PROFINET-Controller-Protokoll | Einstellungen / Diagnose
4.3.3
PROFINET Controller - spezifische Einstellungen
| PROFINET Controller - spezifische Einstellu ...
Über den Karteireiter Settings können Einstellungen die direkt den Controller betreffen vorgenommen
werden.
Abb. 26: Karteireiter Settings
Hier kann eine IP-Einstellung erfolgen. Die Wahl des Adressbereiches muss nicht mit den Einstellungen der
Netzwerkkarte übereinstimmen. Die PROFINET-Kommunikation spannt ein eigenes Netz auf, welches hier
gewählt werden kann. Die im obigen Bild angezeigten IP Settings sind die Default-Einstellungen. Das heißt,
wird nichts geändert nutzt der Controller diese Einstellungen. Das Gleiche gilt für den Controller-Namen
(Systemname). Zum Ändern beider Einstellungen muss der entsprechende Button gedrückt werden.
Hierüber erfolgt eine Überprüfung auf korrekte Eingabe (z. B. das Format des Controller-Namens muss der
PN Spec. entsprechen). Diese Daten werden dann permanent übernommen. Beim Ändern des Subnetzes
oder Gateways werden die Einstellungen auch auf evtl. projektierte Geräte übernommen. Es besteht auch
die Möglichkeit, diese Settings über ein Supervisor Tool zu ändern.
Außerdem kann in diesem Dialog die VendorID und DeviceID des Controllers ausgelesen werden. Auch eine
Einstellung des verwendeten Server- und Client UDP Ports kann hier erfolgen. Die Default-Einstellungen
sollten hier in den meisten Fällen aber ausreichend sein.
Des Weiteren besteht in diesem Dialog die Möglichkeit, einen automatischen PROFINET-Anlauf nach einem
Gerätetausch zu ermöglichen (auch für Geräte ohne Wechselmedium). Für die korrekte Funktionsweise
muss einmal die Solltopologie vorgegeben werden. Anhand dieser Informationen kann der Controller nach
den Aliasnamen der einzelnen Geräte fragen. Jedes Gerät das Aliasnamen unterstützt, generiert für jeden
seiner Ports einen solchen Namen. Dieser setzt sich aus den Nachbarschaftskennungen zusammen
(PortId.ChassisId). Wird nach diesem Namen gefragt, antwortet das "neue" Gerät. Bei korrekter VendorId
und DeviceId wird das Gerät mit dem eigentlichen Namen benannt und es kann anschließend ein normaler
PROFINET-Hochlauf erfolgen. Mit diesem Mechanismus könnte auch eine komplette PROFINET-Anlage
Anlaufen, ohne dass ein einziges Gerät vorher benannt wurde.
EL6233
Version: 1.0.0
31