG60 oder
CG60DL im Impuls-Echo-Modus auf Material ausgeführt werden, von dem der Farbanstrich bzw. die
Beschichtung entfernt wurde.
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