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Absoluter Vorrang; Einleitung; Gleitender Vorrang - Siemens Rvd230 Bedienungsanleitung

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Regler ohne LPB-
Verbund
Regler mit LPB-Verbund
Allgemeines
Regler ohne LPB-
Verbund
Siemens Building Technologies
HVAC Products
Der Vorrang (absolut und gleitend) wird durch die Bildung eines unkritischen Sperrsig-
nals ermöglicht. Es wird generiert, wenn eine Brauchwasserbereitung ausgeführt wird.
Da bei den Anlagentypen x–4 kein Speicher vorhanden ist, wird mit Hilfe des Durch-
flussschalters ermittelt, wann das Brauchwasser aufbereitet wird.
Ist kein Durchflussschalter vorhanden, wird ein Sperrsignal erzeugt, sobald eine gültige
Brauchwasseranforderung vorliegt.
Die Wirkung der Sperrsignale auf die Heizkreise / Umformer ist im Kapitel
22 „Sperrsignale" beschrieben.

16.6.2 Absoluter Vorrang

Die Heizkreise werden während der Brauchwasserladung gesperrt, das heisst, sie er-
halten keine Wärme.
Einstellung auf Bedienzeile 106 = 0
Während der Brauchwasserladung generiert der Regler ein internes unkritisches
Sperrsignal von 100 % (Festwert) und sendet es an die eigenen Verbraucher.
Zusätzlich zum oben beschriebenen Verhalten ohne LPB-Verbund meldet der Regler
über den Bus seinem Vorregler bzw. Wärmeerzeuger (Verbrauchermaster; ab diesem
bezieht er seine Wärme), dass er momentan eine Brauchwasserladung mit absolutem
Vorrang durchführt. Dieser Verbrauchermaster sendet daraufhin auf dem Bus ein unkri-
tisches Sperrsignal von 100 % (Festwert) an alle Regler im gleichen Segment. Ist der
Verbrauchermaster im Segment 0, dann wird das Sperrsignal an alle Regler im Ver-
bund gesendet.
Der RVD230 verfügt in den Anlagentypen 5–x, 6–x und 7–x über diese Verbraucher-
master-Funktionalität.
Ist kein Verbrauchermaster vorhanden, verhält sich der absolute Vorrang wie bei einem
Regler ohne LPB-Verbund.

16.6.3 Gleitender Vorrang

Während der Brauchwasserbereitung wird die Wärmeabgabe an die Heizkreise ge-
drosselt, wenn durch die Ladung ein Wärme-Engpass entsteht. Die Bildung des gülti-
gen Vorlaufsollwertes ist durch die Einstellung auf der Bedienzeile 106 wählbar:
1 = Der Vorlaufsollwert wird durch die Brauchwasseranforderung bestimmt
2 = Der Vorlaufsollwert wird durch eine Maximalauswahl der gültigen Anforderungen
bestimmt
Der Regler ist in der Lage, bei gleitendem Vorrang ein reglerinternes unkritisches
Sperrsignal im Bereich von 0...100 % an die eigenen Verbraucher zu generieren, wenn
die Leistung für die Ladung nicht mehr ausreicht.
• Bei den Anlagentypen x–3, x–8, x–9 und x–10 wird dazu die Differenz zwischen Vor-
laufsoll- und Vorlaufistwert aufintegriert und ein dem Integralwert entsprechendes
Sperrsignal erzeugt.
• Beim Anlagentyp x–4 wird, da weder Vorlaufsoll- noch Vorlaufistwert vorhanden
sind, bei vorhandenem Rücklauffühler mit dem Rücklaufmaximal- und dem Rücklauf-
istwert gearbeitet. Ist kein Rücklauffühler vorhanden, ist kein gleitender Vorrang
möglich und es wird kein Sperrsignal erzeugt.
• Bei den Anlagentypen x–1, x–2, x–6, x–7, x–11 und x–12 wird die Differenz zwi-
schen Vorlaufsoll- und Vorlaufistwert des internen Umformers aufintegriert und ein
dem Integralwert entsprechendes Sperrsignal erzeugt.
Basisdokumentation RVD230
16 Funktionsblock Brauchwasserbereitung
65/130
CE1P2383de
14.04.2004
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