4.3
Behälterprofil
Einführung
Berührungslose Radarmessumformer werden in der Regel für einen statischen Flüssigkeitsstand konfiguriert und
eingesetzt. Idealerweise ändert der Installateur nach der Inbetriebnahme den Füllstand etwas, um die sachgemäße
Funktion zu überprüfen, er wird aber nur in den seltensten Fällen den kompletten Füll- und Entleerzyklus eines
Behälters beobachten können. Daher kann es vorkommen, dass die Messumformerkonfiguration zunächst nicht
für den gesamten Funktionsbereich optimal eingestellt ist.
Obwohl Magnetrol-Messumformer früherer Versionen bereits über Fehlersuchoptionen zum Aufzeichnen und
Speichern von Diagnoseinformationen, wie Datenprotokoll, Event-Historie und Echo-Historie, verfügten, enthielt
keines dieser Geräte eine Methode, mit der das Gerät automatisch entsprechende Informationen für einen
kompletten Füll- und Entleerzyklus erfassen konnte. Da dieser komplette Zyklus Stunden, Tage oder gar Wochen
dauern kann, lässt sich anhand dieser Informationen die sachgemäße Funktion einer gegebenen Konfiguration
überprüfen. Darüber hinaus stehen damit auch wertvolle Informationen zur Messumformerleistung bei
problematischen Füllständen im Behälter zur Verfügung.
Die Informationen werden im Messumformer gespeichert, zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen und von
einer qualifizierten Person beurteilt, die dann über das weitere Vorgehen entscheidet.
Ein paar Anmerkungen hierzu
1. Die Funktion „Tank Profile" muss manuell gestartet werden. Es ist keine automatische Funktion.
2. Die Funktion „Tank Profile" kann jederzeit manuell gestoppt werden.
3. Die Messumformerkonfiguration sollte manuell gespeichert werden, bevor die Funktion beginnt, Informationen
zu erfassen. Dies ist zwar für die Ausführung der Funktion nicht erforderlich, liefert aber nützliche Daten zur
Bestimmung der eventuell durchzuführenden Konfigurationsänderungen.
4. Obwohl diese Funktion über alle Benutzerschnittstellen (HART und FF LUI, DD und DTM) eingerichtet und
ausgeführt werden kann, können die Ergebnisse nur auf der entsprechenden DTM grafisch dargestellt werden.
Für DD-basierte Hosts ist eine DD-Methode verfügbar, welche die Messungen der Reihe nach Ebene für Ebene
anzeigt.
5. Die Funktion kann so eingestellt werden, dass sie einen kleineren Bereich abdeckt als den gesamten Behälter.
Einige Prozesse arbeiten beispielsweise nur in einem kleineren Bereich.
6. Die Abstufungen können in Prozent des Start/Stopp-Bereichs (Abstufung in %) oder in Füllstand/Distanz-
Einheiten (Abstufung nach Einheit) eingestellt werden.
7. Die bei jeder Abstufung erfassten Informationen sind:
a. Zeit
b. Füllstand
c. Distanz
d. Echo-Stärke:
e. Echo-Abstand
f.
Schleifenstrom (nur HART)
g. Zielschwelle
h. Füllstandreferenz
i.
BCSM-Status
8. Die gespeicherten Werte für min. und max. Echo-Stärke und Echo-Abstand können in einer Grafik im Menü
„Tank Profile" aufgerufen werden.
58-603 Pulsar
®
Modell R86 Radarmessumformer
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