Durch Verwendung des KLEINEREN Werts, lässt sich über den Echo-Abstand besser erkennen, welcher Fall
am ehesten zu einem Problem wird:
• Falschziel - wenn dieses Echo so groß wird, dass es über die Schwelle steigt, wird es fälschlicherweise als
Füllstand gemeldet.
• Füllstandecho - wenn dieses Echo so klein wird, dass es unter die Schwelle fällt, meldet der Messumformer
einen Echoverlust.
Überprüfen Sie stets beide Werte: Echo-Stärke und Echo-Abstand. Die Anhebung eines Verstärkungsparameters
(Epsilon, Turbulenz, Schaum oder Sensitivität) führt zu einer Erhöhung der Amplitude aller Echos im Radarbild.
Wenn nach Anhebung eines Verstärkungsparameters, die Echo-Stärke zunimmt, der Echo-Abstand jedoch
abnimmt, rückt ein Falschziel näher an die Schwelle (siehe vorangehende Zeichnung). Wenn das Falschziel über
die Schwelle hinausreicht, wird es als gültiges Füllstandecho erfasst und fälschlicherweise als Füllstand gemeldet.
Wird in diesem Fall die Echoausblendung ausgeführt, wird das Falschziel eliminiert und der Echoabstand-Wert
erhöht. Echoabstand-Werte von >20 sind ein gutes Ziel.
4.5
Automatische Echoerfassung
Unbeaufsichtigte Echoerfassung
Einer der Vorteile, die das Modell R86 beim Umgang mit einer oftmals komplexen Technologie wie Radar
bietet, ist die Verbesserung der Geschwindigkeit, mit der ein Benutzer ein Problem lösen kann und das Gerät
wieder einsatzbereit macht. Die Minimierung der Ausfallzeiten ist das ultimative Ziel für jedes Gerät.
Eines der wichtigsten Werkzeuge zur Fehlersuche bei Radaranwendungen oder zur Optimierung einer
Messumformerkonfiguration ist die Echokurve. Diese grafische Darstellung eines Radarechos ist für jemanden,
der ausgebildet ist, sie zu interpretieren, äußerst aussagekräftig. Sie ist mit einer Momentaufnahme des Ist-
Zustands des Messumformers vergleichbar. Es ist praktisch so, als würde man in den Tank schauen. Die
Herausforderung dabei ist jedoch, die Echokurve zeitnah zu erfassen. Leider treten die meisten Probleme jedoch
dann auf, wenn nur eine Notbesetzung vor Ort ist und niemand den betroffenen Behälter beaufsichtigt. Bis ein
Gerätetechniker das Problem untersuchen kann, wurde der Alarm zurückgesetzt und niemand versteht, warum
er aufgetreten ist oder, was noch viel wichtiger ist, wann er wieder auftreten wird. Da eine Echokurve so wichtig
für die Fehlersuche des Geräts ist, ist es entscheidend, dass die Kurve aufgezeichnet wird, sobald ein Problem
auftritt. Oft bedeutet das jedoch, dass erst NACHDEM erste Zeichen des Problems aufgetreten sind, ein
Laptop angeschlossen und Daten erfasst werden, was offensichtlich nicht ideal ist.
Durch das fortschrittliche Design des Pulsar Modell R86 Radarmessumformers, ist dieser bei der Bewältigung
dieses Problems sehr effektiv. Dieses fortschrittliche Design macht es möglich, dass der Messumformer
automatisch und auf einem Ereignis (wie Echoverlust) oder auf Zeit (mithilfe der integrierten Uhr) basierend
eine Echokurve erfasst.
Er wird so ab Werk versandt, dass eine Echokurve automatisch, basierend auf wichtigen Ereignissen, erfasst
wird. Der Messumformer kann eine Reihe von Echokurven in seinem integrierten Speicher speichern. Diese
Echokurven können dann auf einen Laptop heruntergeladen werden, auf dem eine Software wie PACTware
installiert ist, und unter der Registerkarte Diagnose/Echo-Historie überprüft werden. Bei Bedarf, kann der
Anwender dann diese Informationen per E-Mail ans Werk senden, wo sie von Fachleuten zur Unterstützung bei
der Fehlersuche ausgewertet werden. Dadurch lassen sich Probleme deutlich schneller beheben und Ausfallzeiten
minimieren.
78
Referenz
Falschziel
Füllstand
ODER
58-603 Pulsar
Schwelle
®
Modell R86 Radarmessumformer